Von der Lake Ohau Lodge km 2510 bis Wild-Campen bei km 2538 – Wandertag 92, 28 km + 4 km von der Lodge zum Track – 08.02.17

Nach einer guten Nacht in einem Bett sind wir ausgeruht zum Frühstück um 7:30 Uhr, das netter Weise eine halbe Stunde früher als sonst startete. Es gab sowohl Müsli, Toast und Marmelade wie auch pochierte Eier mit Speck auf Toast, Würstchen und Tomate. Sehr lecker und ein guter Start in den Tag

Von der Lodge aus sind wir um 8 Uhr gestartet. Wir sind den Alps2ocean-Cycletrail gefolgt, der uns leicht ansteigend zum Sawyer Creek Track und damit wieder zum TA brachte. Der Cycletrack war ein Schotterweg und sehr einfach zu gehen. Nachdem der Weg dann in den Wald ging wurde der Weg pfadiger und stieg steiler an. Der Pfad führte immer entlang des Flusses und war sehr schön.

Über der Baumgrenze stieg der Pfad weiter an bis wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreichten. Bei Sonnenschein hatten wir einen tollen Blick zurück auf den See und nach vorne in ein enges Tal. Sehr schön und beeindruckend.

Der Anstieg war anstrengend aber die Mühe wert. Beim Aufsteigen haben wir eine holländische Wanderin, Dora, getroffen und überholt.

Als wir über den höchsten Punkt gegangen waren, wurden die Markierungen deutlich schlechter aber man konnte einen Trampelpfad erkennen und diesem folgen. Nach einer kurzen Strecke des Abstiegs haben wir eine Pause fürs Mittagessen eingelegt. Während der Pause kamen Dora, Sam, Cecil und Silva dazu.

Wir sind sehr bald nach dem Mittagessen weiter gegangen, da noch einige Kilometer zu laufen waren, und ggf. noch ein größerer Fluss zu furten war.

Je weiter wir abstiegen desto breiter und weiter wurde das Tal und auch der Weg wurde einfacher.

Als wir bei einer Ansiedlung von Bäumen ankamen war klar, das wir bald den Ahuriri River erreichen würden, das ist der größte und wasserreichste Fluss den wir offiziell während des Trails durchqueren müssen. Was wir uns bei den heutigen Bedingungen auch zutrauten.

Markus startete mit der Querung und hatte sich eine Stelle herausgesucht, die recht rief war, so dass das Wasser ihm bis zum Bauch ging. Als ich das sah, war klar dass ich an einer anderen Stelle rüber gehen werde. Mir ging das Wasser an einer anderen Stelle auch bis zum Bauch aber da die Strömung nicht sonderlich stark war war es kein Problem.

Nachdem die Querung geschafft war mussten wir noch einen steilen Abhang hoch und noch ein wenig laufen. Am Ende des Tracks, am Parkplatz, war ein älteres Pärchen, die den TA letztes Jahr gelaufen sind, und die heute die vorbei kommenden Hiker mit Cola, Schokolade, Äpfel, Pfirsichen usw. verwöhnten, sehr nett und sehr lecker. Wir haben uns lange unterhalten und wir haben uns bei den beiden mit einem Deutschland Armband bedankt, weil das wirklich was besonderes ist.

Allerdings war es nach der Unterhaltung auch schon 18:30 Uhr und wir mussten noch einen geeigneten Zeltplatz finden. So dass wir noch bis zu einem kleinen Bach gelaufen sind und dort das Zelt aufgestellt, gegessen und den nächsten Tag geplant haben.

Ein sehr schöner Wandertag sowohl von den Wegen wie auch vom Wetter und den Ausblicken. Da konnte selbst der leichte Regen am Abend nichts mehr ändern. Und die Überraschung des älteren Pärchens war natürlich genial.

Von Lake Tekapo km 2423 bis zur Lake Ohau Lodge km 2510 – Wandertag 91, 87 km + 3 km zur Lodge – 07.02.18

Der Wecker klingelte heute morgen um 5:30 Uhr, weil wir unseren Radel-Tag früh beginnen wollten, aber wir waren beide noch zu müde und sind noch eine Weile liegen geblieben.

Als wir dann aufgestanden sind, haben wir unsere Sachen gepackt und unser Frühstück mit Spiegeleiern, Speck und Toasties genossen. Vor allem das Glas Milch war ein fantastischer Abschluss des Frühstücks. Parallel haben wir noch Sandwiches mit Salami, Käse, Gurke und Paprika gemacht für unterwegs.

So gewappnet und gestärkt ging es dann auf die Räder. Erst auf Schotterpiste bis zur Stromstation und dem Tekapo Canal. Diesen sind wir mal auf geteerter Straße mal auf Schotter 29 km gefolgt. Wir hatten immer den Kanal auf der rechten Seite und links von uns verlief der Tekapo River.

Die Farbe des Kanal-Wassers war ein helles Türkis und sehr schön. Und die Umgebung ist von Bergen gesäumt, eine schöne Szenerie. Aber wir waren sehr froh, das wir Räder hatten und diese Strecke nicht laufen mussten.

Auf diesem Teil der Strecke haben wir auch Silvio aus Dresden kennengelernt. Er läuft die Strecke. Vielleicht sehen wir ihn mal wieder.

Interessant waren die Lachs-Zucht-Farmen im Kanal. Angeblich kommen die Farmen aufgrund der guten Wasserqualität ohne Antibiotika aus. Die Fische werden von Hand gefüttert.

Vom Tekapo Kanal ging es weiter zum Lake Pukaki. Leider waren über den See Wolken. Bis dahin hatten wir Sonnenschein und blauen Himmel, aber es war noch sehr kühl (6°C). Die Wolken machten es noch kühler aber es war noch erträglich. Der Weg führte am Lake Pukaki entlang bis zu einer Information an Seeende mit Café und Lachsverkauf von der Lachs-Farm.

Dort haben wir eine längere Pause eingelegt und das noch kräftiger türkise Wasser des Sees bewundert. Unsere Sandwiches haben wir dort auch gegessen und wir hatten gehofft einen Blick auf Mt. Cook erhaschen zu können, aber er war noch in Wolken.

Als die Sonne raus kam sind wir weiter geradelt. Von dort ging es am nächsten Kanal dem Pukaki Kanal weiter bis wir am Lake Ohau ankamen. Da hatten wir dann schon rd. 70 km in den Beinen.

Inzwischen war es auch so warm geworden dass wir wieder im T-Shirt fahren konnten.

Immer am See entlang ging es auf Schotter, einem ausgewiesenen Radweg Namens Alps2ocean, bis zu unserer heutigen Unterkunft, der Lake Ohau Lodge.

Als wir ankamen, waren unsere Rucksäcke noch nicht da, aber unser Zimmer war schon bereit.

Die Dusche war schön und vor allem war es angenehm nicht mehr auf den Sattel des Rades sitzen zu müssen. Ohne Radhose und ohne Übung ist das ganz schön schmerzhaft mit der Zeit.

Um 16 Uhr haben wir uns in die Hot Pots (heiße Pools) gesetzt und das warme Wasser und die Aussicht auf den See genossen. Und dann haben wir noch einen Aperitif genommen und das 3-Gänge-Menü zu uns genommen. Was für ein Luxus.

Beim Abendessen wurden wir an einem Tisch mit vier anderen Personen gesetzt. Wir hatten ein Pärchen am Tisch, die aus Singapur kamen und zwei Brüder (Alec, wohnhaft in Christchurch und Ian, der in England lebt). Wir haben uns während des wirklich guten Essens nett unterhalten. Und als wir uns zum schlafen verabschiedeten, hat uns Alec noch seine Adresse und Telefonnummer gegeben und uns nach Christchurch zum Essen und übernachten eingeladen. Sehr cool.

Ein schöner Tag auf dem Rad. Mit viel Sonne, türkis farbenem Wasser und mit spektakulärem Bergpanorama. Fantastisch.

Tekapo – Ruhetag 2 – 06.02.18

Wir haben beide nicht so gut geschlafen, aber ein Bett ist dennoch angenehmer als das Zelt.

Das Frühstück heute war sehr lecker, wir hatten ein sehr gutes Vollkorn Toastbrot, Rührei mit Paprika, Chili-Pfad und Speck. Draußen schreibt die Sonne und es sind kaum Wolken am Himmel. So kann der Tag starten.

Heute haben wir unsere Fahrräder für den Radel-Tag morgen bekommen, so dass wir alles gut einstellen und ausprobieren konnten.

Zudem haben wir die Räder genutzt und sind zum Lake Alexandrina geradelt. Wow, das waren nur 15 km, zum Teil auf Schotterstraße, und das war schon ziemlich anstrengend. Vor allem die Abschnitte auf der Schotterstraße, die wir ein Waschbrett sind, da wird man so richtig durchgeschüttelt. Ich hoffe dass wird morgen nicht so.

Beim bloggen heute, habe ich mit Entsetzen festgestellt, das die SD-Karte defekt ist und ich auf keines der ca. 6000 Bilder mehr zugreifen kann, sondern das die Karte formatiert werden muss. Das hatten wir Zuhause schon mal und konnten die Bilder wieder herstellen. Also werden wir das, wenn wir Ende März zurück sind, wieder versuchen. Zum Glück hat uns die Verwalterin des Hostels eine neue SD-Karte geschenkt, so dass wir die bisherige einpacken und gut verstauen konnten.

Bis zum Abendessen haben wir die Anlage des Hostels genutzt und sind im Garten im Schatten gelegen.

Zum Abendessen haben wir asiatisch gekocht. mit viel Gemüse, weil wir das so selten bekommen. Dann haben wir noch unsere Sachen gepackt und für die Radtour morgen bereit gelegt.

Ein schöner Ruhetag mit viel Sonne und Erholung.

Tekapo – Ruhetag 1 – 05.02.18

Heute haben wir ausgeschlafen und den Vormittag genossen. Auch heute gab es Wraps zum Frühstück, damit wir unsere Vorräte aufbrauchen. Denn heute bekommen wir unsere nächste Essensbox.

Nach dem Frühstück haben wir langsam zusammengepackt und haben uns von Sarah, die heute weiter radelt, verabschiedet.

Um ca. 9:30 Uhr haben wir uns mit den Rucksäcken auf den kurzen Weg in den Ort begeben und sind zu einem zweiten Frühstück in ein Café eingekehrt. Eine sehr gute Wahl. Markus hatte Pancakes mit Banane und Speck und ich eine Zimtrolle. Und endlich mal wieder einen richtig guten Kaffee. Sehr lecker.

Mit kugelrunden Bäuchen sind wir dann zu unserer Unterkunft, den Tailor Made Backpackers, gegangen. Dort haben wir die Rucksäcke abgestellt und haben uns auf den Rundgang durch den Ort gemacht. Die „Ladenstraße“ umfasst ca. 10 Gebäude mit Restaurants, Souvenierläden und Veranstaltern von Rundflügen oder Jetboat-Fahrten. Dann gibt es noch eine Fußgängerbrücke, eine Kirche und eine Statue von einem Hund, einem Collie.

Von dort aus haben wir noch den Planeten-Walk gemacht. Damit war der Rundgang beendet.

Zurück im Hostel, konnten wir unser Zimmer beziehen und haben unsere Essensbox bekommen.

Jetzt steht nur noch einkaufen für das morgige und übermorgige Frühstück an, und ein wenig vorschlafen. Denn heute Nacht haben wir eine Tour zum Observatorium gebucht, bei der wir hoffentlich ganz viele Sterne sehen werden.

Vor der Sternentour waren wir noch lecker in einem japanischen Restaurant essen. Es war sehr voll und das Ambiente war nicht so richtig einladend. Aber das Essen war sehr lecker und dazu noch eine große Portion. Von dort aus ging es zurück ins Hostel und ins Bett.

Der Wecker klingelte um 23 Uhr, wir zogen uns an und liefen zur Station des Observatoriums. Als wir an der Station waren, von welcher die Tour starten sollte, wurde die Tour aufgrund des starken Windes abgesagt. Nach einigem Überlegen haben wir uns entschieden auf die Tour zwei Stunden später umzubuchen. Aber leider fiel auch diese aus, weil es auf dem Berg des Observatoriums, Mt. John, zu gefährlich war und alle, lauch die Guides, wieder runter mussten. Wir kommen auf den Rückweg auf jeden Fall nochmal vorbei.

Ein gemütlicher Tag mit Sonne und viel Wind. Und leider keiner Sternentour.

Und leider keine Bilder, da die SD-Karte defekt ist und ich aktuell nicht auf die Bilder zugreifen kann.

Von der Camp Stream Hut km 2389 zum Tekapo Holiday Park km 2423 – Wandertag 90, 34 km (gelaufen ca. 20 km) – 04.02.18

Die Nacht war aufgrund meines ziemlich heftigen Sonnenbrands im Gesicht etwas unruhig. Aber um 7:15 Uhr waren wir auf dem Weg nach Tekapo.

Der Weg, zumindest die ersten 5km, war uns ja vom hochlaufen schon bekannt. Nichts desto trotz waren uns einige Stellen nicht mehr ganz im Gedächtnis.

Bis auf ein paar wenige Stellen mit Dornen-Büschen war der Weg sehr gut und angenehm zu laufen.

Nach 1,5 h waren wir wieder an der Schotterstraße von der wir vorgestern zur Hütte gelaufen sind.

Diesmal sind wir direkt auf den Richmond-Track abgebogen und sind über Farmland auf einem schmalen Pfad entlang des Lake Tekapo gelaufen. Man hätte immer wieder den Blick auf den See und gelegtlich auch eine Chance den Mt. Cook zu sehen. Das Wetter war sonnig mit ein paar wenigen Wolken, aber viel Wind.

Der Wind hat uns dazu gebracht in langärmligen Shirts zu laufen.

Nach einiger Zeit konnten wir einen orangenen Rucksack auf dem Pfad sehen, das konnte nur Sarah, die deutsche Wanderin sein. Wir haben Sarah nach und nach eingeholt und sind dann zusammen gelaufen und haben geredet. Kurz bevor wir die Schotterstraße erreichten, auf der wir bis Tekapo laufen würden, haben wir noch eine Mittagsrast eingelegt.

Auf der Straße angenommen ist Sarah auch gleich auf der Straße weiter, und wir haben überlegt was wir machen. Am See Campen oder nach Tekapo auf den Campingplatz für eine Nacht. Aufgrund meines Sonnenbrands habe ich dafür argumentiert nach Tekapo zu gehen um mehr Schatten zu haben. So fiel dann auch die Entscheidung.

Also haben wir uns auch auf den Weg gemacht die Straße entlang zu laufen. Nach relativ kurzer Zeit kam ein Auto und ich habe den Daumen raus gehalten. Die haben und auch gleich mitgenommen, und dann sogar auch Sarah noch aufgegabelt. Das Ehepaar hat und direkt zum Campingplatz gefahren, was natürlich super war.

Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten ist Markus noch auf den Berg mit dem Observatorium gelaufen während ich geduscht und entspannt habe.

Am Abend sind wir dann zum Abendessen in die Küche und danach noch in den TV Raum zum das Handy zu laden.

Ein schöner, heißer Tag mit einer einfachen Wanderung mit schönen Blicken auf den See.

Von der Camp Stream Hut km 2389 zum Stag Saddle km 2379 und wieder zurück zur Camp Stream Hut km 2389 – Wandertag 89, 20 km – 03.02.18

Die Nacht war kühl aber nicht zu kalt und wir haben gut geschlafen. Wir haben es ganz gemütlich angehen lassen, und beobachtet wie alle anderen nach und nach die Hütte verlassen hatten.

Zum Frühstück gab es Wraps mit Nutella und Erdnussbutter – Mal was anderes.

Um 7:45 Uhr haben wir uns dann auf den Weg gemacht auf den Stag Saddle, den höchsten Punkt des Trails (1925m) zu erklimmen. Für uns waren das rd. 700 Höhenmeter.

Der Weg führte uns zuerst über einen 4-Wheel-Drive-Track und durch einen Fluss. Was bei einer gefühlten Temperatur von 5C° dazu führt, dass man eiskalte Füße hat und diese auch nicht so schnell wieder warm bekommt.

Von dem 4-Wheel-Drive-Track mussten wir uns dann einen Weg auf den Grat suchen. Oben auf den Grat angekommen gab es einen Marker und einen vagen Pfad. Je weiter man nach oben kam desto besser wurde der Pfad.

Beim hoch laufen waren die Wolken noch sehr tief und es regnete hin und wieder leicht. Die Sicht war gleich Null.

Da der Weg angenehm zu laufen war ging der Aufstieg gut voran und nach und nach konnte man erste kleine Blicke links und rechts des Grates erhaschen.

Kurz vor den finalen Aufstieg auf den Beuzenberg Peak, den wir nicht besteigen wollten, mussten wir uns einen Weg zum Sattel über Steinfelder suchen. Das hat, vor allem auf den noch übrigen kleinen Schneefeldern, Spaß gemacht.

Als wir den Sattel erreichten war gerade eine andere Hikern angekommen und hat den Handy-Empfang am Sattel ausgenutzt. Während wir noch Bilder gemacht haben kamen noch zwei Hiker, dir in der gleichen Hütte waren wie wir letzte Nacht. Die beiden hatten den Abzweig zum Sattel verpasst und waren auf den Beuzenberg Peak oben.

Leider war es auf den Sattel sehr kalt und so haben wir uns auch gleich wieder auf den Weg nach unten gemacht.

Kaum dass wir wieder den Grat erreicht hatten konnten wir das erste Mal bis ins Tal sehen. Die Aussicht wurde immer besser und die Sonne kam raus. Was für ein Ausblick – ein türkis-blauer See (Lake Tekapo), blauer Himmel und Berge. Fantastisch

In einer leicht Wind geschützten Ecke haben wir eine Pause eingelegt und unsere nassen Schuhe und Socken ausgezogen, ein paar Nüsse und getrocknete Blaubeeren gegessen und trockene Socken angezogen. Das hat schon sehr viel geholfen, damit das frieren weniger wurde.

Mit jedem Schritt in der Sonne würde es wärmer und angenehmer. Der Weg runter war so einfach wie der Weg hoch. Einziger Wehmutstropfen war, das wir kurz vor der Hütte nochmal durch einen Fluss mussten. Aber egal inzwischen war es ja warm und sonnig.

Wieder in der Hütte haben wir uns umorganisiert, sind in die Hütte gezogen und haben was warmes gegessen.

Kurz nach uns kann die deutsche Hikerin an, dann noch drei weitere TA Hiker und drei Neuseeländer. Später kam dann noch eine größere Gruppe, die aber weiter gelaufen sind.

Wir lagen den Nachmittag in der Sonne haben relaxed und viel gegessen. Und ich habe einen deftigen Sonnenbrand im Gesicht bekommen.

Ein super Wandertag mit einfacher aber genialer Wanderung und von kaltem bis warmem Wetter. Genial.

Von Mount Potts Lodge über Mt. Sumer bis zur Camp Stream Hut km 2389 – Wandertag 88, 8 km – 02.02.18

Wir hatten gestern mit dem Piloten noch vereinbart, das wir uns, wenn möglich, um 8 Uhr am nächsten Tag am Flugfeld treffen.

Also sind wir entsprechend aufgestanden und waren um 8 Uhr dort. Auf dem Weg konnten wir einen Blick auf Mt. Sunday (Edoras aus Lord of the Rings) erhaschen.

Leider war das Wetter zu schlecht um zu fliegen, so dass der Pilot gar nicht erst starten konnte. Zudem hat uns ein Herr aus der Gegend mit dem Fernglas gezeigt wie viel Wasser der Fluss führt, welchen wir heute noch queren müssten, und das war sehr viel. So viel, das es nicht gefahrlos machbar ist.

Zurück in der Lodge haben wir dann entschieden Richtung Mt. Sumer zu gehen um dann vielleicht per Anhalter mitgenommen zu werden. Um dann von dort aus weiter nach Tekapo zu trampen.
Tekapo wäre auch das Ziel des nächsten Abschnitts.

Nach ca. 10 min. auf der Straße wurden wir dann auch schon mitgenommen. Die ersten 40 km bis Mt. Sumer waren damit schnell geschafft. Dort haben wir uns im Regen bei 6 C° an die Straße gestellt, aber kein Auto hielt. Nach einem heißen Kaffee, heißer Schokolade und Pies im örtlichen Kaffee waren wir wieder aufgewärmt und haben es erneut versucht. Aber auch diesmal kein Glück.

Inzwischen hatte Markus Wayne kontaktiert, der sich auch prompt gemeldet hat und uns im Kaffee um 13:20 Uhr abgeholt hat.

Wayne hat uns dann nach Tekapo und dort zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung gebracht (Parkplatz des Roundhill Skigebiets), damit wir den höchsten Punkt des Trails in nördlicher Richtung erwandern können. Denn die Wettervorhersage kündigte für morgen besseres und klareres Wetter an, so dass wir hoffentlich eine gute Sicht vom höchsten Punkt, dem Stag Saddle, haben werden. Das wollten wir auf keinen Fall auslassen.

Die Fahrt dauerte Recht lange und so haben wir die 8km bis zur Camp Stream Hut erst um 16 Uhr begonnen.

Der Weg verlief 3km auf Schotterstraße und dann auf einen Pfad der zum Teil einfach und zum Teil nicht vorhanden war. In Summe aber gut zu gehen war. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und die Wolken waren höher so dass man von den Bergen einen Großteil sehen konnte.

Die Berge waren ziemlich mit Schnee bedeckt von dem vielen Regen in der Nacht.

Um ca. 18 Uhr haben wir dann die Hütte erreicht. Es waren schon einige da und es standen auch schon zwei Zelte vor der Hütte, so dass wir unseres gleich aufgestellt haben. Die nassen Schuhe und Socken haben wir zum Ofen gestellt, in der Hoffnung dass diese bis morgen ein wenig getrocknet sind.

Dann gab es nur noch Abendessen und die warmen Sachen, wie die Daunenjacke wurde angezogen. Heute wird vermutlich das erste Mal sein, dass wir den Schlafsack wirklich zu machen müssen.

Ein langer Tag mit viel Autofahrt und nur wenig Wanderung aber dafür ohne Risiken und hoffentlich mit tollen Ausblicken morgen.

Mount Potts Lodge – Ruhetag – 01.02.18

Nach dem sehr guten Essen am Abend (Burger mit Pommes und Salat für Markus und geschmorte Ziege mit Wurzelgemüse für mich) hatten wir eine sehr gute Nacht in der Lodge.

Vor allem haben wir es genossen in einem warmen und gemütlichen Bett zu schlafen während draußen der Regen und der Wind um die Gebäude peitschte.

Wir haben ausgeschlafen und sind gegen 8:30 Uhr zum Frühstück zum Restaurant gelaufen. Die Tür war noch zu, aber nach kurzem Warten erschien der Koch und so haben wir ein gutes Frühstück bekommen. Markus hatte Pancakes mit Sirup und Speck, und ich hatte pochierte Eier auf Sauerteig-Brot ebenfalls mit Speck.

So lässt sich der Regen gut aushalten. Ansonsten haben wir uns ausgeruht, haben Video geschaut und die Füße hoch gelegt.

Zum Mittag hat sich das Wetter gebessert und wir haben überlegt welche Alternativen wir bei welchem Wetter für die nächsten Tage haben. Den der nächste Abschnitt geht über den höchsten Punkt des ganzen Trails, und den würden wir schon gerne bei gutem Wetter machen.

Hinzu kommt, das wir für die Überquerung des zweiten großen Flusses, dem Rangitata River, geplant hatten diesen mit einem Rundflug zu verbinden. Also haben wir abends mit dem Piloten und einem anderen lokalen Guide telefoniert und uns die aktuelle Wettervorhersage geben lassen um dann entschieden wie es weitergeht.

Und egal auf welchem Weg, wir werden von dem Koch der Lodge ein Sauerteig-Brot erwerben und als Trail-Essen mitnehmen. Gutes Brot ist hier wirklich sehr rar, da weiß man erst zu schätzen welche Vielfalt an gutem Brot wir in Deutschland zur Auswahl haben.

Für heute ist damit nur noch packen und weiter genießen angesagt.

Zum Abendessen waren wir nochmal im Restaurant und wurden auch diesmal von Koch mit gutem Essen verwöhnt.