Von Feilding km 1485 nach Palmerston North km 1504 – Wandertag 50, 19 km (gelaufen ca. 7 km)

Die Nacht im Bett war wunderbar. Wir haben sehr gut geschlafen. Um kurz vor 7 Uhr hatten wir noch einen Tee zum Frühstück bevor wir Fotos mit Glen und Tolin gemacht haben und uns herzlich verabschiedet haben.

Zuerst ging es in die Innenstadt zum Rosebowl Bäcker, wo wir unser Frühstück erstanden und gegessen haben. Es gab leckere Toasties und für mich eine Caramel Latte und Markus hatte eine heiße Schokolade. Danach gab es noch einen Muffin mit Schokolade und Caramel. Unglaublich lecker und genügend Zucker für den Tag.

Mit vollem Magen ging es dann auf der Straße in Richtung Palmerston North. Die Karte zeigte und viele Kilometer auf einer geraden langen Straße, genannt Highway.

Neben uns hielten zwei Fahrzeuge und die jungen Männer haben sich kurz unterhalten. Julie hat einen der beiden kurzerhand gefragt, ob sie nach Palmerston North fahren und ggf. eine Person mitnehmen würden. Nach einem Blick zu Markus und mir hat sie die Frage mit einem Lachen im Gesicht auf drei Personen ausgeweitet. Und ja, die beiden haben uns mitgenommen.

Im Norden der Stadt haben sie uns wieder raus gelassen. Tod, unser Fahrer hat zwei Kinder so dass wir ihm zwei Kleinigkeiten von unserem Mitbringsel geschenkt haben (ein Armband mit der Deutschland Flagge und ein Schlüsselanhänger mit Stuttgart). Er hat sich total gefreut.

Danach haben wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Palmerston North gemacht. Haben uns in ein Café gesetzt und geplant wir es die nächsten Tage weitergeht. Danach war klar, das wir für neun Tage Essen Einkaufen müssen, und dass wir morgen einen Ruhetag machen, damit Markus seinen Fuß kurieren kann und wir gut erholt den nächsten sehr anspruchsvollen Part des Trails in Angriff nehmen können.

So sind wir vom Café zum nächsten Outdoor laden um die dehydrierten Essen einzukaufen. Die Auswahl dort war sehr gut und nach einem kurzen Gespräch mit dem Chef des Ladens konnten wir auch gleich die Abendessen für die Südinsel (ca. 30 Tage ohne Einkaufsmöglichkeiten für dehydrierte Nahrung) einkaufen. Zum einen hat er uns einen guten Preis gemacht und zum anderen sendet er die Essen an das Hostel in Wellington, so dass wir dort die Essenspakete packen und versenden können.

Mit den neuen Essen für die nächsten Tage haben wir uns dann zu unseren heutigen Unterkunft begeben. Zu Anthony und Fiona. Die haben in ihrem Garten eine typische Hütte des DOC nachgebaut und laden TA Hiker und Biker ein hier für eine Spende zu übernachten. Sehr cool.

Dort angekommen hat uns Anthony einen Tee angeboten und gezeigt wo die Toilette, Dusche, usw. zu finden sind. Die Freundlichkeit und die Vertrauensseligkeit ist wirklich unbeschreiblich.

Wir haben unsere Wäsche gewaschen und Anthony hat uns und Brena zum Einkaufen gefahren. So konnten wir alles für die nächsten Tage schon besorgen.

Abends wurden wir von Anthony zum Abendessen, einem Linsencurry mit Reis und Salat, eingeladen. Wir haben unsere Chips, die Schokolade und Bier beigetragen. Wir saßen lange draußen und haben geredet.

Der Wind und die Wolken haben uns heute den Tag gut ertragen lassen. Hoffentlich bleibt es auch die nächsten Tage trocken.

Von Bulls km 1465 nach Feilding km 1485 – Wandertag 49, 20 km

Für heute standen 20 km auf den Plan, so dass wir uns mit dem Start Zeit lassen konnten. So sind wir um ca. 7 Uhr aufgestanden, haben den restlichen Porridge gegessen und anschließend das Zelt abgebaut.

Der Weg heute bestand aus geteerter Straße, aber nicht entlang der Hauptstraße. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein los gelaufen und haben die nicht zu sehr befahrene Straße erwandert. Die Straße war schöner als gedacht zu laufen.

Markus ist immer ein wenig hinter mir und Julie gelaufen, da er trotz Schmerzmittel Probleme mit den Fuß hatte.

Nach 8 km sind wir beim Mt. Lees Reserve vorbei gekommen. Dort haben wir eine frühe Pause mit Wraps genossen. Ein schöner Platz mit Camping Möglichkeit und Picknick Tischen und Toiletten.

Von dort aus waren es noch rd. 8 km. Es kamen immer mehr Wolken rein, so dass es angenehm zu wandern war.

Einige Kilometer später hat Markus aufgrund der Schmerzen sich entschlossen per Anhalter nach Feilding zu fahren. Julie und ich sind gelaufen.

Es hat ca. 30 min. gebraucht bis Markus mitgenommen würde aber es hat geklappt. Julie und ich sind so um ca. 12 Uhr in Feilding angekommen.

In Feilding war heute ein großes Fest mit einem Weihnachts-Umzug. Sehr spannend zu sehen.


Wir haben ein kleines Café mit vielen Leckereien, namens Piccolo, gefunden. Gestärkt mit einem sehr guten Nudelsalat mit frischem Spinat, Tomaten, Frischkäse und Zwiebeln, einem leckeren Käsebrötchen und super Kuchen haben wir ab 14 Uhr die Parade anschaut was sehr nett anzusehen war, weil viele lokale Firmen, Grundschulen, Polizei, Feuerwehr, usw. einen Wagen haben, so dass der Umzug recht lange war.

Während wir im Café saßen wurden wir von einer Dame, Glen, und ihren Sohn, Tollin, angesprochen. Im Gespräch hat sie uns angeboten heute bei ihr im Vorgarten zu Zelten – einfach so – was wir später auch gerne angenommen haben.

Nach dem Umzug sind wir dann zu der angebenen Adresse gelaufen und haben geklopft. Wir würden sofort zu Wasser eingeladen und uns wurde das Gästezimmer angeboten. Zudem hat Glen und mit Tee und Gebäck versorgt und wir haben lange gesprochen.

Unser Abendessen haben wir nach der schönen Dusche in Glen’s Küche zubereitet.

Fast jeden Tag erleben wir sie freundlich und freizügig die Neuseeländer sind. In Deutschland ist das so nicht denkbar.

Nach weiteren Gesprächen sind wir dann gegen 20:30 Uhr ins Bett.

Ein kürzerer Wandertag mit unserer ersten Weihnachts-Parade und sehr viel Gastfreundschaft. 

Von Whanganui km 1402 nach Bulls km 1465 – Wandertag 48, 63km gelaufen ca.   25 km

Auch diese Nacht haben wir gut geschlafen. Aufgrund des Tipps vom Wirt, dass heute Farmers Markt in Whanganui ist, haben wir es heute ruhig angehen lassen. Sprich wir haben um 7 Uhr unsere übrigen Toasts mit Speck und Eier gegessen und sind um 8:15 Uhr in Richtung Farmers Markt aufgebrochen.

Auf den Weg zum Markt haben wir einige Läufer mit Startnummern gesehen. Später haben wir erfahren, das heute ein Marathon in Whanganui stattfindet.

Auf dem Markt angekommen waren wir von den leckeren Sachen überwältigt. Bei einem Farmers Markt handelt es sich um einen Markt der sowohl Nahrungsmittel sowie Handwerk, Essen und noch vieles mehr anbietet.

Julie hast sich ein Bacon and Egg Brötchen für sofort geholt. Wir haben uns ein Brot mit Gewürzen und Tomaten, ein belegtes Brötchen mit Schinken und süßes Gebäck für das Mittagessen mitgenommen. Mit diesen Leckereien im Rucksack haben wir uns dann an den Highway begeben um die folgenden rd. 20 km (diesem würden den Highway folgen) per Anhalter zu fahren.

Nachdem die ersten 5 Autos vorbei fuhren hat uns ein älterer Herr angesprochen und erklärt, das wir weiter die Straße runter gehen müssten, dann würde das per Anhalter fahren besser klappen. 5 Minuten später hat er uns angeboten uns nach Turakina zu bringen. Sehr freundlich. Turakina ist der Ort in welchem wir vom Highway auf die Straße nach Koitiata und damit zum Strand bringen sollte.

In Turakina hat der Herr angeboten uns auch noch nach Koitiata zu bringen. Die Kiwis sind einfach unglaublich nett. Damit hat er uns ca. 29 km auf der Straße laufen erspart.

In Koitiata haben wir unsere Wasservorräte aufgefüllt und sind dann zuerst in den Dünen und später am Strand gelaufen, zumindest die ersten rd. 8 km heute. Nach dem Strand ging es in den Sandtoft Forest. Hier haben wir im Schatten der Bäume eine Rast eingelegt und die Leckereien vom Markt gegessen.

Auf einem breiten Waldweg ging es durch den Sandtoft Forest weiter bis wir am Ende an der Straße ankamen. Hier sind wir über das verschlossene Gatter geklettert und sind dann am der Straße weitergelaufen. Da wir morgens weiter gefahren wurden als gedacht, waren wir für heute noch nicht am Ziel.

Wir sind immer der Straße gefolgt bis diese nach rechts nach Bulls abzweigte. Wir sind noch ein paar Schritte gelaufen, aber Markus humpelte ein wenig und so waren wir über das Schild „Trail Angel – Cold Water“ mehr als erfreut. Julie ist weiter gelaufen und wir sind zu dem Haus mit dem Schild gegangen. Die nette Frau hat uns zwei Campingstühle in die Hand gedrückt und kaltes Wasser und uns in den Wald für eine Rast geschickt. Dort haben wir im Schatten gemütlich gesessen, etwas gegessen und Markus hat gegen die schmerzen in seinem Fuß eine Tablette genommen.

Nach dieser Rast haben wir beschlossen dass wir uns noch auf den Weg nach Bulls machen und die restlichen 14 km laufen und ggf. per Anhalter fahren.

Nach ca. 5-6 km und zwei Fehlversuchen hat uns dann ein netter Mann mitgenommen. Er hat uns in Bulls mit zu sich nach Hause genommen und Tee gekocht und von seiner Frau haben wir noch Shortbred und Cupcakes bekommen. Als wir uns auf den Weg zum Campingplatz machen wollen haben wir noch eine ganze Tüte voll frischer Grapefruits bekommen.

So gestärkt und mit frischem Obst beschenkt sind wir durch den Ort gelaufen. Hier ist alles auf Bull gemacht. 

Unterwegs haben wir dann Julie wieder getroffen.

Am Campingplatz haben wir unsere Zelte aufgestellt, haben uns im Pool abgekühlt, geduscht und die Grapefruits ausgepresst. Lecker lecker.

Nach dem Abendessen in der Sonne sind wir um ca. 20:30 Uhr ins Zelt.

Das Wetter war warm und wolkig so dass es heute angenehm zu laufen war.