Vom Staudamm Tokumaru Nr. 3 km 1553 bis zum Makahika Outdoor Pursuit Center km 1569 – Wandertag 53, 16 km

Nach einer wolkenlosen Nacht mit viel Schlaf sind wir bei kühlen 12C° aufgewacht. Da ein kürzerer Tag auf dem Plan stand haben wir uns etwas Zeit gelassen und noch eine heiße Milch aus Milchpulver gemacht, ist zwar nicht so gut wie richtige Milch aber warm.

Um 6:50 Uhr sind wir dann los. Der erste Kilometer war noch auf Schotterstraße entlang des Stausees. Direkt danach ging es auf den Mangahao-Makahika Track.

Der Track führt durch den Wald und querte den Blackwood Stream. Der Wald war sehr schön. Das wandern auf diesem sehr gut gepflegten Weg und in den Wald hat sehr viel Spaß gemacht. Es ging bergab und bergan. Nach der Hälfte kamen wir zu einem Aussichtspunkt. Dort haben wir in der Sonne mit Blick auf die Umgebung und die Tararua Ranges Pause gemacht.

Da ich langsamer als Markus war und sich der Weg ziemlich hinzog, hatte ich schon vermutet, das ich den Aussichtspunkt verpasst hätte, aber dem war zum Glück nicht so.

Nach der Pause ging es weiter auf den Track. Beim zweiten Aussichtspunkt, dem  Archies Lookout konnten wir das erste Mal die Südinsel Neuseeland sehen! Es ist der Wahnsinn, dass wir bald die Nordinsel durchwandert haben.

Auf den Track ging es nun steil bergab. Bis wir zum Makahika Stream und einer ehemaligen Eisenbahn kamen. Der Track verlief entlang des Bachs und querte diesen unzählige Male. Gut dass es in der letzten Zeit sehr trocken war, ansonsten wäre der Weg sehr matschig und die Querungen deutlich tiefer und schwieriger gewesen.

Im Makahika Tal liefen wir dann auf eine Lichtung, mitten in Nichts. Auf der Lichtung eine Toilette und eine  Eröffnungsplakette für diesen Trail.

Im Tal ging es dann weiter und wir gelangten zu einem Stile (Zaunüberquerung), der uns Mal wieder auf Farmland brachte. Hier mussten wir ein letztes Mal den Fluss queren bevor wir auf den Poulten Drive, eine Schotterstraße kamen.

Der Straße folgten wir ca. 30 min. Bis zu unseren heutigen Ziel dem Makahika Outdoor Pursuit Center.

Dort angekommen würden wir von Sally herzlich begrüßt und haben ein Radler und eine Banane bekommen. John, ihr Mann hat uns auch begrüßt. Beide haben uns zur Lodge geschickt, dort durften wir ein großes Zelt beziehen, eine heiße Dusche genießen und Wäsche waschen. Da die Waschmaschine belegt war und gerade zwei Damen dabei waren die Anlage zu reinigen, hat eine der Damen das in die Hand genommen und später dann auch noch in den Trockner geworfen. Einfach genial. Wieder ein Beispiel der Freundlichkeit der Kiwis.

Im großen Aufenthaltsraum haben wir es uns gemütlich gemacht, relaxed und gelesen.

Später kamen dann Anouck und Kate an. Anouck hatten wir nicht erwartet so schnell wieder zu sehen. Schön.

John, der Host, hat uns am Abend die Wettervorhersage für die nächsten Tage gebracht, und einiges zu den Tararua Ranges erzählt. Wenn man die Tararuas wie wir durchläuft, läuft man normalerweise 3 Tage und hat an dritten Tag den höchsten Berg, Mt. Crawford zu überqueren und dann einen Grat zu folgen. Mt. Crawford und der Grat sind sehr windanfällig, weil dort die Winde von Süden das erste Mal auf Land treffen, d.h. sie sind damit sehr stark und auch böig. Dies zusammen mit dem unberechenbaren Wetter und schwer zu gehenden Wegen machen die Schwierigkeit der Tararuas aus. Der Wettervorhersage zufolge wird wohl am Montag schlechtes Wetter kommen und der Wind wird stärker. Seine Empfehlung war möglichst am Samstag eine Hütte weiter als geplant zu laufen und somit schon am Sonntag über den Mt. Crawford gehen zu können, bei dann noch schönem Wetter. 

Kate hat aufgrund dieser Vorhersage abgesagt und wird nach Hause fahren, als Kiwi hat sie genug Möglichkeiten dies nachzuholen. Anouck hat sich uns angeschlossen und hatte dafür von den Hosts das erforderliche Essen bekommen, da sie noch nicht genug gekauft hatte und die Fahrt zum Einkauf am nächsten Tag zulange gedauert hätte.

Mal sehen was die nächsten Tage bringen. Spannend wird es sicher. Heute war auf jeden Fall ein schöner sonniger und einfacher Tag.

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