Ngaruarwahia Ruhetag

Neil ist schon sehr früh aus dem Haus, so dass wir das Haus ganz für uns hatten.  Wir haben gemütlich gefrühstückt mit Speck, Eiern und Toast. Und haben anschließend geplant wie es weitergeht und was wir alles Einkaufen müssen.

Im Anschluss wollten wir nach Matamata fahren und uns Hobbingen anschauen.  Da aber die meisten Touren bereits ausgebucht und die Kommentare eher mässig waren, haben wir uns entschieden Hobbingen nicht anzusehen und die 80$ pro Person zu sparen.

Also haben wir Julie’s Auto genommen (das hat sie uns einfach so angeboten) und sind nach Hamilton gefahren,  haben in den Outdoorshops nach einem größeren Wasserfilter geschaut, aber dann doch nicht gekauft ($117). Und die erforderlichen Outdoormeals für die kommenden Tage eingekauft. 

Auf dem Rückweg haben wir noch beim Countdown die Einkäufe für die nächsten 5 Tage gemacht. Leider gab es mal wieder keine OSM Bars mit Mandeln. 

Zurück von der Shoppingtour gab es die Reste von unserer Wokpfanne. Sehr lecker mit viel Gemüse. Orangen haben wir uns direkt vom Baum vor dem Haus genommen.

Ein sehr entspannter,  sonniger Tag.  Dem wir größtenteils auf der Terrasse von Neil verbrachten. 

Julie rief uns von unserer gestrigen Unterkunft an. Wir haben sie mit ihrem Auto abgeholt, lustig. So können wir den Abend gemeinsam verbringen.

Von Huntly nach Ngaruawahia, Wandertag 27, 12 km

Da heute ein kurzer Tag ist haben wir uns morgens Zeit gelassen. Wir haben unser Porridge gegessen und dann noch ein gekochtes Entenei. Die Wirtin der Unterkunft – Remember then – hat ein paar Enten und hat Eier zur Verfügung gestellt.

Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam mit Bettina und Armin aufgebrochen. Den Trailnotes zufolge haben wir 12 km Wald auf dem Hakarimata Walkway zu laufen und dafür benötigt man nach der Beschreibung 6-7 std.

An der Straße, noch vor dem Wald haben wir noch einen Geocache gesucht und gefunden. Bettina und Armin haben wir am Eingang des Trails wieder eingeholt. Da sie heute noch einiges mehr laufen, haben sie sich schon mal verabschiedet, da sie zügiger laufen wollten. Wir haben es ruhig angehen lassen und noch Caches auf den Weg gesucht.

Der Weg war zu Beginn Recht einfach und hatte zwei schöne Aussichtspunkte mit tollen Blick auf Huntly (zurück) und nach Süden. 

Der tramping Treck, so wird ambitioniertes wandern in Neuseeland genannt, der sich anschloss war sehr schön aber anstrengend. Zum Teil sehr eng bewachsen mit vielen Wurzeln und viel hoch und runter.

Auf dem Weg haben wir dann Bettina und Armin ein- und überholt, da wir erst auf dem Gipfel eine Pause machen wollten. Um 12 Uhr hatten wir den Gipfel mit Hubschrauber Landeplatz und Aussichtsturm erreicht. Dort gab es wie üblich Wraps mit Thunfisch und danach noch einen mit Nutella und Erdnussbutter. Hier haben uns Bettina und Armin wieder eingeholt.

Hier war eine Menge los. Der Gipfel ist ein beliebtes Fitnessziel von Ngaruawahia kommende Leute.

Von dort ging es über viele Treppen in den Ort. Und damit auch zu unseren Ziel. Wir werden heute bei Neil übernachten, das ist Julies Exfreund. Neil hat uns angeboten eine oder auch mehrere Nächte zu bleiben – und das obwohl er uns gar nicht kennt. Die Freundlichkeit ist überwältigend.

Im Ort ging es noch durch einen Park. Da haben wir Ben und Natalie wieder getroffen und auch Armin und Bettina. Kurz vor dem Haus von Neil haben wir noch ein holländisches Pärchen (Mat und  Marissa) kennengelernt. Die werden wir sicher alle nochmal sehen.

Am Haus von Neil angekommen haben wir den versteckten Schlüssel gefunden und auch die Alarmanlage war gemäß Anleitung schnell abgeschalten.
Wir haben Neil eine Nachricht gesendet dass wir angekommen sind und Abends für ihn kochen. Also sind wir Einkaufen gegangen. Zum Glück haben wir die Regenjacken angezogen denn auf dem Rückweg hat es begonnen regnen.

Ich bin sehr gespannt darauf Neil kennenzulernen. 

Abends haben wir noch asiatisch gekocht und gemeinsam mit Neil gegessen und geredet.

Ein sehr netter Abend und ein tolles Bett.

Von Rangiriri nach Huntly – Wandertag 26, 21,5 km

Die Nacht war sehr erholsam. Wir sind um 7:00 Uhr aufgestanden, haben alles gepackt und sind gegen 7:30 Uhr in den Pie-Laden gegangen. Wir hatten einen Bacon-Egg-Pie und ein Sandwich mit Ei, Spinat, Tomate, Bacon und Paprika. Sehr lecker.

Der Track verlief hauptsächlich über Farmland entlang des Flusses Waikato. Immer auf einen Damm. Der war mal mit hohem Gras bewachsen, mal von den Kühen niedergetrammpelt oder von den Kühen besetzt.

Durch die Kuhherden zu laufen ist immer ein seltsames Gefühl. Bisher waren es nicht ganz so viele und die meisten laufen recht schnell weg. Heute allerdings mussten wir wirklich durch die Herde gehen. Die Kühe sind zwar zur Seite gegangen, haben uns dann aber bis zum nächsten Zaun verfolgt.

Ansonsten war der Weg nicht so abwechslungsreich wie andere zuvor. Den Weg sind wir mit Armin und Bettina gelaufen, die beiden haben wir bei der Fahrt zum Cape bereits kennengelernt. Rd. 6km vor der Unterkunft haben wir einen Abstecher zum Supermarkt gemacht und noch ein paar Kleinigkeiten wie Obst eingekauft.

Da der Weg sehr einfach war waren wir auch schnell bei der nächsten Unterkunft. Die Wirtin, Judy, hat uns willkommen geheißen, die Küche, Dusche usw. gezeigt. Wir haben das Zelt aufgestellt und sind duschen gegangen.

Wieder frisch haben wir uns noch Kekse gegönnt und dann ein leckeres Fertiggericht.

Der Tag war einfach und sonnig. 

Auckland-Mercer / Mercer-Rangiriri – Wandertag 25, 26 km

Nach zwei Tagen in Auckland haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Da es nach Auckland sehr viel Straße zu wandern gibt und dazu der nächste Abschnitt (die Hunua Ranges) noch gesperrt ist, haben wir uns entschieden mit dem Bus von Auckland zum übernächsten Abschnitt zu fahren. So dass wir ein Bus-Ticket nach Pokeno gekauft haben

Da der Bus zum 8:00 Uhr abfuhr, man 15 min. vorher da sein soll und wir noch frühstücken wollten, durften wir um kurz vor 6 Uhr aufstehen.

Wir waren pünktlich am Bus. Als der Busfahrer die Rucksäcke in den Laderaum packte, fragte er Markus, ob wir den Trail gehen und ob er für uns anstatt in Pokeno in Mercer (direkt auf den Trail) raus lassen soll. Sehr freundlich, denn damit müssen wir nicht schauen wie wir von Pokeno nach Mercer kommen.

Nach rd. einer Stunde Busfahrt fährt der Busfahrer auf dem Seitenstreifen, halt an und lässt uns raus. Direkt an der Abfahrt nach Mercer und quasi direkt an Trail. Echt cool. Wir mussten nur noch ein paar Meter die Ausfahrt hoch laufen und wir waren wieder auf dem Track.

Es ging sofort steil bergauf und entlang von Zäunen und immer wieder auf und ab. Mit netten Aussichten. Das einzig nicht so schöne war, dass man die Autobahn ständig hörte.

Im Anschluss ging es einen Kilometer oder so direkt entlang der Autobahn. Bei uns wären wir bestimmt eine Gefahrenmeldung im Radio gewesen, hier wurde uns gelegentlich freundlich zugewinkt, sehr Kurios.

Später ging es von der Autobahn Weg über Farmland entlang einer Flusses. Über einige Zäune (stiles) und mit unterschiedlichen wegen und Pflanzen.

Dann an einer Rennstrecke entlang, ich glaube das nennt sich Stockcar races, auf der gerade rennen gefahren wurden.
Interessant, aber eher für Einheimische. Wir waren dort eher Fremdkörper. Aber egal es gab was zu trinken und Eiscreme. Was will man mehr.

Wieder auf dem Trail ging es am Fluss entlang und immer wieder hoch und runter und auch mit Krabbeleinlagen, oder durch Dornensträucher.

Sehr abwechslungsreich. Zum Schluss ging es noch an der Straße entlang. Dort haben wir ein Pärchen aus England getroffen (Ben und Natalie) und auch Bettina und Armin. Mit denen gemeinsam sind wir bis zur heutigen Unterkunft bei Cathy Miller gelaufen.

Kaum angekommen haben wir uns nach einer Dusche die leckeren Pies (Steak, Käse, Zwiebeln und Hackfleisch mit Käse) schmecken lassen. Lecker und sehr heiß.
Danach gab es noch Eiscreme für Markus und einen Schoko-Pie für mich.

Ein schöner sonniger abwechslungsreicher Tag.

Auckland Ruhetag

Ausgeschlafen und mit einem leckeren Frühstück im Magen haben wir heute Vormittag wirklich ausgeruht.  Um kurz nach 10 Uhr hat uns Bruce am Hostel für eine Auckland Tour  abgeholt. 

Im Auto waren schon Anouck und Lisette, auch eine TA Hikerin, die wird heute das erste mal getroffen haben. 

Bruce hat uns zum Piha Beach gefahren.  Dort in der Nähe hat er einige Zeit gelebt.  Auf dem Weg haben wir an einem Aussichtspunkt angehalten. Im Anschluss waren wir in einem sehr netten Cafe. Haben eine Kleinigkeit gegessen (ich ein Zimt-Brioche und Markus einen Schoko-Kuchen). Was sehr lecker war. 

Auf dem Rückweg nach Auckland hatten wir noch einen Stopp an einem Aussichtspunkt und bei der Eden-Arena, dem Stadion der neuseeländischen Rugby-Mannschaft, den All Blacks.

Um 14 Uhr waren wir wieder zurück im Hostel.  Da wir Morgen wieder auf dem Trail gehen steht packen an.  Aber vorher ist noch genug Zeit zum ausruhen. Da wir unsere Schuhe ausgetauscht haben, haben wir die alten und die neuen gegenübergehalten, die alten Daten schon ganzschön fertig aus.