Von Moana Lodge in Plimmerton km 1680 (+2km) bis Ohariu Farm Cottage km 1702 (+2km) – Wandertag 59, 22km gelaufen ca.16 km

Die Nacht war sehr warm aber gut. Das Meer war ständig zu hören, was ungewöhnlich war aber nicht störte.

Um 6:30 Uhr haben wir unser Porridge Frühstück genossen und sind so gegen 7:30 Uhr bei Sonnenschein los gelaufen. Der Weg führte uns zuerst die zwei km von der Unterkunft an Meer entlang zu den Shops von Plimmerton.

Von hier wären wir auf dem Trail ca. 8 km an der Autobahn SH1 bis zum nächsten Ort Porirua gelaufen. Das wollten wir vermeiden, entweder indem wir den Zug nehmen, oder per Anhalter fahren.

Der Zug wäre erst in 30 min. gekommen, so dass wir unser Glück per Anhalter versuchten. Zuerst sah es nicht gut aus, den keines der ca. 10 Autos hatte gehalten. Bis ich Spaßeshalber bei der Polizei den Daumen raus gestreckt habe, und prompt hat die Polizei gehalten. Und nicht nur das. Die beiden jungen Polizisten Scott und Chris haben uns nach Porirua gefahren, und nicht nur bis zum Ortsschild, nein sie haben und direkt zum Supermarkt gefahren. Echt cool, sehr nette Jungs – ob das in Deutschland gehen würde?

Im Supermarkt haben wir unsere Einkäufe für Weihnachten gemacht, denn heute Abend sind wir in einem Farm Cottage und wollen was leckeres kochen und den 24.12. genießen. Da in NZ der 25.12 der Weihnachtstag ist, und damit morgen alles geschlossen ist haben wir auch für morgen Essen eingekauft.

Mit den schweren Rucksäcken wollten wir noch im örtlichen Shoppingcenter unsere letzten Weihnachtseinkäufe erledigen mussten aber noch ein halbe Stunde warten, bis es öffnete. In den 30 min. haben wir uns in der Bakery einen Pie und Kaffee schmecken lassen.

In den Bakery’s hier gibt es Sandwiches, Pies, süße Stückchen und vieles mehr, aber kein „richtiges“ Brot oder Brötchen.

Nachdem die letzten Einkäufe erledigt waren ging es dann wieder auf den Trail. Was bedeutet, dass wir über den Hausberg von Porirua den Colonial Knob laufen durften. Zuerst auf einem Trail über Wiese und hinter Firmengebäuden entlang und dann den Trail auf den Berg. Ein sehr stark begangener Weg, für die Einheimischen um z.B. zu trainieren, denn er geht steil bergauf und überwindet auf wenigen Kilometern rd. 400 Höhenmeter und das zumeist über Treppenstufen. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Oben angekommen, oder besser, vermeintlich oben angekommen, an einem Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Leider waren einige Wolken aufgezogen, so dass die Sicht sehr eingeschränkt war.

Nach der kurzen Pause am Aussichtspunkt, ging es weiter den Berg hinauf bis zum eigentlichen Gipfel Colonial Knob. Dieser lag vollständig in einer Wolke, so dass man kaum etwas sehen konnte. Dafür war der Wind umso stärker. Danach ging es über Farmland und über kleinere Hügel hinweg zu einem Wald. Der Weg führte uns durch den Wald immer weiter bergab bis zu einer Straße.

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Dieser Straße hatten wir jetzt noch rd. 5 km bis zum Abzweig zum Farm Cottage zu folgen. Als wir uns gerade darüber unterhielten ob wir, wenn uns jemand mitnehmen würde, mitfahren würden, kam ein Auto vorbei. Markus hielt den Daumen raus und es hielt an. Die beiden Insassen Judy und Chris hatten wir bereits auf dem Trail getroffen. Sie haben uns bis vor die Türe des Cottages gefahren und uns eingeladen, wenn wir nach der Tour noch Zeit hätten, sie in Wellington zu besuchen. Chris ist Pilot und wurde uns einen Flug geben. Wow, wieder einmal die Freundlichkeit der Kiwis. Allerdings waren diese Neuseeländer Südafrikaner die seit 5 Jahren in NZ leben.

Am Cottage angekommen haben wir erstmal geduscht und dann begonnen unsere Weihnachtsessen vorzubereiten.

Wir haben ein leckeres Risotto mit getrockneten Tomaten, Erbsen und Pilzen gemacht, dazu einen sehr guten Sauvingon Blanc getrunken und zum Nachtisch gab es Mousse au Chocolate. Das Kochen und Essen hat sehr viel Spaß gemacht und es hat super lecker geschmeckt, auch wenn der Parmesan hier nicht ganz so kräftig und würzig schmeckt wie bei uns. Wir haben wirklich viel gegessen, aber wir haben es nicht geschafft das ganze Risotto zu essen (wir haben die ganze Packung Reis verkocht), so dass wir den Rest in unsere übrigen zip-lock-Beutel gepackt haben.

Nach dem Essen haben wir Bescherung gemacht. Markus hat von mir eine Schachtel Pralinen (handgemachte, irische Pralinen) und ich habe eine Uhr bekommen (was ich mir schon seit dem zweiten oder dritten Wandertag wünschte). Ich habe mich riesig gefreut und trage die Uhr sehr sehr gerne. Ich glaube Markus hat sich auch gefreut, zumindest hat er die Schachtel sofort geöffnet und eine Praline gegessen.

Später haben wir noch einen Film aus der DVD Sammlung des Cottages geschaut und sind dann ins Bett gefallen.

Ein schönes und ungewöhnliches Weihnachten mit Sonne, Wolken und Wind. 

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