Vom Nr. 10 Camp km 1032 bis Taumanurui km 1075 – Wandertag 37, gelaufen ca. 20km 

Um 6:15 Uhr waren wir heute startbereit.  Der Trail führte uns weiter durch Wald und immer entlang der alten Holzarbeiter- Bahn.  Der Wolken verhangene Himmel sorgte dafür,  dass es nicht gar so heiß war wie an den letzten beiden Tagen.

Der Trail war immer wieder wie eine Schlucht in den Wald gegraben.  An anderen Stellen liefen wir an steilen Felsen entlang. 

Es ging über mehrere Hängebrücken und zumeist bergab.  Die „Spiral“ war eine für die Bahn gebaute Spirale mir einem 50m langen Tunnel,  um auf wenig Fläche viele Höhe zu gewinnen.  Da wir auf der ehemaligen Bahnstrecke liefen, sind wir auch die Spirale gelaufen mit samt dem Tunnel,  der natürlich keine Beleuchtung hatte. 

Zum Ende des Trails wurde das Gelände wieder gewohnter. Wir kamen an Farmland und einem Rotwild-Gehege vorbei, bis wir schließlich an einem Parkplatz ankamen.  Direkt neben dem Parkplatz ist ein recht neuer Campingplatz errichtet worden, den wir in unserer Planung auch als Übernachtung vorgesehen hatten.  Da wir jedoch schon um 10:30 Uhr dort waren, haben wir uns entschieden weiter an der Straße entlang zu laufen, um ggf. von jemandem nach Taumanurui mitgenommen zu werden. Zuvor haben wir aber noch eine Pause eingelegt. Während dieser sind einige Oldtimer an uns vorbei gefahren. Einer hat angehalten und uns etwas über die Ausfahrt oder besser das Rennen erzählt.

Das „hitchen“ hat auch relativ schnell geklappt, was mich besonders gefreut hat, da ich immer noch Probleme mit der Verdauung habe und der Bestand an Toilettenpapier auf quasi null gesunken ist. 

Der nette Fahrer hat uns in Taumanarui abgesetzt und uns ein Cafe empfohlen, welches auch Pies verkauft.  Das haben wir direkt genutzt.  Während des Essens und trinkens haben wir uns um unsere u.U. Unterkunft für die Nacht gekümmert,  da wir nun einem Tag früher als geplant ankamen und unser gebuchtes Motel für heute ausgebucht ist.

In der neuen Unterkunft angekommen haben wir Wäsche gewaschen und sind dann zum I- Punkt, um uns für die weitere Planung zu wappnen und danach noch ein wenig für das Frühstück einzukaufen.

Das wird morgen vermutlich auch den Tag in Anspruch nehmen. 

Ein weiterer Tag auf einem angenehm zu laufenden Trail, mit wechselndem Bewuchs und mit vielem Wolken.

Von Piropiro Campsite km 1007 bis Nr. 10 Campsite km 1032 – Wandertag 36, 25 km

Mit Porridge zum Frühstück und einem sehr späten Start ging es heute erst um 8:30 Uhr auf den Timber Trail.

Es begann mit ein wenig Schotterstraße. Dann ging es steil bergauf um danach wieder steil bergab zu gehen. Nach ca. 5 km kam die Maramataha Gorge Swing Bridge. Eine 141m lange Hängebrücke. Von dieser konnte man im Vergleich zu den Hängebrücken an Vortag auch eine Aussicht genießen.

Danach verlief der Trail stetig bergan um dann nach einigen Kilometern wieder stetig bergab zu gehen. Der Weg war weiterhin einfach zu gehen und gut ausgeschildert.

Nach rund der Hälfte der Strecke haben wir eine Mittagspause eingelegt und nach drei Tagen ohne Thunfisch (wir hatten Wraps mit Salami und Käse und Hühnchen aus der Dose) hatten wir heute mal wieder Thunfisch.

Der Weg war wieder abwechslungsreich und vor allem Wald, aber auch Felsen und Wiesen. Zudem sind einige Schilder entlang des Trails die über unterschiedliche Tiere usw. informieren. Unter anderem wird auch über die Geschichte der Waldarbeiten und der Bahn, die zum Verladen und transportieren der Baumstämme eingesetzt wurde informiert. Auf dieser ehemaligen Bahnstrecke laufen wir den restlichen Trail.

Um 15 Uhr waren wir dann am Ziel für heute angekommen. Ein sehr einfacher Zeltplatz, aber mit einer kleinen Hütte in der man im Schatten sitzen konnte.

Unsere Beine sind immer noch sehr schwer aber es ging ganz gut.

Auch heute war es wieder sehr sonnig und sehr heiß. Um 17 Uhr kamen ein paar Wolken auf, was sehr angenehm war.

Von Ngarherenga Campsite km 970 zur Piropiro Campsite km 1007 – Wandertag 35, 37 km (tatsächlich 40km)

Kurz nach dem Sonnenaufgang, um 6:45 Uhr, haben wir uns heute auf den Weg und damit auf den Timber Trail begeben.

Der Timber Trail ist ein 84 km langer Wander- und Radweg. Der Weg ist sehr gut ausgebaut, schön zu laufen und einfach.

Zu Beginn war es ein sehr abwechslungsreicher und noch Recht kühler Wald. Mal waren Farne vorherrschend, mal waren es, für mich unbekannte, Laubbäume. So nach und nach kam immer mehr die Sonne durch und veränderte den Wald.

Nach den ersten 10km gab es einen Abzweig zum Gipfel des Mt. Pureroa. Den haben wir genommen und sind auf den Gipfel gestiegen. Der Weg war auch hier schön, ohne Matsch und recht einfach zu gehen. Die 200 Höhenmeter waren schnell gemacht. Die Aussicht von Gipfel war atemberaubend. Man hatte Ausblick auf Lake Taupo, Mt. Ruapehu,  Mt. Nagaruhe und Mt. Taranaki. Und die Berge waren schon um einiges näher wir vor zwei Tagen. Zudem hatten wir hier die besten Bedingungen um das Zelt zu trocknen und eine frühe Mittagspause zu machen.

Der weitere Weg, von Gipfel zurück zum Timber Trail war deutlich anspruchsvoller wie der Aufstieg aber auch gut zu machen.

Weiter auf dem Timber Trail über vier Hängebrücken, die zum Teil ziemlich lang und hoch waren. Für Markus kein wirkliches Vergnügen. Wir gingen bis zu einem Picknick-Platz, Harrison Creek.

Das war unser eigentliches Ziel für heute (bei km 995, 21km), aber es war noch früh am Tag, und so entschlossen wir uns bis zum nächsten Campingplatz zu gehen, der nach den Karten zum Trail bei km 1007, also nach 36km, liegt. Auf den Timber Trail waren es nach den Kilometer-Tafeln 40 km. Egal. Auf diesem Abschnitt haben wir die 1000km Marke überschritten. Markus hat extra eine Linie in den Boden geritzt. Das war ein sehr cooler Moment, auch wenn wir da schon völlig erledigt waren.

Markus hat das Zelt aufgestellt, so dass ich mich und meine Klamotten waschen und Medikamente gegen Durchfall nehmen konnte.

Und dann standen noch die üblichen Sachen wie Abendessen,  Wasserfiltern, Notizen schreiben, Füße eincremen usw. an. Um 20:30 Uhr lagen wir dann völlig erschöpft im Zelt.

Ein sehr sonniger, heißer und abwechslungsreicher Tag.

Von Te Kuiti km 917 zur Ngarherenga Campsite km 970 – Wandertag 34, 53 km

Mit einem leckeren Frühstück mit Brot,  Humus und Nutella, sind wir heute um ca.  7:30 Uhr gestartet.

Bei wolkigem Himmel ging es durch den Ort. Vorbei an der Schafscherer-Statue zum Ortsausgang. Dort ging es auf den Mangaokewa River Track. Diesem Track sind wir bis km 933, also rd. 20 km gefolgt. Der Weg war landschaftlich sehr sehr schön und sehr abwechslungsreich. Er verlief immer am Fluss entlang, mit unterschiedlichen Landschaften, wie Hügel mit Felsen, Wald, Wiesen und und und. 


Aber der Weg verlangte sehr viel von uns. Es ging sehr häufig auf und ab. Man lief immer in einer Schräglage zum Fluss hin und zum Teil war es rutschig und mit hat es min. 4 Mal die Füße weg gezogen. Zum Glück hat es mich immer nur auf den Hintern gesetzt und nicht in den Fluss gezogen.

Auf den Weg haben wir immer wieder Jan und Luzia getroffen. Jan ist an einer Stelle mit einem Bein in ein rund ein Meter tiefes Loch getreten. Zum Glück hat er sich nicht verletzt.

Verlaufen haben wir uns auch zwei Mal, so dass ich wirklich völlig am Ende war als wir endlich auf der Farmstraße ankamen. Hier haben wir Julie wieder getroffen.

Am Ende der Straße sind wir zur nächsten Straße und zu dem Campingplatz von Sam und Laura (den Landbesitzern) gekommen. Hier wollten wir ursprünglich den Tag beenden, aber es war gerade 15 Uhr und wir entschieden uns weiter zu gehen, um die 37 km Straße des nächsten Tages zu verringern. Als dann ein Auto vorbeifuhr.  Als der Wagen wieder zurück kam, bin ich zur Straße gerannt und habe gefragt, ob er uns ein Stück mitnehmen kann. Was er getan hat, und nicht nur das, er hat uns die gesamte Straße bis zum nächsten Track-Abschnitt gefahren und uns damit einen Tag gespart. Sehr sehr nett, vor allem weil es 35 km in die falsche Richtung für ihn waren.

Am Campingplatz haben wir unser Zelt aufgestellt und noch ein wenig gesonnt.

Ein sehr fordernder Tag mit viel Sonne und tollen Landschaften.