Von Hawea km 2595 bis nach Wanaka km 2620 – Wandertag 96, 25 km (12 km gelaufen, für den Rest hatten wir eine Mitfahrgelegenheit) – 12.02.18

Die Nacht war gut, bis ein paar Betrunkene, die gröhlend auf dem Campingplatz herum liefen. Dennoch haben wir ausgeschlafen und sind um 8:00 Uhr von Hawea auf den Hawea River Track gestartet.

Der Track ist ein einfacher Wander- und Fahrrad-Weg. Die meiste Zeit war der Weg geschottert und entlang einem Kanal. Der Weg war sehr schön und abwechslungsreich in dem Sinne, das es Mal unter hohen Bäumen hindurch ging, mal die Berge zu sehen waren und gelegtlich entlang von Sträuchern verlief.

Entlang des Weges gab es auch eine künstlich angelegte Wildwasser-Stelle wo man surfen/kajaken kann. Leider war niemand da, der surfte und so gab es hier nur einen Toiletten-Stopp.

Einige Radfahrer haben uns überholt und Jogger sind uns entgegen gekommen, ziemlich viel Verkehr für uns.

Der Hawea River Track endete an einer ziemlich neuen Hängebrücke. Auf der anderen Seite der Brücke war ein Campingplatz und viele Camper. Hinter dem Campingplatz ist der kleine Ort Alberttown, wo wir geplant hatten ein zweites Frühstück zu essen. Aber auf dem Weg in den Ort, hielt neben uns ein kleiner Campervan. Die junge Frau lud uns ein, und nach Wanaka mit zu nehmen. Da konnten wir nicht nein sagen.

Nach 10 min. Autofahrt waren wir in Wanaka angekommen. Sie hat uns direkt vor einem Cafe raus gelassen und das haben wir auch gleich genutzt um einen leckeren Café zu trinken.

Markus hat den Gastgeber unserer Unterkunft angerufen und mit ihm vereinbart, das wir um 13 Uhr das Zimmer beziehen können, somit hätten wir noch ein wenig Zeit unsere Bouncebox bei der Post abzuholen und noch was zu trinken zu kaufen. Sogar zum Bummeln in den Laden der Stadt hat es noch gereicht, wobei ich hier leider ein wenig überzogen habe.

Um kurz nach 13 Uhr waren wir dann an der Unterkunft. Diese lag etwas außerhalb des Ortskerns (ca. 2km). In einem sehr schönen Haus. Hier konnten wir Duschen und unsere Wäsche waschen und planen wie die nächsten Abschnitte aussehen werden und wie viel wir Einkaufen müssen.

Am Abend haben wir dann unseren Gastgeber kennengelernt und uns eine ganze Weile unterhalten. Und dann sind wir zum Essen in den Ort gelaufen. Wir sind im KIKA eingekehrt. Das wohl beste Restaurant in Wanaka.

Das Essen war genial. Wir haben viel zu viel gegessen, aber alles war so lecker. Es hat nur sehr lange gedauert.

Kugelrund sind wir dann gegen 21:30 Uhr Richtung Unterkunft gelaufen und sind direkt ins Bett gefallen.

Ein schöner Tag mit leichter und kürzerer Wanderung als gedacht. Bei schönem Wetter und genialem Essen. Traumhaft.

Von der Pakituhi Hut km 2584 nach Hawea km 2595 – Wandertag 95, 11km – 11.02.18

Die Wettervorhersage für heute war nicht so super, so dass wir uns gestern Abend noch entschieden haben heute den längeren aber dafür nicht so steilen Abstieg nach Hawea zu nehmen. Was im Regen vermutlich die bessere Variante ist.

Die Nacht war komisch und ich habe nicht so toll geschlafen, so dass wir erst gegen 7:30 Uhr los gegangen sind. Tanja, Sam und Dora wollten ebenfalls die längere Route nehmen, sind aber nach uns los.

Wie geplant sind wir von der Hütte auf den längeren Track abgestiegen und auf dem 4-Wheel-Drive-Track bis zum Abzweig gegangen. Leider war dort, sowohl von Eigentümer wie auch vom DOC (Department of Conservation) ein Schild, das der Weg nicht passiert werden darf.

Also sind wir wieder zurück gelaufen, haben unterwegs die drei informiert und sind dann auf dem kürzeren, aber steilen Pfad den Berg hinunter gegangen.

Es regnete leicht und so war auch die Aussicht leider nicht so besonders. Der Pfad an sich ging an der Ridgeline (den Grat) entlang und hätte bei gutem Wetter sicher tolle Ausblicke zu bieten gehabt. So war es einfach ein steiler Pfad nach unten.

Zuerst ging es auf felsigem Untergrund voran um dann nach und nach in erdigen Untergrund mit Dornen-Büschen über zu gehen.

Als wir zum Zickzack-Weg kamen war es ein einfacher Pfad zwischen Sträuchern bergab. Es dauerte nicht sehr lange und wir hatten das Tal erreicht.

Von hier aus waren es noch rund 5 km bis in den Ort. Markus hat gecheckt, ob es Empfang gibt und hat im Hotel in Hawea angerufen. Wir haben noch etwas bekommen, einen Carvan/Wohnwagen in dem wir heute übernachten können.

Nach rd. einer Stunde haben wir den Ort, der im Wesentlichen aus einem Laden, einem Hotel und einigen Wohnhäusern besteht, erreicht. Wir sind direkt zum Hotel gelaufen. Leider war das Zimmer bzw. der Caravan nicht fertig, so dass wir an der Bar gewartet und einen Kaffee bzw. heiße Schokolade getrunken haben.

Währendessen kam ein anderer deutscher Wanderer vorbei, hat sich zu uns gesetzt und wollte mit uns reden. Wir waren aber nicht so richtig in Stimmung und haben wohl nicht so ausführlich geantwortet, wie gewünscht, und so war das Gespräch recht kurz.

Um kurz nach 12 Uhr haben wir dann den Schlüssel für den Wohnwagen bekommen, so dass wir uns durch den Regen auf dem Weg dort hin gemacht haben.

Dort angekommen haben wir uns erst mal trockene Klamotten angezogen, unsere Wraps zu Mittag gegessen und gelesen. Keiner von uns wollte durch den Regen zu den Duschen laufen. Das haben wir gemacht, als es aufgehört hatte zu regnen bzw. wir auf die Toilette mussten.

Wieder sauber und trocken haben wir uns ausgeruht und den Tag mit lesen usw. verbracht.

Am Abend haben wir das Sonderangebot des Hotels genutzt und einen Burger bzw. Fish’n Chips gegessen und ein Bier getrunken. Nicht gut aber hat satt gemacht. Inzwischen ist auch die Sonne wieder raus gekommen.

Danach ging es ins Bett, damit wir morgen den langen Tag mit rd. 30 km bis Wanaka gelaufen bekommen.

Der Abstieg, und damit die heutige Wanderung war gut und nicht so extrem steil und rutschig wie gedacht. Natürlich wäre ich lieber im Sonnenschein gelaufen, aber Regen muss auch sein. Auf jeden Fall war es ein guter und recht kurzer Wandertag.

Von der Top Timaru Hut km 2560 bis zur Pakituhi Hut km 2584 – Wandertag 94, 24 km – 10.02.18

Trotz der vollen Hütte war es eine ruhige und gute Nacht. Es war kein Schnarcher dabei. Aber einige Frühaufsteher. Beim ersten klingelte der Wecker um 5:30 Uhr. Das haben wir ebenfalls genutzt und sind um 6:30 Uhr gestartet.

Der Weg führte die ersten Minuten noch auf dem 4-Wheel-Drive-Track. Dann ging er in einem schönen Pfad über. Der Pfad schlängelte sich durch Wald, entlang des Timaru Flusses und durch Tussock-Gras über der Baumgrenze.

Es ging immer wieder durch den Fluss und auf der anderen Seite hoch und wieder runter zur nächsten Querung des Flusses. Solche Wege gefallen mir besonders gut, man ist zwar nicht so schnell aber dafür ist der Weg und die Aussicht sehr schön.

Nach ca. 10 km kamen wir an eine Kreuzung. Von hier ging es sehr steil ca. 600 Höhenmeter zur ersten Hütte bergan. Hier trafen wir Tanja wieder. Der Aufstieg war sehr anstrengend und die Pause an der Stodys Hut war wohl verdient und dringend notwendig.

An der Hütte trafen wir Sam der gerade ankam als wir uns gerade fertig machten um weiter zu gehen

Nach einer halben Stunde Pause haben wir den zweiten Teil der Strecke in Angriff genommen. Leider ging der Weg nicht so schön aber sehr viel einfacher weiter und es waren nochmal rund 600 Höhenmeter anzusteigen. Da es wieder ein 4-Wheel-Drive-Track war kamen wir recht schnell voran.

Der letzte Anstieg ging auf den Breast Hill. Ich hatte kurz überlegt die flachere und 500 Meter kürzere Strecke zu gehen, wollte dann aber doch unbedingt die Aussicht sehen. Vom Breast Hill hatte man eine grandiose Aussicht auf den Lake Hawea und auf den Lake Wanaka. Zum Glück war das Wetter sehr gut (sonnig und leicht bewölkt, so dass wir die Aussicht auch genießen konnten. Was wir auch taten.

Von dort ging es auf einen schmalen Pfad zum heutigen Ziel, der Paketuhi Hut. Eine sehr nette Hütte mit 8 Betten. Als wir ankamen war nur ein neuseeländisches Pärchen da.

Später kamen noch Tanja, Sam, Cecil, Silva und Dora.

Ein grandioser Wandertag, der sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn er sehr anstrengend war. Dafür gab es fantastischen Aussichten und schöne Wege. Das Wetter war sonnig mit Wolken und daher auch nicht zu heiß. Einfach perfekt.

Vom Wild-Campen bei km 2538 bis zur Top Timaru Hut km 2560 – Wandertag 93, 22 km – 09.02.19

Heute wollten wir früh raus, weil wir nicht länger als nötig unser Zelt stehen lassen wollten. Aber wir waren wohl doch ziemlich erledigt von Vortrag. Um 7 Uhr waren wir unterwegs.

Zuerst ging es über Farmland an einem kleinen Bach entlang und dann ging es auf einem 4-Wheel-Drive-Track. Es war ein einfacher Weg. Die ersten 10 km ging es auf und ab, aber grundsätzlich bergan bis zu einer privaten Hütte. Es schien zwar die Sonne aber es war morgens noch sehr kühl, so dass wir beide im Langarmhemd starteten.

An der Hütte haben wir Sam wieder getroffen. Wir haben einen Frühstücks-Wrap gegessen und sind dann auch weiter gegangen damit uns wieder warm wird. Von der Hütte waren es noch rund 4 km und ca. 1000 Höhenmeter Anstieg bis zum Sattel und den heutigen höchsten Punkt. Immer auf den bequemen Weg. Es ging recht schnell war aber dennoch sehr anstrengend. Auf dem Sattel gab es ein paar Nüsse und dann ging es wieder den Berg hinunter.

Von oben konnten wir schon sehen dass weiter unten noch eine Wanderin läuft. Als wir sie einholten erkannten wir sie wieder, es war Tanja, sie hatten wir in Tekapo auf dem Campingplatz, kennengelernt.

Um ca. 13:15 Uhr waren wir an der Top Timaru Hut angekommen. Außer uns war noch ein Schweizer, John, da. Die Deutsche wanderte weiter aber es kamen noch Sam, Cecil, Silva, ein weiterer Franzose, ein Ami und noch zwei kiwi’s. Damit war die 6-Bett-Hütte voll und vier Zelte waren davor.

An der Hütte angekommen haben wir das Zelt getrocknet, uns im Bach gewaschen und den Schatten und den Schutz der Hütte genutzt um den Sandflies zu entkommen.

Der Tag war schön auch wenn der Weg einfach zu gehen war. Die Aussichten waren gut und es war nicht zu heiß. Ein schöner Wandertag.

Von der Lake Ohau Lodge km 2510 bis Wild-Campen bei km 2538 – Wandertag 92, 28 km + 4 km von der Lodge zum Track – 08.02.17

Nach einer guten Nacht in einem Bett sind wir ausgeruht zum Frühstück um 7:30 Uhr, das netter Weise eine halbe Stunde früher als sonst startete. Es gab sowohl Müsli, Toast und Marmelade wie auch pochierte Eier mit Speck auf Toast, Würstchen und Tomate. Sehr lecker und ein guter Start in den Tag

Von der Lodge aus sind wir um 8 Uhr gestartet. Wir sind den Alps2ocean-Cycletrail gefolgt, der uns leicht ansteigend zum Sawyer Creek Track und damit wieder zum TA brachte. Der Cycletrack war ein Schotterweg und sehr einfach zu gehen. Nachdem der Weg dann in den Wald ging wurde der Weg pfadiger und stieg steiler an. Der Pfad führte immer entlang des Flusses und war sehr schön.

Über der Baumgrenze stieg der Pfad weiter an bis wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreichten. Bei Sonnenschein hatten wir einen tollen Blick zurück auf den See und nach vorne in ein enges Tal. Sehr schön und beeindruckend.

Der Anstieg war anstrengend aber die Mühe wert. Beim Aufsteigen haben wir eine holländische Wanderin, Dora, getroffen und überholt.

Als wir über den höchsten Punkt gegangen waren, wurden die Markierungen deutlich schlechter aber man konnte einen Trampelpfad erkennen und diesem folgen. Nach einer kurzen Strecke des Abstiegs haben wir eine Pause fürs Mittagessen eingelegt. Während der Pause kamen Dora, Sam, Cecil und Silva dazu.

Wir sind sehr bald nach dem Mittagessen weiter gegangen, da noch einige Kilometer zu laufen waren, und ggf. noch ein größerer Fluss zu furten war.

Je weiter wir abstiegen desto breiter und weiter wurde das Tal und auch der Weg wurde einfacher.

Als wir bei einer Ansiedlung von Bäumen ankamen war klar, das wir bald den Ahuriri River erreichen würden, das ist der größte und wasserreichste Fluss den wir offiziell während des Trails durchqueren müssen. Was wir uns bei den heutigen Bedingungen auch zutrauten.

Markus startete mit der Querung und hatte sich eine Stelle herausgesucht, die recht rief war, so dass das Wasser ihm bis zum Bauch ging. Als ich das sah, war klar dass ich an einer anderen Stelle rüber gehen werde. Mir ging das Wasser an einer anderen Stelle auch bis zum Bauch aber da die Strömung nicht sonderlich stark war war es kein Problem.

Nachdem die Querung geschafft war mussten wir noch einen steilen Abhang hoch und noch ein wenig laufen. Am Ende des Tracks, am Parkplatz, war ein älteres Pärchen, die den TA letztes Jahr gelaufen sind, und die heute die vorbei kommenden Hiker mit Cola, Schokolade, Äpfel, Pfirsichen usw. verwöhnten, sehr nett und sehr lecker. Wir haben uns lange unterhalten und wir haben uns bei den beiden mit einem Deutschland Armband bedankt, weil das wirklich was besonderes ist.

Allerdings war es nach der Unterhaltung auch schon 18:30 Uhr und wir mussten noch einen geeigneten Zeltplatz finden. So dass wir noch bis zu einem kleinen Bach gelaufen sind und dort das Zelt aufgestellt, gegessen und den nächsten Tag geplant haben.

Ein sehr schöner Wandertag sowohl von den Wegen wie auch vom Wetter und den Ausblicken. Da konnte selbst der leichte Regen am Abend nichts mehr ändern. Und die Überraschung des älteren Pärchens war natürlich genial.

Von Lake Tekapo km 2423 bis zur Lake Ohau Lodge km 2510 – Wandertag 91, 87 km + 3 km zur Lodge – 07.02.18

Der Wecker klingelte heute morgen um 5:30 Uhr, weil wir unseren Radel-Tag früh beginnen wollten, aber wir waren beide noch zu müde und sind noch eine Weile liegen geblieben.

Als wir dann aufgestanden sind, haben wir unsere Sachen gepackt und unser Frühstück mit Spiegeleiern, Speck und Toasties genossen. Vor allem das Glas Milch war ein fantastischer Abschluss des Frühstücks. Parallel haben wir noch Sandwiches mit Salami, Käse, Gurke und Paprika gemacht für unterwegs.

So gewappnet und gestärkt ging es dann auf die Räder. Erst auf Schotterpiste bis zur Stromstation und dem Tekapo Canal. Diesen sind wir mal auf geteerter Straße mal auf Schotter 29 km gefolgt. Wir hatten immer den Kanal auf der rechten Seite und links von uns verlief der Tekapo River.

Die Farbe des Kanal-Wassers war ein helles Türkis und sehr schön. Und die Umgebung ist von Bergen gesäumt, eine schöne Szenerie. Aber wir waren sehr froh, das wir Räder hatten und diese Strecke nicht laufen mussten.

Auf diesem Teil der Strecke haben wir auch Silvio aus Dresden kennengelernt. Er läuft die Strecke. Vielleicht sehen wir ihn mal wieder.

Interessant waren die Lachs-Zucht-Farmen im Kanal. Angeblich kommen die Farmen aufgrund der guten Wasserqualität ohne Antibiotika aus. Die Fische werden von Hand gefüttert.

Vom Tekapo Kanal ging es weiter zum Lake Pukaki. Leider waren über den See Wolken. Bis dahin hatten wir Sonnenschein und blauen Himmel, aber es war noch sehr kühl (6°C). Die Wolken machten es noch kühler aber es war noch erträglich. Der Weg führte am Lake Pukaki entlang bis zu einer Information an Seeende mit Café und Lachsverkauf von der Lachs-Farm.

Dort haben wir eine längere Pause eingelegt und das noch kräftiger türkise Wasser des Sees bewundert. Unsere Sandwiches haben wir dort auch gegessen und wir hatten gehofft einen Blick auf Mt. Cook erhaschen zu können, aber er war noch in Wolken.

Als die Sonne raus kam sind wir weiter geradelt. Von dort ging es am nächsten Kanal dem Pukaki Kanal weiter bis wir am Lake Ohau ankamen. Da hatten wir dann schon rd. 70 km in den Beinen.

Inzwischen war es auch so warm geworden dass wir wieder im T-Shirt fahren konnten.

Immer am See entlang ging es auf Schotter, einem ausgewiesenen Radweg Namens Alps2ocean, bis zu unserer heutigen Unterkunft, der Lake Ohau Lodge.

Als wir ankamen, waren unsere Rucksäcke noch nicht da, aber unser Zimmer war schon bereit.

Die Dusche war schön und vor allem war es angenehm nicht mehr auf den Sattel des Rades sitzen zu müssen. Ohne Radhose und ohne Übung ist das ganz schön schmerzhaft mit der Zeit.

Um 16 Uhr haben wir uns in die Hot Pots (heiße Pools) gesetzt und das warme Wasser und die Aussicht auf den See genossen. Und dann haben wir noch einen Aperitif genommen und das 3-Gänge-Menü zu uns genommen. Was für ein Luxus.

Beim Abendessen wurden wir an einem Tisch mit vier anderen Personen gesetzt. Wir hatten ein Pärchen am Tisch, die aus Singapur kamen und zwei Brüder (Alec, wohnhaft in Christchurch und Ian, der in England lebt). Wir haben uns während des wirklich guten Essens nett unterhalten. Und als wir uns zum schlafen verabschiedeten, hat uns Alec noch seine Adresse und Telefonnummer gegeben und uns nach Christchurch zum Essen und übernachten eingeladen. Sehr cool.

Ein schöner Tag auf dem Rad. Mit viel Sonne, türkis farbenem Wasser und mit spektakulärem Bergpanorama. Fantastisch.

Tekapo – Ruhetag 2 – 06.02.18

Wir haben beide nicht so gut geschlafen, aber ein Bett ist dennoch angenehmer als das Zelt.

Das Frühstück heute war sehr lecker, wir hatten ein sehr gutes Vollkorn Toastbrot, Rührei mit Paprika, Chili-Pfad und Speck. Draußen schreibt die Sonne und es sind kaum Wolken am Himmel. So kann der Tag starten.

Heute haben wir unsere Fahrräder für den Radel-Tag morgen bekommen, so dass wir alles gut einstellen und ausprobieren konnten.

Zudem haben wir die Räder genutzt und sind zum Lake Alexandrina geradelt. Wow, das waren nur 15 km, zum Teil auf Schotterstraße, und das war schon ziemlich anstrengend. Vor allem die Abschnitte auf der Schotterstraße, die wir ein Waschbrett sind, da wird man so richtig durchgeschüttelt. Ich hoffe dass wird morgen nicht so.

Beim bloggen heute, habe ich mit Entsetzen festgestellt, das die SD-Karte defekt ist und ich auf keines der ca. 6000 Bilder mehr zugreifen kann, sondern das die Karte formatiert werden muss. Das hatten wir Zuhause schon mal und konnten die Bilder wieder herstellen. Also werden wir das, wenn wir Ende März zurück sind, wieder versuchen. Zum Glück hat uns die Verwalterin des Hostels eine neue SD-Karte geschenkt, so dass wir die bisherige einpacken und gut verstauen konnten.

Bis zum Abendessen haben wir die Anlage des Hostels genutzt und sind im Garten im Schatten gelegen.

Zum Abendessen haben wir asiatisch gekocht. mit viel Gemüse, weil wir das so selten bekommen. Dann haben wir noch unsere Sachen gepackt und für die Radtour morgen bereit gelegt.

Ein schöner Ruhetag mit viel Sonne und Erholung.

Tekapo – Ruhetag 1 – 05.02.18

Heute haben wir ausgeschlafen und den Vormittag genossen. Auch heute gab es Wraps zum Frühstück, damit wir unsere Vorräte aufbrauchen. Denn heute bekommen wir unsere nächste Essensbox.

Nach dem Frühstück haben wir langsam zusammengepackt und haben uns von Sarah, die heute weiter radelt, verabschiedet.

Um ca. 9:30 Uhr haben wir uns mit den Rucksäcken auf den kurzen Weg in den Ort begeben und sind zu einem zweiten Frühstück in ein Café eingekehrt. Eine sehr gute Wahl. Markus hatte Pancakes mit Banane und Speck und ich eine Zimtrolle. Und endlich mal wieder einen richtig guten Kaffee. Sehr lecker.

Mit kugelrunden Bäuchen sind wir dann zu unserer Unterkunft, den Tailor Made Backpackers, gegangen. Dort haben wir die Rucksäcke abgestellt und haben uns auf den Rundgang durch den Ort gemacht. Die „Ladenstraße“ umfasst ca. 10 Gebäude mit Restaurants, Souvenierläden und Veranstaltern von Rundflügen oder Jetboat-Fahrten. Dann gibt es noch eine Fußgängerbrücke, eine Kirche und eine Statue von einem Hund, einem Collie.

Von dort aus haben wir noch den Planeten-Walk gemacht. Damit war der Rundgang beendet.

Zurück im Hostel, konnten wir unser Zimmer beziehen und haben unsere Essensbox bekommen.

Jetzt steht nur noch einkaufen für das morgige und übermorgige Frühstück an, und ein wenig vorschlafen. Denn heute Nacht haben wir eine Tour zum Observatorium gebucht, bei der wir hoffentlich ganz viele Sterne sehen werden.

Vor der Sternentour waren wir noch lecker in einem japanischen Restaurant essen. Es war sehr voll und das Ambiente war nicht so richtig einladend. Aber das Essen war sehr lecker und dazu noch eine große Portion. Von dort aus ging es zurück ins Hostel und ins Bett.

Der Wecker klingelte um 23 Uhr, wir zogen uns an und liefen zur Station des Observatoriums. Als wir an der Station waren, von welcher die Tour starten sollte, wurde die Tour aufgrund des starken Windes abgesagt. Nach einigem Überlegen haben wir uns entschieden auf die Tour zwei Stunden später umzubuchen. Aber leider fiel auch diese aus, weil es auf dem Berg des Observatoriums, Mt. John, zu gefährlich war und alle, lauch die Guides, wieder runter mussten. Wir kommen auf den Rückweg auf jeden Fall nochmal vorbei.

Ein gemütlicher Tag mit Sonne und viel Wind. Und leider keiner Sternentour.

Und leider keine Bilder, da die SD-Karte defekt ist und ich aktuell nicht auf die Bilder zugreifen kann.

Von der Camp Stream Hut km 2389 zum Tekapo Holiday Park km 2423 – Wandertag 90, 34 km (gelaufen ca. 20 km) – 04.02.18

Die Nacht war aufgrund meines ziemlich heftigen Sonnenbrands im Gesicht etwas unruhig. Aber um 7:15 Uhr waren wir auf dem Weg nach Tekapo.

Der Weg, zumindest die ersten 5km, war uns ja vom hochlaufen schon bekannt. Nichts desto trotz waren uns einige Stellen nicht mehr ganz im Gedächtnis.

Bis auf ein paar wenige Stellen mit Dornen-Büschen war der Weg sehr gut und angenehm zu laufen.

Nach 1,5 h waren wir wieder an der Schotterstraße von der wir vorgestern zur Hütte gelaufen sind.

Diesmal sind wir direkt auf den Richmond-Track abgebogen und sind über Farmland auf einem schmalen Pfad entlang des Lake Tekapo gelaufen. Man hätte immer wieder den Blick auf den See und gelegtlich auch eine Chance den Mt. Cook zu sehen. Das Wetter war sonnig mit ein paar wenigen Wolken, aber viel Wind.

Der Wind hat uns dazu gebracht in langärmligen Shirts zu laufen.

Nach einiger Zeit konnten wir einen orangenen Rucksack auf dem Pfad sehen, das konnte nur Sarah, die deutsche Wanderin sein. Wir haben Sarah nach und nach eingeholt und sind dann zusammen gelaufen und haben geredet. Kurz bevor wir die Schotterstraße erreichten, auf der wir bis Tekapo laufen würden, haben wir noch eine Mittagsrast eingelegt.

Auf der Straße angenommen ist Sarah auch gleich auf der Straße weiter, und wir haben überlegt was wir machen. Am See Campen oder nach Tekapo auf den Campingplatz für eine Nacht. Aufgrund meines Sonnenbrands habe ich dafür argumentiert nach Tekapo zu gehen um mehr Schatten zu haben. So fiel dann auch die Entscheidung.

Also haben wir uns auch auf den Weg gemacht die Straße entlang zu laufen. Nach relativ kurzer Zeit kam ein Auto und ich habe den Daumen raus gehalten. Die haben und auch gleich mitgenommen, und dann sogar auch Sarah noch aufgegabelt. Das Ehepaar hat und direkt zum Campingplatz gefahren, was natürlich super war.

Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten ist Markus noch auf den Berg mit dem Observatorium gelaufen während ich geduscht und entspannt habe.

Am Abend sind wir dann zum Abendessen in die Küche und danach noch in den TV Raum zum das Handy zu laden.

Ein schöner, heißer Tag mit einer einfachen Wanderung mit schönen Blicken auf den See.

Von der Camp Stream Hut km 2389 zum Stag Saddle km 2379 und wieder zurück zur Camp Stream Hut km 2389 – Wandertag 89, 20 km – 03.02.18

Die Nacht war kühl aber nicht zu kalt und wir haben gut geschlafen. Wir haben es ganz gemütlich angehen lassen, und beobachtet wie alle anderen nach und nach die Hütte verlassen hatten.

Zum Frühstück gab es Wraps mit Nutella und Erdnussbutter – Mal was anderes.

Um 7:45 Uhr haben wir uns dann auf den Weg gemacht auf den Stag Saddle, den höchsten Punkt des Trails (1925m) zu erklimmen. Für uns waren das rd. 700 Höhenmeter.

Der Weg führte uns zuerst über einen 4-Wheel-Drive-Track und durch einen Fluss. Was bei einer gefühlten Temperatur von 5C° dazu führt, dass man eiskalte Füße hat und diese auch nicht so schnell wieder warm bekommt.

Von dem 4-Wheel-Drive-Track mussten wir uns dann einen Weg auf den Grat suchen. Oben auf den Grat angekommen gab es einen Marker und einen vagen Pfad. Je weiter man nach oben kam desto besser wurde der Pfad.

Beim hoch laufen waren die Wolken noch sehr tief und es regnete hin und wieder leicht. Die Sicht war gleich Null.

Da der Weg angenehm zu laufen war ging der Aufstieg gut voran und nach und nach konnte man erste kleine Blicke links und rechts des Grates erhaschen.

Kurz vor den finalen Aufstieg auf den Beuzenberg Peak, den wir nicht besteigen wollten, mussten wir uns einen Weg zum Sattel über Steinfelder suchen. Das hat, vor allem auf den noch übrigen kleinen Schneefeldern, Spaß gemacht.

Als wir den Sattel erreichten war gerade eine andere Hikern angekommen und hat den Handy-Empfang am Sattel ausgenutzt. Während wir noch Bilder gemacht haben kamen noch zwei Hiker, dir in der gleichen Hütte waren wie wir letzte Nacht. Die beiden hatten den Abzweig zum Sattel verpasst und waren auf den Beuzenberg Peak oben.

Leider war es auf den Sattel sehr kalt und so haben wir uns auch gleich wieder auf den Weg nach unten gemacht.

Kaum dass wir wieder den Grat erreicht hatten konnten wir das erste Mal bis ins Tal sehen. Die Aussicht wurde immer besser und die Sonne kam raus. Was für ein Ausblick – ein türkis-blauer See (Lake Tekapo), blauer Himmel und Berge. Fantastisch

In einer leicht Wind geschützten Ecke haben wir eine Pause eingelegt und unsere nassen Schuhe und Socken ausgezogen, ein paar Nüsse und getrocknete Blaubeeren gegessen und trockene Socken angezogen. Das hat schon sehr viel geholfen, damit das frieren weniger wurde.

Mit jedem Schritt in der Sonne würde es wärmer und angenehmer. Der Weg runter war so einfach wie der Weg hoch. Einziger Wehmutstropfen war, das wir kurz vor der Hütte nochmal durch einen Fluss mussten. Aber egal inzwischen war es ja warm und sonnig.

Wieder in der Hütte haben wir uns umorganisiert, sind in die Hütte gezogen und haben was warmes gegessen.

Kurz nach uns kann die deutsche Hikerin an, dann noch drei weitere TA Hiker und drei Neuseeländer. Später kam dann noch eine größere Gruppe, die aber weiter gelaufen sind.

Wir lagen den Nachmittag in der Sonne haben relaxed und viel gegessen. Und ich habe einen deftigen Sonnenbrand im Gesicht bekommen.

Ein super Wandertag mit einfacher aber genialer Wanderung und von kaltem bis warmem Wetter. Genial.