Whanganui Ruhetag

Ein gemütlicher Start und ein gutes Frühstück, mal wieder mit Eiern, Speck und Bohnen, haben den Tag gut starten lassen.

Das einzige was wir heute machen müssen, ist unser Paket bei der Post abholen, Sachen rein und raus nehmen und weiter schicken. Ansonsten haben wir heute Zeit für Sightseeing und faulenzen.

Wir haben also alles was in die Bouncebox muss, wie zum Beispiel meine orthopädischen Einlagen, die ich nicht nutze, in meinen Rucksack geworfen und haben uns auf den Weg zur Post gemacht. Dabei sind wir die Haupt-Einkaufsstraße des Ortes entlang gelaufen. Eine wirklich kleine Stadt.

Bei der Post haben wir dann aus- und eingepackt. Damit war der Pflicht-Teil erledigt danach sind wir zum Elevator (ein fast 100 Jahre alter Aufzug für die Einwohner, damit nicht immer die Treppen genommen werden müssen) gelaufen sind mit diesem in die Ober Stadt gefahren. Oben angekommen sind wir auf den Aussichtsturm gegangen und haben das Panorama genossen.


Zwischendurch haben wir in allen Supermärkten nach bestimmten Müsliriegeln (OSM-One Square Meal) geschaut, die aber leider in allen Supermärkten ausverkauft waren (zumindest die Sorten, die wir besonders mögen).

Zur Mittagszeit sind wir in das Café Orange eingekehrt, haben einen Kuchen gegessen und Kaffee getrunken.

Markus ist dann zum Barber um sich den Bart stutzen zu lassen (jetzt sieht er wieder gut und gepflegt aus) und ich bin zum Outdoor-Shop und habe mir ein ärmelloses Oberteil aus Merino gekauft.

Zurück im Hostel haben wir uns Bananen und Chips schmecken lassen und den restlichen Tag genossen. Vor allem haben wir genossen, dass es heute wolkig und ein wenig windig war.

Später am Abend, so gegen 18 Uhr entschieden wir uns noch zum sehr gut bewerteten japanischen Restaurant zu gehen. 

Auf den Weg zum Japaner haben wir noch eine große „Badeente“ auf den Fluss gesehen. Sieht lustig aus.

Leider war die Qualität der Speisen für unseren Anspruch unter dem Durchschnitt und nicht authentisch. Schade, aber einen Versuch wert. Zudem hat es uns einen Spaziergang von jeweils ca. 15 min. hin und zurück gebracht.

Von Pipiriki km 1314 nach Whanganui km 1402 – Wandertag 47, 88 km

Damit wir die kühle Morgenluft nutzen können, hat unser Tag um 5:00 Uhr mit dem Aufstehen begonnen. Um 6:00 Uhr sind wir dann mit den geliehenen Rädern gestartet.

Die Rucksäcke haben wir am Campingplatz gelassen, die sollten dort abgeholt und zum Hostel in Whanganui gebracht werden.

Seit langer Zeit Mal wieder Fahrrad fahren, darauf haben wir uns gefreut. Die Räder waren OK. Es waren Mountainbikes. Nichts besonderes aber OK.

Die Strecke führte uns immer am Fluss Whanganui entlang. In Jerusalem haben wir kurz überlegt, ob wir uns das Convent anschauen, aber wir haben uns dagegen entschieden und sind stattdessen weiter geradelt. Unterwegs standen zwei junge Bullen auf der Straße. Markus fuhr im Bogen vorbei, ich folgte und mir folgten dann kurzzeitig die Bullen.

In Matahiwi wollten wir eigentlich eine Pause in der Galerie mit Café machen, aber die öffnete erst um 9:00 Uhr und wir waren deutlich früher dort. Also musste stattdessen der Müsliriegel herhalten.

Die Straße verlief zumeist seicht bergab, aber die wenigen Steigungen haben uns dennoch ziemlich angestrengt. Hinzu kommt dass wir Mountainbikes bekommen haben und die sind auf der Straße kaum gerollt, so dass man fast ständig treten musste.

Unterwegs haben wir noch eine Straßensperrung gehabt, die wir als Radler, mit einem entsprechenden Funkruf des zuständigen Bauarbeiters mit dem Baggerfahrer, problemlos passieren konnten. 

Zum cachen haben wir auch angehalten und haben uns einen von Hand gegrabenen Tunnel angeschaut und an diesem „Aussichtspunkt – Culvert  Hand Digg Tunnel“ auch den Cache gefunden. 

Die vielen kleinen Orte an der Straße flogen vorbei und währenddessen haben wir immer wieder einen Blick auf den Fluss bekommen. Zum Radeln ist das eine schöne Strecke.

Der letzte Ort auf der Straße, bevor es auf den Highway nach Whanganui ging, Parikino, war erreicht. Jetzt waren es noch rd. 6 km bis zu einem Café in Upokongaro. Diese 6 km hatten es allerdings in sich, da es zuerst einen kleinen Pass hoch ging. Bei der Hälfte des Passes haben wir Pause gemacht und ich habe den Rucksack übernommen.

Oben auf dem Pass gab es einen Aussichtspunkt mit einem tollen Blick auf den Fluss. Wir waren völlig am Ende und unsere Hintern taten schon mächtig weh. Danach ging es den Pass wieder runter, zum Highway.

Jetzt waren es noch 15 km bis in den Ort Whanganui und noch rd. 4 bis zum Cafe.

In Upokongaro angekommen sind wir direkt in das Café 4fourty4 gegangen. Wir haben beide einen Burger mit Pommes und ein Ginger Beer bestellt, sozusagen als frühes Mittagessen. Denn wie waren schon um 11 Uhr dort.

Gestärkt mit dem leckeren Burger (mit Roter Beete, Ei, Tomate, Salat, Mayo und einem dicken Burger-Paddy) ging es dann den Rest nach Whanganui.

Bei wieder Stahl-blauem Himmel und gefühlten 30C° sind wir um 12:30 Uhr im Hostel angekommen und haben unser Zimmer bezogen.

Der nette Wirt, Calvyn, hat uns alles gezeigt und auch noch ein Eis-kaltes Bier gebracht.

Die Rucksäcke kamen eine halbe Stunde nach Ankunft. Perfekt, so konnten wir auch gleich eine Wäsche hinstellen.

Markus ist dann mit dem Rad noch einkaufen gegangen. Zum einen für unser heutiges Abendessen wie auch für das Frühstück für morgen und die Tagesverpflegung für die nächsten drei Tage.

Zum Abendessen gab es Toast Caprese mit Pesto, Tomaten und Mozzarella und dazu einen Salat. Soviel frische Sachen, einfach herrlich. Nachdem wir alle neuen Erfahrungen mit Julie und Anouck ausgetauscht hatten sind wir um 21 Uhr ins Bett gefallen.