Von der Hope Kiwi Lodge km 2121 bis zur Hurunui Hut Nr. 3 km 2148 – Wandertag 80, 27 km – 21.01.18

Als wir heute aufgestanden sind, waren schon alle in der Hütte wach und beim Frühstück, sonst sind meist wir die Ersten. Nichts desto trotz waren wir um 6:45 Uhr die Ersten auf dem Trail.

Erst ging es durch Grasflächen eben voran mit kleineren Bächen und einfach zu laufen und dies in einem schönen Tal. Der Pfad schlängelte sich über das Farmland und mündete in den Wald. Auch der Pfad im Wald war schön und einfach zu gehen und brachte uns über den Kiwi Saddle und zum Lake Sumner. Wir haben auch einen Aussichtspunkt mit Blick auf den See erklommen, nur leider ohne richtige Sicht auf den See, da die Bäume zu hoch waren. Markus ist sogar auf einen Baum geklettert aber auch von dort leider keine Aussicht.

Im Wald ging es weiter bis zum Ende des Sees. Dort haben wir eine Hängebrücke überquert und sind auf der anderen Seite in den Wald gegangen. Der Pfad in diesem Wald war um einiges anspruchsvoller als der vorherige aber immer noch gut zu gehen. Aus diesem Waldstück ging es später wieder über Grasflächen und durch Matsch zur nächsten Hängebrücke über den Hurunui River, welcher den den See speist.

Auf der anderen Seite der Brücke, haben wir erst Mal nach dem richtigen Weg gesucht. Markus ging querfeldein und ich bin zurück zur Brücke und habe auf der anderen Seite des Brückenendes den Pfad gesucht. Wir haben uns dann wieder getroffen.

Von dort aus ging es noch auf und ab und zum Schluss nochmal ordentlich bergauf im Wald bis wir bei der Hurunui Hut Nr. 5 ankamen und dort Mittagspause gemacht haben. Bis hier hatten wir nun schon 18 km in den Beinen und dafür haben wir rd. 4:45 h gebraucht.

Nach der Mittagspause ging es dann abwechselnd im Wald und über Grasflächen weiter. Die Abschnitte in Wald waren immer mit einem Aufstieg und dann wieder mit einem Abstieg und man fragte sich warum der Weg nicht einfach unten weiter geht. So hatten wir auf jeden Fall noch Training für die Oberschenkel.

Irgendwann auf den Weg roch es nach Schwefel und dann hatten wir die heiße Quelle erreicht. Wir haben uns nackig gemacht und sind in den Natur Pool gestiegen. Das Wasser war ganz schön warm aber sehr angenehm.

Nach dem kurzen Bad ging es im Wald weiter auf und ab bis wir zum Ende hin wieder über Wiesen zum heutigen Ziel, der Hurunui Hut Nr. 3, kamen. Wir waren um 15:30 Uhr da und hatten die Hütte erst Mal noch für uns.

Auch wir so oft, haben wir erst Mal gelüftet und gefegt, damit es einigermaßen sauber ist.

Danach gab es Cracker mit Käse und Salami. Und dann haben wir uns eingerichtet.

Auch heute war wieder ein sehr schöner Tag mit viel Sonnenschein, abwechslungsreicher Umgebung und teilweise anspruchsvollen wegen. Auch heute war es in der Sonne wieder sehr heiß. Aber in Schatten war es gut auszuhalten.

Von Hanmer Springs über Windy Point km 2106 zur Hope Kiwi Lodge km 2121 – Wandertag 79, 15 km – 20.01.18

Nach dem wunderbaren Erholungstag ging es heute wieder zurück auf den Track.

Wir sind um 7 Uhr an die Straße, damit wir per Anhalter zurück fahren können. In Hanmer hat es rd. 1 h gedauert bis eine nette Dame uns in ihrem Campervan bis zur Kreuzung mit dem Highway 7 mitnahm. Das waren die ersten 12 km. Und der längere Abschnitt, rd. 40 km, lag noch vor uns.

Am Highway 7 haben wir auch nochmal rd. 1 bis 1,5 h gewartet bis uns ein nettes Pärchen mitgenommen hat.

Letztendlich waren wir gegen 9:30 Uhr an unserem Startpunkt. An einem Parkplatz zum Sumner Lake Forest Park.

Von hier konnten wir über einen Zuweg wieder auf den Trail. Das war ein schmaler Pfad der immer wieder hoch und runter ging und über Wiesen und durch den Wald.

Unterwegs trafen wir einen älteren Jäger. Mit ihm haben wir uns länger unterhalten, er war sehr interessiert was für Schuhe und Matratzen wir nutzen und so war es ein interessantes Gespräch. Wenig später trafen wir noch drei junge Männer, ebenfalls Jäger. Auch mit denen haben wir uns eine Weile über alles mögliche unterhalten, aber hauptsächlich übers jagen. Leider hatten sie nichts erlegt.

Nach weiteren Kilometern durch Wald, Matsch, Wiesen und kleineren Flüsse kamen wir zur Hope Halfway Hut. Dort haben wir drei Geschwister (zwei Brüder mit ihrer Schwester) getroffen. Die waren gerade am aufbrechen. Auch mit ihnen haben wir uns übers jagen unterhalten. Vor allem weil der jüngere Bruder sein erstes Rotwild erlegt hatte.

Wir haben uns ein Plätzchen im Schatten gesucht und haben unser Mittagessen genossen.

Danach ging es noch rd. 7 km auf ähnlichen Pfaden wie bisher weiter bis wir zur Hope Kiwi Lodge kamen. Es ist natürlich kein Hotel sondern einfach eine Hütte. Allerdings eine serviced Hut, was bedeutet, das sie Wasser über einen Wasserhahn in der Hütte bietet, Holz vorhanden ist und das in regelmäßigen Abständen ein Hüttenwart vorbei kommt. Ansonsten ist die Hütte wie jede andere.

Später kamen Robert, Benjamin und Roman noch in die Hütte.

Markus hat sich heute nicht ganz so wohl gefühlt, vielleicht eine aufkommende Erkältung. Hoffentlich geht das morgen wieder.

Ansonsten war es ein schöner Wandertag mit viel Sonnenschein und heißen Temperaturen, lt. Wettervorhersage 30°C, und schönen und gut zu gehenden Wegen.

Hanmer Springs – Ruhetag – 19.01.18

Nachdem wir die letzten Tage ziemlich Gas gegeben hatten und einen Tag früher als geplant in Boyle River angekommen waren, und ich dazu noch ziemlich erledigt war, haben wir uns entschlossen heute einen ungeplanten Ruhetag einzulegen. Wir haben ausgeschlafen, Porridge gefrühstückt, den eine kanadische Wanderin da gelassen hat und haben uns dann an den Highway begeben, um per Anhalter nach Hanmer Springs zu fahren. Helen, die gute Seele des Outdoor Centers, hat uns noch ein Stück Pappe gegeben um ein Schild zu machen. So gerüstet haben wir ziemlich schnell eine Mitfahrgelegenheit bekommen.

Um kurz vor 10 Uhr waren wir dann in Hanmer Springs angekommen. Das Zimmer im Hostel war noch nicht fertig, aber wir konnten unsere Rucksäcke in Hostel abgeben. Vom Hostel sind wir direkt zu den Mineral-Pools gegangen. Hanmer Springs ist für die dort vorkommenden heißen Mineralquellen bekannt. Gut, dass wir Handtücher wie auch Badeanzug und Badehose leihen konnten. Den Vormittag haben wir in den unterschiedlichen Pools (warme, heiße, mineralhaltig, mit Massagedüsen, …) verbracht.

Und natürlich haben wir auch die Rutschen genossen. Das hat sehr viel Spaß gemacht und hat natürlich auch die beanspruchen Muskeln entspannt.

Am frühen Nachmittag waren wir dann im Ort unterwegs, haben ein Eis gegessen, haben Obst eingekauft und alternatives Essen für mich, da ich immer nach 4-5 Tagen auf den Trail Probleme mit der Verdauung bekomme. Vielleicht sind die Fertigessen Schuld, daher eine kleine Umstellung auf Kartoffelbrei, Erbsen, Käse, usw. Den Rest des Nachmittags haben wir nichts gemacht und haben im Zimmer auf den Betten gelegen, geschlafen und gelesen.

Ein sehr erholsamer Tag bei schönstem Sonnenschein und etwas Sonnenbrand von den Pools. Morgen geht es wieder zurück auf den Trail. Der nächste Abschnitt mit 5-6 Tagen in den Bergen ohne Empfang steht an. Das nächste mal melde ich mich aus Arthur’s Pass.

Von der Anne Hut km 2067 bis zum Boyle River Outdoor Education Center km 2095 – Wandertag 78, 28 km – 18.01.18

Wie die letzten Tage immer, so auch heute ein früher Start. Draußen sah es nach Regen aus und so sind wir um 06:30 Uhr in unserem Regenklamotten vor die Hütte getreten.

Heute konnten wir mit trockenen Schuhen starten, was für ein Luxus. Allerdings ging der Weg Wetter durch eine hohe Wiese und so waren die Schuhe innerhalb kürzester Zeit nass.

Aufgrund der Nässe jeden Tag habe ich wunde stellen an den Rändern der Socken und Gamaschen. Die habe ich mit Tape abgeklebt so dass heute nichts scheuerte.

Der Weg heute verlief zumeist durch Wiesen und zuerst am Henry River zum Anne River. An diesem entlang ging es auf leichtem Weg immer leicht bergauf und bergab.

Von den letzten Tagen war ich wohl doch etwas erledigt, auf jeden Fall bin ich in ein Loch getreten und ich lag der Länge nach im nassen Gras. Vor Wut auf mich selbst und mit Selbstzweifel behaftet stapfte ich heulend weiter. Wandern ist doof.

Markus hat mich schnell getröstet und dann ging es auch wieder weiter.

Zum Abschluss dieses Teils ging es dann noch über den Anne-Saddle. Der war allerdings nicht ganz so hoch und lag auf 1136m. Von dort stieg der Weg wieder ab ins nächste Tal zum Boyle River.

Die Landschaft hier war sehr ähnlich zum letzten Tal. Viel Wiese mit dem Fluss in der Mitte und rund herum Berge.

Inzwischen hatten wir unsere Regenklamotten ausgezogen, da es bisher nicht geregnet hatte und auch mehr Blau am Himmel zu sehen war.

Unterwegs haben wir Mike getroffen, der uns entgegen kam. Mit Mike haben wir ein paar Etappen in den Richmond Ranges verbracht. Wir haben uns kurz unterhalten und sind dann die letzten paar Minuten zur Boyle Flat Hut gelaufen. Zur Hütte durften wir noch eine Hängebrücke überqueren, und Markus hatte richtig Spaß dabei.

Diese Hütte haben wir nach rd. 16 km erreicht und hier haben wir Mittagspause gemacht.

Von der Hütte ging es weiter am Boyle River entlang. Der Weg war weiterhin einfach zu gehen, ging aber mehr auf und ab wie zuvor und hatte einen größeren Anteil im Wald. Der Weg war sehr schön und lag zumeist im Schatten was bei Sonnenschein sehr angenehm war. Den nun waren die Wolken verschwunden und die Sonne Stand hoch am Himmel.

Ich gab alles um möglichst schnell ans Ende zu kommen und mich im Boyle River Outdoor Education Center hin zulegen und nichts mehr zu machen.

Ich konnte die Wanderung heute nach meinem Sturz doch noch genießen und finde wandern auch wieder toll. Die Situation hat mir aber schon zu denken gegeben.

Im Outdoor Center angekommen haben wir ein Zimmer mit einem Stockbett bekommen, konnten Duschen und Wäsche waschen, haben unser Essenspaket bekommen und unsere bestellten Pizzen kamen auch noch. Lecker.

Ein toller Wandertag mit Sonne, Fluss und schöner Landschaft. Vielleicht ein paar Kilometer zu viel, aber wir sind angekommen. Genial.

Von der Waiau Hut km 2041 bis zur Anne Hut km 2067 – Wandertag 77, 26 km – 17.01.18

Wie so oft waren wir auch heute wieder einigermaßen früh dran. Um 6:45 Uhr haben wir uns auf den Weg zur nächsten Hütte, der Anne Hut gemacht.

Wir haben versucht so leise wie möglich unsere Sachen zu packen, aber es waren dennoch alle wach als wir vor die Hütte getreten sind um noch die Zähne zu putzen. Das war allerdings nur möglich wenn man während des Putzens immer herum lief, ansonsten wurde man von den Sandflies gefressen.

Also sind wir schnell los. Der Weg ging weiter wie er gestern aufgehört hat. Durch Gras und über Steine. Sehr eben und immer entlang des Waiau River. Der Himmel war bewölkt und es tröpfelte immer wieder. Der Weg war sehr einfach und so kamen wir flott voran.

Den Fluss musste man immer wieder queren. Darin sind wir inzwischen geübt. Nur beim ersten mal, wenn man noch trockene Füße hat, kostet es etwas Überwindung. Und mit jeder Querung fühlt sich das Wasser kälter an.

Je weiter man in das Tal ging desto breiter wurde es und desto weniger dramatisch waren die umgebenden Berge. Trotzdem ein schönes Tal.

Nach einiger Zeit, mussten wir einmal sehr steil, entlang eines Zauns aufsteigen um dann über den Zaun zu klettern und wieder runter zum Fluss zu gehen. Der Sinn für diese Wegführung hat sich uns nicht erschlossen, aber so ist das manchmal.

Nach weiteren Flussquerungen kamen wir auf einen 4-Wheel-Drive-Track, dem wir sehr lange gefolgt sind. Der Weg war noch einfacher zu gehen als der Pfad zuvor, und so sind wir noch schneller voran gekommen.

Der Track war zum wandern eher langweilig, weil sich landschaftlich nicht viel verändert und der Weg einen Kopf-mäßig nicht fordert. Deshalb haben wir uns entschlossen querfeldein durch hohes Gras zu laufen um auf einen anderen Track (St James Walkway) zu gehen, der aber auch zur Anne Hut führt.

Um ca. 11:00 Uhr haben wir ein schönes Plätzchen im Gras am Hang gefunden und haben dort unsere Mittagspause gemacht.

Danach ging es auf dem St. James Walkway weiter. Der in ein Seitental abbog und nun entlang des James River verlief. Mit leichtem auf und ab und mit mehr Abwechslung aber immer noch einfach wanderten wir weiter.

Der TA kam später auch wieder auf diesen Weg und so passte das perfekt.

Nachdem wir heute vielmals den Waiau River durchwatet sind kamen wir am Henry River an eine Hängebrücke. Die war schnell gelaufen und danach war es nicht mehr weit bis zur Hütte, die man schon aus einiger Entfernung gesehen hat. Um ca. 13 Uhr waren wir bereits an heutigen Ziel. Wir haben 6:15 h gebraucht und in den Unterlagen waren 7-8 h abgeben.

Da die Schuhe sehr nass waren und meine dringend genäht werden sollten, haben wir ein Feuer im Ofen gemacht.

Ansonsten folgte das übliche. Als wir uns gerade soweit eingerichtet hatten begann es richtig zu regnen. Da hatten wir ja richtig Glück.

Ein Wandertag mit gutem Wanderwetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, nur leider keine Sonne, aber dafür auch nur kurze Nieselschauer.

Von der Blue Lake Hut km 2025 bis zur Waiau Hut km 2041 – Wandertag 76, 16 km – 16.01.18

Die Wettervorhersage für heute sagte, dass es im Laufe des Tages regnen wird und später noch starke Winde aufkommen werden. Da wir heute über den Waiau-Pass 1870m gehen und wir den Wind vermeiden wollten, sind wir daher wieder früh aufgestanden. Um 6:20 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht, die Strecke über den Pass sollte rd. 6-8h benötigen und bis zur Waiau Hütte weitere 4h. Zuerst ging es durch Büsche steil bergauf zum Lake Constance. Unterwegs hatten wir noch tolle Ausblicke auf den Blue Lake. Der Aufstieg war steil aber gut machbar. Mit diesem Aufstieg zum Lake waren wir von ca. 1200m auf 1470m aufgestiegen um dann wieder abzusteigen auf 1340m.

Lake Constance liegt traumhaft schön umgeben von prägnanten Bergen. Das Wasser ist türkis und lädt zum schwimmen ein. Das war aber noch zu früh und auch zu kalt, da der See meist um die 6-8 °C Wassertemperatur hat.

Am See entlang mit viel hoch und runter, aber tollen Blicken ging es weiter in Richtung des Passes. Am Ende des Lake Constance liefen wir dann durch Tusok Gras bis zum Start des Aufstiegs. Natürlich hatten wir bis dahin bereits den Fluss, welcher den See speist, mehrfach durchquert.

Der Anstieg auf den Pass war von unten gesehen einfach den Berg der Falllinie nach hoch steigen. Und das auf losem Geröll. So steil bin ich vorher noch nie aufgestiegen. Das war wirklich kräftezehrend. Nach der Hälfte des Aufstiegs zogen die Schlecht-Wetter Wolken rein und wir stiegen im Regen und in der Wolke auf. Schwitzen und frieren gleichzeitig ist ein komisches Gefühl.

Leider hatten wir dadurch vom Pass auch keinen Ausblick auf die beiden Täler. So ist das halt.

Der Abstieg war eine Herausforderung, da es zu Beginn einiges an Kletterei benötigte um die ersten Höhenmeter abzusteigen. Der Part hat mir Spaß gemacht. Der folgende Abstieg war für mich hart, weil es über nasse Felsbrocken ging und das mag ich nicht.

Je tiefer wir kamen desto besser wurde das Wetter und bald sah man wieder Fetzen blauen Himmels. Der weitere Weg war über Felsbrocken und Wiesen und immer entlang des Waiau River, den man im Laufe des Weges auch immer wieder quert.

Der letzte Teil war schön zu laufen und der Weg flog nur so dahin. Die Sonne kam und ging und als die Hütte in Sicht kam, um ca. 14:40 Uhr, war die Freude groß. Wir haben „nur“ 8:20h gebraucht.

Es ist eine neue Hütte aber leider sind die Fenster nicht gut eingepasst und haben große Spalte, durch die die Sandflies rein kommen. Und davon leider sehr viele. Mittagessen und Abendessen hatten wir natürlich in der Hütte. Und Robert kam um 16 Uhr an.

Ein faszinierender Wandertag, der einem viel abverlangt. Aber grandiose Ausblick in das Tal. Und dazu jedes Wetter. Von bewölkt über Regen und Wolken bis hin zu Sonnenschein.

Von der Upper Traverse Hut km 2009 bis zur Blue Lake Hut km 2025 – Wandertag 75, 14 km – 15.01.18

Heute waren wir wie gewöhnlich früh wach und um 6:30 Uhr auf dem Weg.

Heute ging es über den Traverse Sattel und hinunter zum Sabine River und damit zur West Sabine Hut. Und von dort entlang des Sabine River hoch zur Blue Lake Hut.

Der Aufstieg zum Sattel waren zwar nur 450 m aber doch sehr anstrengend. Man musste häufig sehr große und hohe Schritte machen und sich seinen Weg über die Felsbrocken bahnen. Aber die Aussicht auf dem Sattel machen die Anstrengungen vergessen. Und dann ging es sehr steil bergab. Erst über einen Pfad mit vielen Steinen und dann wieder unterhalb der Baumgrenze in den Wald. Die rd. 1100 m Abstieg haben uns einige Zeit gekostet, aber nach 5h waren an der West Sabine Hut. Angegeben waren 6 h, insofern waren wir recht schnell.

Unterwegs haben wir noch die Hütten-Aufseherin (Warden) getroffen und mit ihr gesprochen und über die Wettervorhersage für morgen unterhalten.

In der Hütte haben wir Mittagspause gemacht und unsere Wraps gegessen und ein wenig Pause gemacht.

Nach der Pause ging es stetig bergauf. Der Weg verlief durch den Wald und über Geröllfelder. Ein sehr schöner Weg, der je weiter man kam, immer steiler anstieg. Auch bei diesem Anstieg waren immer wieder hohe Absätze zu erklimmen. Aber er war angenehmer als der Anstieg am Morgen. Die Blicke auf die umgebenden Berge waren sehr schön und es gab auch ein paar Wasserfälle zu bestaunen.

An der Hütte angekommen haben wir unsere Rucksäcke vor der Hütte abgestellt und sind zum Blue Lake gelaufen. Der Blue Lake ist einer der klarsten Seen weltweit mit ca. 70 m Sichtweite unter Wasser. Der See lädt förmlich dazu ein dort ein Bad zu nehmen, was natürlich verboten ist um die Klarheit des Wassers zu erhalten und weil es ein Maori Heiligtum ist.

Einen Geocache haben wir am Blue Lake auch gefunden und dazu noch als Erste. Das war unser zweiter First to find heute. Wow.

In der Hütte waren noch ein Vater mit seinem Sohn, die heute über den Pass kamen. Robert kam später noch und die zwei Deutschen auch. Zudem kamen zwei weitere, die ihr Zelt aufgestellt haben. Die Hütte hat 16 Betten, so dass noch genügend Platz wäre.

Den Rest des Tages haben wir mit Essen und ausruhen verbracht.

Ein anstrengender aber schöner Wandertag mit vielen Höhenmetern sowohl hoch wie runter. Das Wetter war meist bewölkt und gelegentlich kam die Sonne raus.

Von St. Arnaud km 1980 bis zur Upper Traverse Hut km 2009 – Wandertag 74, 29 km – 14.01.18

Heute sind wir in den Nelson Lakes Nationalpark gestartet. Und wir wollten recht weit kommen, also sind wir mal wieder früh aufgestanden. Haben den Luxus einer Dusche und von Kaffee genossen und sind um 6:00 Uhr los gezogen.

Zuerst ging’s es nochmal zum See und dann am See entlang den Lakehead Treck bis zur Lakehead Hütte. Ein breiter Spazierweg, zumindest zu Beginn der zunehmend schmaler und dann zu einem Pfad wurde. Der Pfad ist eben und somit waren die 9 km schnell gelaufen. Leider hatte man nur selten den Blick auf den See, sondern war meist im Wald. Aber dennoch ein schöner Weg, den wir noch in Wolken gelaufen sind.

In der Lakehead Hütte war noch einiges los und so haben wir uns ins Hütten-Buch eingetragen und sind weiter gelaufen.

Von der Lakehead Hütte ging der Weg, der jetzt zu einem Tramping Track (der Lakehead Track war ein Easy Tramping Track) wurde, zur John Tait Hut. Der Weg war sehr schön. Es ging durch hohes, leider noch sehr nasses, Gras. Immer am Traverse River entlang. Und immer den Bergen entgegen. Auch der Weg war noch eben mit leichtem auf und ab. Dafür schien inzwischen die Sonne und die Füße, Socken, Schuhe und auch die Hose (vom Gras) sind nass. Man mäanderte immer zwischen Wiesen und Wald hin und her und hatte gelegentlich den Traverse River zu queren. Mal über eine Hängebrücke mal einfach durch den Fluss. Auch diese 14 km konnten wir schnell laufen. Auch wenn ich einmal mit den Fuß in einer Wurzel haben geblieben bin und der Länge nach im Dreck lag. Es ist nichts weiter passiert. Nur das Aufstehen mit den Rucksack ist nicht so einfach.

In der John Tait Hut sind wir um 12 Uhr angekommen. Dort haben wir unsere Mittagspause gemacht. Während wir unsere Nachtisch-Wraps aßen, kam Robert (Holländer und auch TA Hiker) und noch zwei junge Deutsche die einen Rundtrip (den Sabine Circuit) machen dazu.

Nach dem Mittagessen ging es dann noch weiter bis zur nächsten Hütte, der Upper Traverse Hut. Diese 6 km waren im Vergleich zu den 23 km zuvor anspruchsvoll. Es ging zum Teil steil bergauf und immer wieder über größere Steine und auch häufig durch den Fluss.

Die Sonne hat sich mit der Wärme bemerkbar gemacht und wir kamen gut ins schwitzen. Unterwegs gab es noch einen Abstecher zu einem Wasserfall (Traverse Fall). Den haben wir natürlich gemacht, aber ohne Rucksäcke, die haben wir einfach am Abzweig liegen lassen.

Danach sind wir sie restlichen Höhenmeter zur Hütte aufgestiegen. Die Hütte liegt sehr schön an Hang mit Blick auf die umgebenden Berge. Wir waren um ca. 15:30 Uhr da und konnten uns gemütlich einrichten und unsere nassen Sachen zum trocknen aufhängen.

Als wir fertig mit einrichten usw. waren, haben wir beim Revue passieren lassen des Tages festgestellt, dass wir heute über die 2000 km-Marke geschritten sind. Wow – soweit sind wir inzwischen gekommen. 2/3 der Strecke haben wir schon geschafft.

Robert und die zwei Deutschen kamen später auch in die Hütte. Es gab ein paar Nüsse und auch ein paar Kracker und später natürlich noch ein Abendessen.

Ein wunder schöner Wandertag mit tollen Landschaften schöner Natur und vielen Kilometern. Und viel Sonne.

St. Arnaud – Ruhetag – 13.01.18

In der Nacht musste ich mal wieder mit Magenproblemen raus, aber davor und danach haben wir sehr gut geschlafen. 

Dazu konnten wir heute ja auch lange schlafen, so dass wir erst um 8 Uhr zum Frühstück im Hotel gegangen sind.

Der Hiker-Hunger ist immer noch ausgeprägt und so gab es für jeden ein gekochtes Frühstück mit Ei, Toast, Würstchen, Rösti, Tomate, Pilze und Bacon und davor noch Toast mit Marmelade. Sehr lecker und sehr viel.

Nach dem Frühstück ging es ans planen und packen, ab morgen sind die Rucksäcke wieder schwerer.

Mittags waren wir nochmal im Ort spazieren. Wir sind den offiziellen TA Trail zum See gelaufen und haben nochmal im DOC Visitor Center vorbei geschaut, um evtl. nach ein paar Informationen zu der Wettervorhersage für Dienstag (starker Wind und Regen) zu bekommen, da wir am Dienstag den Waiau-Pass überqueren wollen. Leider gibt es immer nur eine Info – läuft hin und schaut wie es ist und ggf. sitzt das Wetter in der vorigen Hütte aus.

Also werden wir das tun und die nächsten zwei Tage bis zur Hütte vor dem Pass laufen und dann vor Ort entscheiden was wir tun.

Wir werden also die nächsten Tage, ca. 6, im Nelson Lakes Nationalpark und auf dem St. James Walkway verbringen und den Waiau-Pass überqueren und nach Boyle Village laufen.

Danach geht es weiter nach Arthur’s Pass nochmal ca. 4 Tage. Der nächste Eintrag kommt also frühestens in 10 Tagen.

Den Rest des Tages haben wir die Füße hoch gelegt und uns entspannt – ein echter Ruhetag.

Von der Red Hills Hut km 1959 nach St. Arnaud km 1980 – Wandertag 73, 21 km – 12.01.18

Die Nacht war trotz der vollen Hütte sehr gut.  Es gab kaum Schnarcher und die Ohrstöpsel habe ich nur wegen dem starken Regen gebraucht.

Wie meist, waren wir recht früh wach aber nicht die ersten.  Zum Frühstück gab es heute Wraps mit Erdnussbutter und Honig, weil wir noch Wraps übrig hatten und wir heute „nur“ nach St. Arnaud laufen und dort genug zu essen bekommen werden.

Um 6:30 Uhr waren wir unterwegs.  Es gab zwei Routen zur Auswahl.  Entweder auf einer 4-Wheel-Drive Straße in 1,5 h zur Hauptstraße oder in 4-5 h über einen Track. Wir haben uns für die lange Variante entschieden.

Da es die ganze Nacht geregnet hat, sind wir mit nassen Schuhen gestartet, was aber nicht weiter tragisch war, denn der Weg war noch sehr nass und wir hätten sowieso innerhalb kürzester Zeit nasse Füße bekommen.

Der Weg war sehr schön gemacht und ging erst mal steil bergan durch den Wald. Ein Birkenwald der mit viel Flechten bewachsen war. Dafür, dass es eine Mountainbike Strecke ist war der Weg schmal und steil aber zum wandern toll.

Rocket hat uns sehr bald überholt. Und Felix hat uns zwar eingeholt, ist dann eine Weile mit uns gelaufen und dann hinter uns zurück geblieben.

Auf der ersten Anhöhe, auf ca. 1200 m, hätte man sicher einen tollen Blick gehabt, für uns gab es nur das Weiß der Wolken. Dann gab es nach dem Abstieg auf rd. 1000 m noch einem zweiten Anstieg der uns auf 1300 m hoch brachte, aber auch hier leider keine Aussicht. Dennoch hat uns der Weg sehr gut gefallen.

Nach ca. 2h sind wir dann auf einen Forstweg gestoßen auf dem es dann bis zum Ende des Tracks und zur Straße ging.  Zum Ende des Tracks konnte man bereits wieder Zivilisation sehen (Häuser, Autos  usw.). Nach rd. 3h waren wir am Track-Ende angekommen.

Jetzt ging es noch ein Stück auf einer Schotterstraße zur Hauptstadt und dann an dieser noch ca. 8 km bis in den Ort.

Markus hat den Daumen rausgehalten und das erste Auto, eine junge Frau, hat uns nach St. Arnaud gebracht.  So waren wir bereits um kurz nach 10:30 Uhr im Ort.

Unser Zimmer im Hotel war natürlich noch nicht fertig, so dass wir erst mal eine heiße Schokolade getrunken haben und dann im kleinen Laden Erdnussbutter und Nutella eingekauft haben (im Essenspaket waren dann nochmal Erdnussbutter und Nutella – wir waren uns sicher dass wir keines eingepackt hatten…). Von dort sind wir zum DOC-Visitor-Center und dann noch zum See.

Im Visitor-Center haben wir Kristen und Marko getroffen und uns über die Flussquerungen ausgetauscht.

Zurück im Hotel, war unser Zimmer fertig und wir bekamen unser Essenspaket. Dann kam das übliche Wäsche waschen, alles auslüften usw.

Um 18:30 Uhr hatten wir einen Tisch zum Abendessen reserviert und gut gegessen.  Markus hatte eine Tomatensuppe und eine Pizza und ich hatte selbstgebackenes Brot mit Dips und danach einen Lamm-Burger. Dazu gab es einen guten Riesling aus Neuseeland und danach noch einen Schnaps (ist hier nicht besonders bekannt, es gab nur einen „deutschland style“). Alles war lecker und wir waren satt und leicht angetrunken. 

Ein schöner Tag, mit tollem Weg, ohne Regen (zumindest während dem Wandern) und viel gutem Essen. Und einem guten weichen Bett.