Vom Start der 42 Traverse km 1103, bis zum Ende der 42 Traverse km 1134 – Wandertag 39, 31 km

Die Nacht war für mich nicht so erholsam. Zum einen musste ich zweimal Nachts raus und zum anderen bin ich bei jeder Drehung von der ISO-Matte gerutscht.

Dennoch sind wir mit dem ersten Tageslicht aufgestanden und haben um 6:45 Uhr den Wandertag begonnen. Glücklicherweise ohne Regen. Ziel von heute waren ca. 20km auf dem Trail zu gehen, irgendwo zu Zelten und es gemütlich angehen zu lassen.

Zusammen mit Anouck und Julie sind wir loslaufen. Der Weg war recht breit und gut zu gehen, für einen Radweg war das Gelände aber sehr steinig und zum Teil auch durch die Büsche sehr eng. Es ging zumeist bergauf. Aber natürlich auch immer wieder bergab vor allem wenn es Bäche zu durchqueren gab. Davon gab es 4 oder 5.

Der Weg führte uns zum Teil durch Wald aber hauptsächlich zwischen Büschen hindurch. Es war schön, aber bei weitem nicht so schön wie der Timber Trail. Aber er führte an einem schönen Wasserfall vorbei.

Nach ca. 20 km, und einige Stopps (für Müsliriegel) später mussten wir uns entscheiden, ob wir der 42 Traverse zum Ende folgen, oder ob wir dem Te Araroa folgen. Der Radweg (42nd Traverse) ist ca. 10km länger und hat mehr Höhenmeter zu überwinden, der TA soll allerdings sehr matschig und schwierig sein. Die kurze Diskussion brachte das Ergebnis, dass wir dem Te Araroa folgen. Da wir gerade so gemütlich beisammen waren haben wir auch unsere Mittagsrast gemacht.

Im Anschluss haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Julie musste noch ihren Rucksack nähen, so dass wir erst mal ohne sie weitergegangen sind. Inzwischen haben wir uns auch entschieden weiter zu laufen und nicht nach 20 km zur Mittagszeit aufzuhören.

Mit der Entscheidung auf den Te Araroa, und damit dem Waione Cokers Track, zu laufen, hat sich auch der Weg verschmälert und wurde deutlich anspruchsvoller. Man musste sich durch dichte Büsche drücken und immer wieder die matschigen Stellen umlaufen. Bis der Weg in einem Flussbett weiterging und durch den Fluss zur rechten Seite weiterging. Da ich noch trockene Füße hatte und Markus auch, haben wir die Schuhe aufgezogen und sind Barfuß durch den Fluss. Markus hat es die Füße weggezogen und er saß im Fluss! Außer einer nassen Hose und verletzten Stolz ist nichts passiert. Ich bin mit dem Rucksack an einen Ast hängengeblieben und habe versucht das Gleichgewicht zu behalten. Das hat zwar funktioniert, aber dafür habe ich meine Schuhe unter Wasser gedrückt.

Den Rest der Strecke ging es ganz gut voran, hier hat nur der Regen gestört. Kurz danach hat es wieder aufgehört zu regnen und die Sonne kam raus.

Am Ende des Trails waren wir ziemlich erledigt und sind zum Hillary Outdoors Education Center gelaufen. Eine Einrichtung für Jugendliche für diverse Outdoor Aktivitäten. Dort haben war unsere Wasservorräte aufgefüllt und sind zum heutigen Zeltplatz gelaufen.

Kaum war das Zelt aufgestellt hat es auch wieder zu regnen, oder besser zu schütten begonnen. Ein starker Gewittersturm ging herunter.

Wir haben gleich essen gemacht und es uns dann im Zelt mit lesen, surfen usw. gemütlich gemacht.

Von Taumanarui km 1075 bis zum Start des 42 Traverse Track km 1103 – Wandertag 38, 28km

Nach zwei Ruhetagen geht es heute weiter. Wir sind sehr früh aufgestanden, haben die übrigen Würstchen und Eier gefrühstückt und Sandwiches für unterwegs gemacht.

Um kurz vor 7:00 Uhr haben wir uns mit Julie und Anouck getroffen mit denen wir die heutige und vermutlich die nächsten Etappen laufen werden.

Um 07:15 Uhr haben wir uns auf die heutige Etappe begeben.  Der heutige Tag bestand aus rd. 10 km geteerter und rd 18 km Schotterstraße.

Den ersten Teil der Straße kannten wir schon, da der Kanutour-Veranstalter an dieser Straße seinen Sitz hat. Danach ging sie Straße mit einigen auf und ab’s tendenziell bergan. Die Umgebung war schön und so war die Straße nicht allzu unangenehm zu laufen.

Zu Beginn war es noch wolkig aber es wurde wieder sehr sonnig und heiß. Da es Straße immer entlang von Farmen und Farmland war gab es kaum Gelegenheiten zum gemütlich hin sitzen und Pause zu machen. In der ersten Pause haben wir unsere Sandwiches mit Julie und Anouck geteilt und die übrigen Karotten vom Vorabend gegessen. Sehr sehr lecker.

Am Ende eines langen und heißen Abstiegs ca. 4 km vor Owhango, haben wir eine zweite Pause gemacht und Kiwis und einen Apfel gegessen. Danach sind wir in die Siedlung Owhango gelaufen um dort in einem Kaffee was zu trinken. Leider gab es das Café nicht mehr.

Hier konnten wir zum ersten Mal ein Donnern hören. Damit war klar dass wir jetzt direkt zu unserem heutigen Ziel, einem Picknick-Platz, laufen.

Dort angekommen haben wir das Zelt aufgebaut, Markus hat Wasser zum filtern geholt und ich war im Fluss Baden bzw. mich waschen. Markus war später auch noch baden.

Dann kann leider das Gewitter näher und hat den Regen mitgebracht, so dass wir um ca. 16:00 Uhr alle in die Zelte verschwunden sind.

Nachdem wir von unserem Mittagsschlaf aufgewacht sind, haben wir unser Abendessen im Zelt gehabt. Das erste im Zelt und im Regen.

In Summe war es ein heißer, meist sonniger Tag mit viel Straße aber schönen Aussichten und zum Schluss Regen.