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Von der Mavora Lakes Campsite km 2762 bis zur Lower Princhester Hut km 2813 – Wandertag 104, 51 km (gelaufen ca. 20 km) – 22.02.18

Heute hatten wir die bisher kälteste Nacht im Zelt. Aber noch so dass es angenehm warm im Schlafsack war. Wir haben gut geschlafen und sind um ca. 8 Uhr losgegangen.

Das Wetter zeigte sich schon von einer besseren Seite wie gestern. Die ersten blauen Flecken am Himmel waren zu sehen. Die Berge waren zwar zumeist noch in Wolken aber auch teils im Sonnenschein. Mit den schneebedeckten Bergrücken und den See im Vordergrund ein herrliches Panorama.

Nur kalt war es noch. Mit Handschuhen und Mütze und langen Shirts ging es los auf einem sehr schönen Waldweg. Zunächst über eine Hängebrücke unterhalb des Northern Mavora Lake über den Verbindungsfluss zum Southern Mavora Lake.

Dann immer im Wald am Ufer des Sees entlang bis zur nächsten Hängebrücke, die wir aber nicht überquerten. Für uns ging es am Mararora River entlang weiter im Wald. Nach rd. 14 km kamen wir an eine dritte Hängebrücke. Diese muss man überqueren wenn der Fluss zu viel Wasser zum Furten hat.

An der Brücke haben wir im Sonnenschein unsere Mittagspause gemacht und überlegt wie wir weiter gehen. Auf der linken Flussseite (die“sichere“ Seite) oder der rechten, bei der wir zu einer Hütte kämen aber morgen früh den Fluss furten müssten.

 

Da es auf der „sicheren“ Seite keine Möglichkeit zum Campen gibt und es bis zur nächsten Unterkunft ein sehr weiter Weg auf einer Schotterstraße und Highway wäre, haben wir uns an sie Schotterstraße gestellt und versucht eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Nach rd. 30 – 40 min. Wartezeit, versüßt mit Nüssen und getrockneten Pflaumen, hat uns das erste Auto, ein junger Engländer, mitgenommen.

Er hat uns am Eingang zu einer Straße abgesetzt, auf der wir nun noch 6 km bis zur nächsten Hütte, der Lower Princhester Hut, zu laufen hatten. Auf dem Weg dort hin kamen uns Ella und Ross entgegen, die eigentlich einige Tage vor uns waren. Sie sind leider vom Wasser krank geworden (wir filtern immer alles) und konnten dazu noch den nächsten Fluss nicht queren weil er zu viel Wasser hatte und dazu noch ihr Zelt unter Wasser stand und die Schlafsäcke nass waren. Daher sind die jetzt am zurück wandern um in einen Ort zu kommen. Das zeigt wie wichtig gute Ausrüstung ist.

Als wir um ca. 15 Uhr an der Hütte ankamen haben wir unser Zelt zum trocknen ausgelegt und uns soweit sortiert. Unsere Planung haben wir nochmal angeschaut, da wir jetzt einen Tag schneller sind.

Die Wanderung im Wald war sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Und wenn man die ersten Sonnenstrahlen spürt, wärmt das auch schnell die Glieder auf. Dennoch war es heute nicht so warm wie die letzten Tage mit Sonnenschein. Entweder wir sind bereits zu weit im Süden oder der Herbst fängt so langsam an sich zu zeigen.

Das Panorama ist auf jeden Fall sehr schön und die Wanderung haben wir genossen.

Von der Taipo Hut km 2735 bis zur Mavora Lakes Campsite km 2762 – Wandertag 103, 27 km – 21.02.18

Die Nacht war sehr unruhig weil wir eine Maus in der Hütte hatten und daher mitten in der Nacht die Rucksäcke gepackt und an Nägel in den Dachbalken aufgehängt haben. Danach sind wir bei den kleinsten Geräuschen immer wieder aufgewacht. Dazu hat es in der Nacht sehr stark geregnet, was den Geräuschpegel in der Hütte nicht senkte.

Daher sind wir auch eher spät aufgestanden und sind erst um 7:45 Uhr los. Es regnete immer noch aber nur noch leicht. Dennoch haben wir uns dafür entschieden die Regenhosen anzuziehen. Was auch als sehr gut erwies, denn der Regen in der Nacht hat in den Bergen über 1000m für Schnee und damit auch für sehr kühle Luft gesorgt.

So eingepackt haben wir uns auf den Weg begeben. Es ging in dem weiten Tal durch Tussock-Gras, durch Sumpf Gebiete, über felsige Hügel und durch Flüsse. Der Weg war sehr schön, wäre aber sicher noch viel schöner bei Sonnenschein.

Die Füße bzw. die Schuhe waren ja noch von gestern nass, so dass es nichts ausmachte als man das erste mal in den Bach steigen musste. Nur die Kälte war nicht so toll.

Mit einigem auf und ab auf dem Weg ging es gut voran. Nach ca. 3h und 12km waren wir an der ersten Hütte des Tages, der Boundery Hut angekommen. Von der Aufmachung war diese Hütte genau so wie die Taipo Hut gemacht.

Hier haben wir nur eine kurze Rast eingelegt und sind weiter gegangen. Von hier aus verlief der Weg auf einem 4-Wheel-Drive-Track. Das ist zwar einfach zu gehen aber lange nicht so interessant und abwechslungsreich wie die anderen Pfade. Das Tal mit den schneebedeckten Bergrücken war dennoch sehr schön und immer wieder einen Blick wert.

Leider regnete es die ganze Zeit, was der Stimmung einen Dämpfer gab. Auf den Weg haben wir einige TA Hiker und andere Wanderer getroffen und kurz geredet. Nach weiteren 6km sind wir dann zum Mittagessen an der Careys Hut angekommen. Die Pause war etwas länger aber für trockene Schuhe und Socken hat es nicht gereicht.

Die letzten 10 km heute verliefen entlang des Northern Mavora Lake immer auf dem 4-Wheel-Drive-Track. Erst kurz vor Erreichen der Campsite verlief der Weg im Wald und am Strand (Kies) des Sees, was den Weg wieder viel schöner machte.

Die Campsite ist riesig und solange Markus den Zettel mit der Gebühr ausgefüllt und eingeworfen hat, habe ich nach einem Zeltplatz geschaut.

Das Zelt war dann rasch aufgestellt und wir haben uns organisiert und trockene Sachen angezogen um dann ein wenig im Zelt im Schlafsack zu liegen und warm zu werden

Ansonsten gab es nur noch Abendessen und dann sind wir erschöpft ins Bett gefallen.

Mal wieder ein längerer Wandertag mit teilweise schönen aber sehr nassen Wegen und Regen. Wir hatten schon deutlich schöner Wandertage.

Von Kinloch über die Greenstone Station km 2711 zur Taipo Hut km 2735 – Wandertag 102, 24 km, 20.02.18

Die Nacht war gut und wir konnten einigermaßen ausschlafen.

Nur den Transport für die rund 12 km von Kinloch bis zum Start des Tracks bei der Greenstone Station mussten wir noch organisieren. Deshalb sind wir um 8 Uhr ins Restaurant und haben einen Kaffee getrunken.

Währenddessen haben wir die anwesenden Leute in Gespräche verwickelt und so versucht herauszufinden wohin diese gehen und ob sie uns zum Start des Tracks fahren würden. Glücklicherweise hat gleich das zweite Paar uns angeboten, dass sie uns mitnehmen und so waren wir um ca. 9:30 Uhr am Start und konnten unsere Wanderung auf dem Te Araroa fortsetzen. Alternativ hätten wir bis 11:30 Uhr warten müssen, um mit einem Transport der Lodge fahren zu können.

Der erste Teil des Track lief auf dem Greenstone Track, dies ist ein viel begangener und bekannter Weg. Diesem Weg folgten wir 14 km. Es war ein schöner, breiter, ausgetretener Weg durch einen Buchenwald und über Farmland. Zudem führte der Weg erst am Caples River entlang und querte diesem dann über eine Hängebrücke. Danach ging es entlang des Greenstone Rivers weiter. Bis wir zur Mittagszeit an der Greenstone Hut ankamen.

In der Hütte haben wir unsere Mittagpause gemacht und ich habe versucht meine nassen und kalten Füße zu trocknen und zu wärmen. Das trockenen hat funktioniert aber nur die Füße, die Schuhe und Socken waren nach der Pause noch komplett nass.

Von der Hütte gingen wir dann auf dem Mavora Walkway weiter. Die Zeitangabe von 4-5 h für 10 km verhieß dass der Weg schwieriger wird und damit langsamer. So war es auch, der Weg wurde schmaler, stieg an und wurde technisch (viele Steine, Wurzeln, Matsch, umgefallenen Bäume, …) anspruchsvoller. Aber es war immer noch ein schöner Weg der viel Spaß zu gehen macht.

Auch dieser Weg führte zu Beginn hauptsächlich durch Wald, ging später aber auch durch eine Art Heide-Landschaft mit vielen Büschen und später durch ein weites Tal mit hohem Tussock-Gras. Welches sich mit Moos-Feldern abwechslte. Sehr unterschiedlich von der Landschaft, sorgte aber auch dafür dass die Füße und Schuhe stetig Wasser Nachschub bekamen und immer kälter wurden. In dieser Landschaft wurde auch ein Teil von Herr der Ringe gedreht.

Leider setzte zu den nassen Füßen in dem weiten Tal dann auch noch leichter Regen ein. Was den Tag nicht wärmer machte.

Aber immerhin waren wir nach drei anstatt nach den genannten 4-5h bereits an unserem Ziel, der Taipo Hut, angekommen.

Dort haben wir uns mit den beiden bereits anwesenden Wanderern unterhalten und haben versucht und aufzuwärmen. Mit Tee und anderen heißen Getränken und im Schlafsack liegend. So haben wir uns den restlichen Nachmittag und den Abend mit lesen und ausruhen verbracht.

Ein sehr schöner Wandertag mit schönen Wegen, viel Abwechslung, etwas Regen und viel Wolken.

Von Lake Hayes km 2693 über Queenstown km 2711 nach Kinloch – Wandertag 101, 18 km (gelaufen 0 km) – 19.02.18

Heute steht der Weg von Lake Hayes nach Queenstown an. Ein Verbindungsweg zum Track-Ende. Mit Weiterfahrt nach Kinloch zur Unterkunft und zum nächsten Track-Anfang an Greenstone Car Park.

Der Part zwischen Queenstown und dem Greenstone Track ist offiziell kein Teil des Trails und man muss schauen wie man um den See herum oder über den See zum nächsten Track kommt.

Wir sind heute um kurz nach 7 Uhr aufgestanden, haben unser restliches Brot gefrühstückt und aufgrund des anhaltenden Regens beschlossen mit dem Bus zum Einkaufen zu fahren.

Mit vielen Kindern und den internationalen Bewohnern von Lake Hayes sind wir nach Frankton, einem Vorort von Queenstown, gefahren und haben dort in einem großen Supermarkt für den nächsten Abschnitt eingekauft.

Mit Essensvorräten für 10 Tage im Gepäck sind wir dann weiter im Regen und wieder mit den Bus nach Queenstown gefahren.

Der Ort ist überfüllt mit Touristen und ist eigentlich nur eine Stadt in der man Hotels findet und diverse Outdoor-Aktivitäten, wie z. B. Bubgyjumping, Fallschirmspringen, Jetboat-Fahrten usw. buchen kann. Ansonsten gibt einige Restaurants und Kleidungsgeschäfte. Schön ist anders. Für uns zumindest.

Wir waren auf jeden Fall nicht begeistert und damit ziemlich froh, das wir nicht allzu lange in Queenstown bleiben mussten. Vielleicht lag es aber auch am Regen.

Auf jeden Fall haben wir unsere Zeit hier in Kaffees verbracht und Köstlichkeiten wie Crepes und heiße Schokolade bei Patagonia Choclates zu uns genommen.

In einem Outdoor-Laden habe ich dann noch ein neues Regen-Cover für meinen Rucksack gekauft, was hoffentlich auch wasserdicht ist.

Beim herum Stöbern in nächsten Outdoor-Laden haben wir Yally, den israelischen Hiker, den wir von der Nordinsel kannten, wieder getroffen. Das war sehr interessant.

Dann fuhr allerdings unser Shuttle nach Kinloch und wir haben uns wieder verabschiedet. Die Fahrt dauerte ca. 1,5 h bis wir in Kinloch ankamen. In der Lodge haben wir unser Zimmer im Hostel bezogen. Ich habe gelesen und Markus hat bei einem Bier an der Bar (für 10$) versucht für morgen eine Mitfahrgelegenheit zum Ausgangspunkt des nächsten Tracks zu organisieren. Leider ohne Erfolg. Mal sehen, ob sich beim Abendessen was ergibt.

Ich habe mir die Zeit mit lesen vertrieben. In Summe also ein sehr laufarmer Tag, den man kaum als Wandertag bezeichnen kann, aber als solcher gezählt wird.

Vom Holiday Park Arrowtown km 2682 bis zur Unterkunft am Lake Hayes km 2693 -Wandertag 💯, 11 km – 18.02.18

Nach einer unruhigen Nacht auf dem Campingplatz sind wir erst sehr spät in unseren 100sten Wandertag gestartet.

Heute hatten wir einen kurzen Tag geplant, nur 11 km, da es in Queenstown keine bezahlbaren Unterkünfte gab. Aus diesen Grund übernachten wir heute in Lake Hayes Estate in einem AirBnB.

Den Vormittag in Arrowtown haben wir mit einem super leckeren Frühstück im Café Provisions verbracht. Es gab Pancakes, Zimtbrötchen, Bruschetta mit Avocado, Schinken und poschierten Eiern. Und natürlich Kaffee. Vom Café sind wir auf den Farmers Markt und haben uns die lokalen Produkte angeschaut. Und natürlich auch etwas gekauft. Diesmal war es ein leckeres Brot und guten Gruyere Käse. Beides ist nicht einfach in Neuseeland zu bekommen.

Von dort aus ging es noch zum Supermarkt um eine Wurst (Salami) zu kaufen. Mit diesen Leckereien im Gepäck haben wir uns dann auf den Weg nach Lake Hayes gemacht.

Der Weg war hauptsächlich ein Radweg und war entweder geschottert oder geteert. Er führte durch eine Wohnanlage mit Golfclub und entlang des Lake Hayes. Nach 11 km waren wir angekommen.

Wir haben unsere Wäsche gewaschen und aufgehängt und eine heiße Dusche genossen.

Um ca. 17 Uhr haben wir das halbe Brot mit Wurst und Käse genossen und die trockene Wäsche von der Leine geholt.

Später haben wir noch einen Spaziergang zum lokalen Restaurant gemacht und ein gutes Abendessen genossen. Heute gab es für mich einen Salat mit Brokkoli, Artischocken und gegrilltem Lachs und Markus hatte zwei kleine Pizzen.

Ein schöner und sehr gemächlicher 100ster Wandertag mit viel Sonnenschein, einzelnen Wolken und einigen Leckereien.

Von der Roses Hut km 2660 bis zum Holiday Park Arrowtown km 2682 – Wandertag 99, 22 km (gelaufen 12 km) – 17.02.18

Da wir die Hütte für uns alleine hatten, hatten wir eine ruhige Nacht. Nur das Possum, welches versucht hat rein zu kommen, hat den Schlaf gestört.

Erst um 7 Uhr oder so, sind wir aufgewacht und haben überlegt was wir heute machen. Das Wetter war sehr bewölkt und sah nach Regen aus. Welcher dann auch kurz danach eingesetzt hat.

Nach einem Frühstück mit Wraps und heißer Schokolade haben wir uns entschlossen loslaufen. Ziel sollte Macetown sein, ein verlassener Goldgräber Ort.

Beim loslaufen haben wir einen kurzen Moment erwischt, wo der Regen nur ganz wenig war. Das hat nur leider nicht lange gehalten und dann hat es richtig geregnet.

Der Weg war wieder sehr gut und technisch einfach. Es ging erstmal auf den Roses Saddle auf 1270m hoch, um dann gemächlich zum Arrow River wieder abzusteigen.

Der Regen hat den Weg schnell in einen rutschigen Pfad verwandelt. Aber alles noch gut machbar.

Auf dem Sattel waren wir dann schon völlig durchnässt aber wir haben auch schon die ersten Sonnenstrahlen gesehen und dazu auch noch einen schönen Regenbogen.

Durch Tussock-Gras und Dornen-Büsche sind wir dann zum Arrow River gekommen. Am Fluss konnten wir uns entscheiden entweder am/im Fluss weiter zu gehen, oder auf einen Pfad oberhalb des Flusses. Zuerst haben wir uns für den Pfad oberhalb des Flusses entschieden, sind aber kurz danach doch zum Fluss abgestiegen.

Hier gab es zwar keinen definierten Weg, aber es war viel schöner im oder am Bachbett entlang zu laufen. Inzwischen hat die Sonne auch die Oberhand gewonnen und der Regen hat aufgehört.

Wir haben uns unseren Weg entlang des Flusses gesucht, dabei gefühlte hunderte Male diesen durchquert. Auf einem trockenen Bachbett haben wir eine kurze Pause gemacht und versucht und ein klein wenig zu trocknen.

Um 12:30 Uhr sind wir dann endlich in Macetown, einem historischen Goldgräber Relikt, angekommen. Hier haben wir unsere Sachen zum trocknen über die Schautafeln gehängt, und uns in die Sonne gelegt.

Zum Zelten hier hatten wir nicht wirklich Lust. Aber weiter zu laufen war mit den Muskelschmerzen von Markus auch keine Option.

Kurz bevor wir schon aufgeben und das Zelt aufstellen wollten, haben wir dann noch eine Mitfahrgelegenheit nach Arrowtown bekommen.

Das war eine besondere Erfahrung, den so konnten wir in einem Allrad-Wagen einen schönen 4-Wheel-Drive-Track erleben. Mit Furten und allem drum und dran. Das hat viel Spaß gemacht, aber fahren wöllte ich das nicht.

In Arrowtown angekommen haben wir geschaut, ob es noch eine Unterkunft gibt, aber das einzig Freie war ein Zeltplatz auf den Campingplatz. Den haben wir natürlich genommen. Das Zelt war schnell aufgestellt und dann war es nach einer Dusche auch schon Zeit fürs Abendessen.

Arrowtown ist eine historisch wieder aufgebaute Goldgräber Stadt, was einen besonderen Charme hat und viele Touristen anlockt.

Zum Abendessen waren wir in einem spanischen Restaurant und haben uns Tapas schmecken lassen. Aller erste Qualität. Sehr lecker.

Ein interessanter Wandertag, der schöne Aussichten und eine fantastische Schlucht, starken Regen aber auch sehr viel Sonnenschein zu bieten hatte. Sehr cool.

Von der Fern Burn Hut km 2644 bis zur Roses Hut km 2660 – Wandertag 98, 16 km – 16.02.18

Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Beim Toilettengang in der Nacht konnte man den Sternenhimmel bewundern. Es ist grandios was man ohne störende Lichtquellen, wie Straßenlaternen, alles sehen kann.

Nach dem ersten Aufwachen haben wir uns nochmal umgedreht. Um kurz vor 7 Uhr sind wir dann los. Heute stand auf dem Plan zur übernächsten Hütte, der Roses Hut, zu gehen. Da die Beschreibungen von dem fordernsten und anspruchsvollsten Abschnitt sprachen und die Zeitangabe 10-11 Stunden war, wollten wir früh starten.

Gleich zum Start ging es einen sehr steilen Anstieg hoch, und wir kamen trotz der frühen Stunde schnell ins schwitzen. Der Weg war gut markiert und ausgetreten, so dass man diesen nicht verfehlen konnte.

Es ging stetig bergan. Von der Fern Burn Hut (740m) bis zum Jack Hall’s Saddle (1275m). Der Weg führte mal durch Tussock-Gras, mal durch Büsche und mal über felsigen Untergrund. Die Wanderung war abwechslungsreich und anstrengend.

Vom Jack Hall’s Saddle ging es dann wieder bergab. Er führte uns auf steilen Pfaden aber technisch einfachen Wegen zur nächsten Hütte, der Highland Creek Hut (850m). Dort haben wir eine kurze Rast für einen Müsliriegel und Nüsse eingelegt.

Von der Highland Creek Hut ging es wieder stetig und steil bergauf bis wir bei rd. 1240m waren. Auf dieser Anhöhe hätte man sehr schöne Blicke, vor allem auf den noch vor uns liegenden Weg. Der uns wieder steil bergab führte, um einen kleinen Bach ohne Namen auf 790m zu queren.

An diesem haben wir nochmal eine kurze Pause gemacht, unsere Wasservorräte aufgefüllt und noch einen Müsliriegel gegessen, bevor wir uns an den letzten Aufstieg für heute machten.

Auch dieser Aufstieg ging durch hohes Tussock-Gras, Büsche, normales Gras, Felsen, etc. Oben angekommen, was auf ca. 1200m war, hatte man einen fantastischen Blick zurück auf den Lake Wanaka. Solche Ausblicke lassen einen die vielen Schweißperlen und die Muskelkrämpfe nachts vergessen.

Nach ein paar hundert Metern weiter auf dem Track konnte man in der Ferne bereits die Roses Hut sehen. Bis zur Hütte trennten uns nur rd. 3 km und 450 Höhenmeter.

Bevor wir zur Hütte kamen mussten wir noch einen Bach queren, was wir ohne nasse Füße zu bekommen geschafft haben und ein paar Schafe vertreiben.

In der Hütte waren wir erst mal alleine und konnten unsere Shirts usw. auswaschen und zum trocknen ausbreiten.

Da wir bereits nach ca. 7h, gegen 14:20 Uhr, angekommen sind haben wir noch unser Mittagessen gegessen und es uns bequem gemacht.

Ein schöner Tag mit Sonne-Wolken-Mix und viel Wind. Grandiose Aussichten und technisch einfache Wege aber keine Schotterstraßen. So lässt sich das Wanderleben genießen.

Von Wanaka km 2620 zur Fern Burn Hut km 2644 – Wandertag 97, 24 km – 15.02.18

Nach zwei Ruhetagen sollte es heute wieder auf den Trail gehen, aber zuvor hatten wir noch ein leckeres Frühstück mit Porridge, Toast, Kaffee und Milch.

Um 8:00 Uhr konnten wir uns dann einigermaßen motivieren los zu laufen.

Die ersten 14 km ging es entlang des Ufers des Lake Wanaka. Der Weg war ein Rad- und Fußweg. Sehr schön angelegt und einfach zu gehen.

Je weiter wir uns von Wanaka in westlicher Richtung entfernt haben desto rauer wurde die Uferlinie. Aber der Weg war durchgängig gut gepflegt und einfach zu gehen. Zu Beginn des Weges haben wir noch viele Läufer gesehen, die für die Wanaka Challenge, einen Triathlon am 17.02.18, trainierten. Später trafen wir nur noch ganz vereinzelt jemanden auf dem Weg.

Das Wetter war sonnig aber mit böigem Wind. Nach rund 14 km haben wir den Campingplatz Glendhu Bay erreicht. Von hier aus ging es 2,5 km auf einer Schotterstraße zu einem Parkplatz und damit auch zum Anfang des nächsten Tracks, dem Motatapu Alpine Track.

Auf dem Weg dort hin, haben wir noch eine Pause eingelegt und zu Mittag gegessen. Während wir Pause machten lief Chris, ebenfalls TA Hiker, vorbei.

Der Track starte mit Farmland, was nicht allzu spannend war, wurde aber direkt nach Verlassen des Farmlands ein sehr schöner Track. Es ging durch den Wald und entlang eines Baches, dem Fern Burn.

Dort trafen wir Chris bei einer Pause wieder und einen älteren Herrn mit seinem Sohn und dessen Freundin. Mit denen haben wir uns ein wenig unterhalten, zumeist auf Deutsch, da der Herr sehr gut Deutsch sprach.

Der weitere Weg war dann deutlich anspruchsvoller, sowohl technisch als auch von den Aufstiegen, als wir uns das vorgestellt hatten. Uns war klar, das wir noch 400 Höhenmeter auf rd. 7 km Strecke zu machen hatten, aber dass der Weg kreuz und quer, steil hoch und runter ging, dass hatten wir nicht gedacht. Dennoch war der Weg und die Umgebung sehr schön.

So überrascht kamen wir dennoch recht gut voran und waren um 14:30 Uhr an unserem heutigen Ziel der Fern Burn Hut angekommen. Chris war schon da, ist später aber zur nächsten Hütte weiter gegangen.

In der Hütte habe ich dann, wie so oft erst Mal alles gefegt und ein wenig sauber gemacht. Markus hat gleich Wasser gefiltert und dann sind wir zum gemütlichen Teil über gegangen.

Um ca. 16 Uhr sind noch ein Vater mit seiner Tochter aus Christchurch angekommen und um rd. 17 Uhr kamen nochmal zwei hier an.

Wir haben unsere Chips, die wir in Wanaka nicht gegessen hatten, gegessen und auf der Veranda der Hütte in der Sonne gesessen. Natürlich darauf wartend dass es endlich Zeit für das Abendessen wird und wir wieder essen dürfen.

Ein schöner Wandertag, der mit wenig Motivation begann aber mit schönen wegen und toller Landschaft überzeugt hat.

Wanaka – Ruhetag 2 – 14.02.18

Wir haben ausgeschlafen und haben es genossen heute nicht laufen zu müssen. Dennoch wollte ich mich bewegen und bin daher eine kleine Runde joggen gegangen.

Auf der Joggingrunde kamen mir ein deutscher Hiker (Name habe ich leider vergessen) und Dora entgegen, die sich wieder auf den Trail begeben haben.

Nach 45 min. war ich wieder zurück. Es hat sehr gut getan Mal wieder zu joggen, das ist ganz anders als wandern. Und entlang des Seeufers war es sehr schön.

Nach einer ausgiebigen Dusche gab es Frühstück mit Brot und danach noch eine Portion Porridge.

Für den nächsten und damit fast letzten Abschnitt haben wir unsere Rucksäcke und die Bouncebox sortiert und gepackt, um die Bouncebox dann im Ort zur Post zu bringen und nach Invercargill zu senden. Das wird auch die letzte Station der Bouncebox sein.

Von der Post ging es wieder durch den Ort zur bekannten Choclaterie, Patagonia choclates. Hier gab es süße Köstlichkeiten und danach noch sehr leckeres Eis, welches wir auf dem Rückweg zur Unterkunft gegessen haben.

In der Unterkunft haben wir dann begonnen zu planen was wir nach der Wanderung machen. Sehr seltsames Gefühl. Aber so langsam geht es auf das Ende der Wanderung zu.

Zum Abendessen gab es heute gegrilltes Lamm mit Ofen-Kartoffeln, Sourcream und Knoblauchbrot. Und zum Nachtisch nochmal Obstsalat mit Joghurt.

Auch den zweiten Ruhetag haben wir bei viel Sonne sehr genossen. Sowohl kulinarisch wie auch körperlich. In den zwei Tagen haben wir Wanaka zu schätzen gelernt. Ein sehr schöner Ort mit viel toller Landschaft aber auch mit viel kulinarischen Highlights.

Wanaka – Ruhetag 1 – 13.02.18

Ich konnte trotz des großen Bettes nicht schlafen und so habe ich mir die Zeit mit dem Handy vertrieben. Irgend wann habe ich dann doch noch geschlafen.

Wir haben auf jeden Fall ausgeschlafen und den Vormittag damit verbracht unsere Sachen zusammen zu packen um von dem Schlafzimmer in das Apartment umziehen.

Zum Frühstücken sind wir wieder in den Ort und haben es uns gut gehen lassen. Da das Frühstück nicht so viel Zeit in Anspruch nahm, dafür aber sehr lecker und zum Teil auch gesund war (Kurkuma Latte und Chia Müsli), sind wir noch ein wenig im Ort gebummelt und ich habe ein Kleid aus Merino Wolle bekommen.

Um 10:30 Uhr hat uns dann ein Taxi zum Flughafen von Wanaka gebracht, von wo aus ich einen Rundfug mit akrobatischen Einlagen erleben und dann auch selber fliegen durfte. Was für ein Wahnsinns Erlebnis. Looping, Rolle und Trudeln war dabei, das war der Hammer. Und das auch noch bei bestem Wetter. Nur leider viel zu kurz. Dafür wurde das als Film aufgenommen. Sehr cool.

Vom Flughafen ging es mit dem Taxi dann wieder zurück in den Ortskern, wo Markus sich beim Barber den Bart stutzen ließ, so dass die Lippen wieder frei sind, viel besser und hygienischer.

Im Ortskern haben wir in einem Kaffee zwei Kleinigkeiten (einen Burrito und einen Pie mit Kürbis und Linsen) geholt und am Strand des Sees gegessen. Ich habe mein neues Kleid angezogen und wir haben den Treiben auf und am See zugesehen. Zum Nachtisch gab es noch ein Eis. So lässt sich der Ruhetag in vollen Zügen genießen.

Bevor wir wieder zur Unterkunft liefen waren wir noch fürs Abendessen und für den nächsten Wander-Abschnitt einkaufen. Im Supermarkt war die Hölle los. Da wird einem erstmal wieder bewusst wie hektisch der Alltag sein kann.

Zum Abendessen haben wir uns eine große Schüssel Salat mit Feta und Knoblauchbrot gemacht. Das frische Gemüse war ein echter Leckerbissen. Und danach gab es noch einen Obstsalat mit Joghurt.

Ganz ungewöhnlich war, dass wir lange wach waren und ein wenig Fern gesehen haben. Wir sind seit langem mal wieder ins Bett nachdem es bereits draußen dunkel war.

Auf jeden Fall ein super Tag, mit genialem Erlebnissen, perfektem Wetter und leckerem Essen.