Von Wellington YHA km 1722 bis zum Ende der Nordinsel km 1733 – Wandertag 61, 11 km

Die erste Nacht in Wellington war sehr warm aber erholsam. Wir sind gemütlich aufgestanden und haben gefrühstückt.

Nach dem Frühstück haben wir unsere Planung für die Südinsel fertig gemacht. Sprich, wir haben geplant wie viele Pakete mit Essen wir versenden müssen und wohin, um den langen Part auf der Südinsel ohne richtige Einkaufsmöglichkeiten bestehen zu können. Aus dieser Planung konnten wir dann ableiten, was wir alles Einkaufen und verpacken müssen. In Summe müssen für wir ca. 36 Tage einkaufen und alles in 6 Pakete verpacken und versenden.

Nachdem die Planung soweit gemacht war, haben wir uns auf den Weg gemacht, den Rest der Nordinsel zu erwandern. Dieser Weg führt durch Wellington mit seinen Wohngebieten. Dazu sind wir zuerst auf der Straße entlang der Bucht von Wellington gelaufen um dann auf einen steilen Pfad abzubiegen, der uns auf den südlichen Wanderweg auf und ab über die Hügel lotste.

Die Aufstiege waren anstrengender als gedacht und es waren mehr Pfade als Straßen auf der Strecke. In Summe ist Wellington sehr grün, mit vielen Parks die zum Joggen, Mountainbiken usw. einladen.

Gefühlt haben wir auf den 11 km jeden Hügel der Stadt erklommen (das habe ich gestern auch schon gedacht) und sind ihn wieder hinunter gestiegen.

Zum Ende hin steigt man zum Meer hinab und läuft entlang der Bucht, bis zu einer Tafel. Dort ist man dann am südlichen Ende des Te Araroa der Nordinsel angekommen. Das war ein sehr erhabener Moment, als uns bewusst wurde, dass wir zum einen jetzt die gesamte Nordinsel durchwandert haben und zum anderen bereits über 1700 km gelaufen sind. DER WAHNSINN. Ich bin mächtig stolz auf uns.

Zurück in die Innenstadt ging es mit dem Bus. Aufgrund des Regens und der schweißtreibenden Strecke waren wir feucht und mir war kalt, so dass wir aus dem Bus ausgestiegen und direkt in ein Café eingekehrt sind. Dort haben wir uns dann mit Julie getroffen, die unser Zimmer zum unterstellen ihrer Sachen genutzt hat, da sie heute Abend auf die Südinsel fährt.

Im Café haben wir jeder einen Latte Macchiato und eine heiße Schokolade getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Da die Eissorten dieses Café’s einige Preise gewonnen haben gab es auch noch Eis. Sehr lecker kann ich nur sagen, vor allem das Ingwer-Kardamom-Eis, das Zimt-Eis und das Feijoa-Eis.

Die letzten Stunden von Julie auf der Nordinsel haben wir in unserem Hostelzimmer verbracht und geredet. Wir werden auf jeden Fall weiterhin in Kontakt bleiben. Der Abschied war herzlich aber kurz.

Auf Empfehlung von Julie waren wir dann in der Chippery zum Fish’n Chips Essen. Das waren die besten Fish’n Chips bislang. Markus hatte einen in Bierteig gebackenen Lemon Fish und ich hatte einen Tarakihi. Dazu gab es einmal normale Pommes und einmal Süßkartoffel-Pommes. Dort werden wir sicher nochmal Essen gehen.

Der Abschluss des Abends war die Einkaufsliste für die Südinsel fertig zu machen. Da kommt eine ganze Menge an Zeug zusammen. Ich weiß noch nicht wie wir das vom Supermarkt ins Zimmer bekommen. Mal sehen.