Auckland Coast to Coast Walkway – Wandertag 24, 14 km

Heute ein Wandertag ohne Rucksack. Das ist echt angenehm. Aber zuerst haben wir die neuen Schuhe aus der Bouncebox geholt und alles was wir sonst noch brauchen. Dann haben wir die Box wieder gepackt. Dann ging es zur Post und danach zum Frühstück in ein kleines Kaffee mit vielen Leckereien.

Gut gestärkt mit Müsli, Zimtschnecke und anderem ging es dann auf den Trail. Der größte Teil verlief auf der Straße aber es gab auch andere Abschnitte.

Man sieht sehr viel von der Stadt und kommt bei einigen schönen Aussichtspunkten vorbei. 

Unterwegs hat sich Bruce gemeldet. Er war mit Julie und Anouck in Takapuna frühstücken. Er hat vorgeschlagen dass wir uns morgen, am Samstag treffen damit er uns Auckland zeigt. Echt cool. Leider ist Bruce immer noch verletzt und kann vorerst nicht weiter laufen.

Der Weg führte uns weiter über den Mt. Eden und den One Tree Hill und dann weiter zur Küste.

Bevor wir mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren sind haben wir noch unseren Einkauf für die nächsten Tage erledigt. 

Wieder zurück im City Center haben wir die Einkäufe verpackt und sind die restlichen Erledigungen angegangen. Unter anderem haben wir den Pass für die DOC Hütten (Unterkünfte in denen wir öfters auf der Südinsel übernachten werden) gekauft. 

Danach haben wir unser Abendessen mit Gemüse, Lammfleisch und Reis gekocht und dann sind wir auch schon bald ins Bett gefallen. 

Auckland war sehr windig und kühler als die letzten Tage, aber schön 

Von der Dacre Hütte nach Auckland – Wandertag 23, 30km

Um 5 Uhr hat heute der Wecker geklingelt. Wir sind auch alle gleich aus unserem Matratzenlager aufgestanden und haben uns in der Dunkelheit fertig gemacht. Denn heute brauchen wir den wirklich niedrigsten Stand der Ebbe, ansonsten können wir nicht furten.

Als wir aufbrachen dämmerte es und es gab ein wunderschönes Licht in der Bucht. Das sollten wir öfters machen. Aber es war auch noch recht kühl.

Wir sind wie Perlen an der Schnur nacheinander zur Furt getrappelt. Leider ist es von außen nicht so einfach zu sehen wo der flachste Punkt für die Querung ist. Also haben wir unsere Shorts ausgezogen und sind langsam in den Fluss getreten. Danny ging etwas weiter im Landesinneren aber vor uns in den Fluss. Anouck und Julie haben sich auf den Weg zur Alternative gemacht, ihnen war das zu gewagt. 

Ich bin hinter Markus gegangen und als mein Rucksack das Wasser berührte, habe ich diesen auf die Schulter gelegt. Aber wir waren noch nicht an der tiefsten Stelle. Die sollte nach Beschreibung Hüfttief sein. Naja bei mir war das Wasser am Ende auf Brusthöhe, aber wir haben es geschafft.
Eine coole Erfahrung, und nicht kalt.
Wir entschieden uns noch das Flussbett vollständig zu queren und uns dann auf dem Track zu trocknen und die Klamotten zu wechseln. Beim loslaufen fragte Markus ob noch alles am Platz sei, das war es bei ihm. Aus Jux fragte ich auch, als dann die Antwort kam – wo sind deine Schuhe? – stieg in mir die Panik langsam hoch. Die hingen vor der Furt noch am außen am Rucksack. Verdammt, in Sandalen kann ich die heutigen 28 km nicht laufen.

Also haben wir einen Blick zurück geworfen, und glücklicherweise schwammen meine Schuhe auf den Fluss. Mit samt den Socken und den Gamaschen drin. Da hab ich echt Glück gehabt.

Danny hat seine Klamotten am Zaun entlang des Weges getrocknet und Tee gemacht und auf Julie und Anouck gewartet. Wir sind weitergegangen, damit ich meine Füße in den patsch nassen Schuhen langsam trocken laufen kann.

Danach verlief die Wanderung zumeist entlang der Küste auf gepflasterten Wegen, aber einigermaßen abseits der großen Straßen.

In einem Cafe an der Strecke haben wir einen Cafe getrunken und etwas aufgewärmt. Den nächsten Stopp nach vielen sehr schönen Aussichten und sehr interessanten Häusern machten wir im Takapuna Beach Cafe. Ich habe einen Burger mit Waguy Beef gegessen und Markus hatte Pancakes mit Fisch. Beides war extrem lecker. Auch der Service war toll, so dass wir auch noch ein Eis zum Nachtisch hatten. Sehr empfehlenswert.

Da Julie und Anouck hier übernachten wollen haben wir dort einige Zeit verbracht und per SMS getextet ob wir uns noch sehen, den nach den heutigen Wandertag werden sich unsere Wege erst Mal trennen. Leider hat es nicht geklappt  aber wir bleiben in Kontakt

Das leckere Essen schwer im Magen ging es bis Devonport weiter. Von dort mit der Fähre nach Auckland. Während wir auf die Fähre warten, meldet sich Denis und fragt ob wir uns heute noch treffen können, was perfekt ist, denn dann bekommen wir unsere Bouncebox heute schon und müssen und keine Gedanken mehr machen.

In der Jugendherberge angekommen haben wir unser Zimmer bezogen, Wäsche gewaschen, und Markus hat sich mit Denis vor der Unterkunft getroffen. Perfektes Timing.

Am Abend haben wir nur noch die nächsten Tage geplant, eine Einkaufsliste geschrieben und neue Schuhe aus der Box geholt und ein paar Sachen ausgetauscht  So können wir die Box gleich wieder weitersenden.

Ein ereignisreicher Tag mit vielen fantastischen Ausblicken und viel Sonne

Von Orewa zur Dacre Hütte – Wandertag 22, 16km

Die Wettervorhersage für heute hat vorhergesagt, dass es heute bis Mittag regnen wird. Daher haben wir uns mit dem Start in den Tag Zeit gelassen. 

Wir haben zum Frühstück das restliche Brot vom Abendessen samt Wurst, Avocado und Käse. Mal was anderes. Und wir haben Avocados als leckere Frucht entdeckt.

Um kurz nach 10 Uhr mussten wir die Cabin verlassen und da es aufgehört hatte zu regnen sind wir auch direkt los gelaufen. Geplant war heute bis zum Stillwater Campingplatz zu laufen um morgen möglichst früh, zur Ebbe, die tiefe Furt zu machen. Wie so oft, kann es etwas anders.

Wir sind also die 13 km auf der Straße zum Campingplatz gelaufen. Dort haben wir auf einen Schild von einer Hütte direkt bei der Furt gelesen. Markus hat angerufen und nach einer Stunde kam der Rückruf, dass wir in der Hütte übernachten können und damit erst um 5 Uhr aufstehen müssen. Dafür mussten wir noch 3km laufen.

Die Hütte ist sehr einfach aber es ist alles da, was wir für den Abend brauchen. Sprich es gibt Wasser und eine Toilette und wir brauchen nicht das Zelt aufbauen.

Am Abend haben wir noch gegessen und dann ging es auch schon bald ins Bett. Damit wir genug Schlaf bekommen um morgen die Tiefe Furt zu machen. Ich bin ein wenig nervös, mal sehen wie es läuft.

An der Straße laufen ist nicht wirklich angenehm. Aber die letzten drei km war ein richtig schöner Track. Und obwohl Regen angesagt war, hat die Sonne geschienen.