Vom Holiday Park Arrowtown km 2682 bis zur Unterkunft am Lake Hayes km 2693 -Wandertag 💯, 11 km – 18.02.18

Nach einer unruhigen Nacht auf dem Campingplatz sind wir erst sehr spät in unseren 100sten Wandertag gestartet.

Heute hatten wir einen kurzen Tag geplant, nur 11 km, da es in Queenstown keine bezahlbaren Unterkünfte gab. Aus diesen Grund übernachten wir heute in Lake Hayes Estate in einem AirBnB.

Den Vormittag in Arrowtown haben wir mit einem super leckeren Frühstück im Café Provisions verbracht. Es gab Pancakes, Zimtbrötchen, Bruschetta mit Avocado, Schinken und poschierten Eiern. Und natürlich Kaffee. Vom Café sind wir auf den Farmers Markt und haben uns die lokalen Produkte angeschaut. Und natürlich auch etwas gekauft. Diesmal war es ein leckeres Brot und guten Gruyere Käse. Beides ist nicht einfach in Neuseeland zu bekommen.

Von dort aus ging es noch zum Supermarkt um eine Wurst (Salami) zu kaufen. Mit diesen Leckereien im Gepäck haben wir uns dann auf den Weg nach Lake Hayes gemacht.

Der Weg war hauptsächlich ein Radweg und war entweder geschottert oder geteert. Er führte durch eine Wohnanlage mit Golfclub und entlang des Lake Hayes. Nach 11 km waren wir angekommen.

Wir haben unsere Wäsche gewaschen und aufgehängt und eine heiße Dusche genossen.

Um ca. 17 Uhr haben wir das halbe Brot mit Wurst und Käse genossen und die trockene Wäsche von der Leine geholt.

Später haben wir noch einen Spaziergang zum lokalen Restaurant gemacht und ein gutes Abendessen genossen. Heute gab es für mich einen Salat mit Brokkoli, Artischocken und gegrilltem Lachs und Markus hatte zwei kleine Pizzen.

Ein schöner und sehr gemächlicher 100ster Wandertag mit viel Sonnenschein, einzelnen Wolken und einigen Leckereien.

Von der Roses Hut km 2660 bis zum Holiday Park Arrowtown km 2682 – Wandertag 99, 22 km (gelaufen 12 km) – 17.02.18

Da wir die Hütte für uns alleine hatten, hatten wir eine ruhige Nacht. Nur das Possum, welches versucht hat rein zu kommen, hat den Schlaf gestört.

Erst um 7 Uhr oder so, sind wir aufgewacht und haben überlegt was wir heute machen. Das Wetter war sehr bewölkt und sah nach Regen aus. Welcher dann auch kurz danach eingesetzt hat.

Nach einem Frühstück mit Wraps und heißer Schokolade haben wir uns entschlossen loslaufen. Ziel sollte Macetown sein, ein verlassener Goldgräber Ort.

Beim loslaufen haben wir einen kurzen Moment erwischt, wo der Regen nur ganz wenig war. Das hat nur leider nicht lange gehalten und dann hat es richtig geregnet.

Der Weg war wieder sehr gut und technisch einfach. Es ging erstmal auf den Roses Saddle auf 1270m hoch, um dann gemächlich zum Arrow River wieder abzusteigen.

Der Regen hat den Weg schnell in einen rutschigen Pfad verwandelt. Aber alles noch gut machbar.

Auf dem Sattel waren wir dann schon völlig durchnässt aber wir haben auch schon die ersten Sonnenstrahlen gesehen und dazu auch noch einen schönen Regenbogen.

Durch Tussock-Gras und Dornen-Büsche sind wir dann zum Arrow River gekommen. Am Fluss konnten wir uns entscheiden entweder am/im Fluss weiter zu gehen, oder auf einen Pfad oberhalb des Flusses. Zuerst haben wir uns für den Pfad oberhalb des Flusses entschieden, sind aber kurz danach doch zum Fluss abgestiegen.

Hier gab es zwar keinen definierten Weg, aber es war viel schöner im oder am Bachbett entlang zu laufen. Inzwischen hat die Sonne auch die Oberhand gewonnen und der Regen hat aufgehört.

Wir haben uns unseren Weg entlang des Flusses gesucht, dabei gefühlte hunderte Male diesen durchquert. Auf einem trockenen Bachbett haben wir eine kurze Pause gemacht und versucht und ein klein wenig zu trocknen.

Um 12:30 Uhr sind wir dann endlich in Macetown, einem historischen Goldgräber Relikt, angekommen. Hier haben wir unsere Sachen zum trocknen über die Schautafeln gehängt, und uns in die Sonne gelegt.

Zum Zelten hier hatten wir nicht wirklich Lust. Aber weiter zu laufen war mit den Muskelschmerzen von Markus auch keine Option.

Kurz bevor wir schon aufgeben und das Zelt aufstellen wollten, haben wir dann noch eine Mitfahrgelegenheit nach Arrowtown bekommen.

Das war eine besondere Erfahrung, den so konnten wir in einem Allrad-Wagen einen schönen 4-Wheel-Drive-Track erleben. Mit Furten und allem drum und dran. Das hat viel Spaß gemacht, aber fahren wöllte ich das nicht.

In Arrowtown angekommen haben wir geschaut, ob es noch eine Unterkunft gibt, aber das einzig Freie war ein Zeltplatz auf den Campingplatz. Den haben wir natürlich genommen. Das Zelt war schnell aufgestellt und dann war es nach einer Dusche auch schon Zeit fürs Abendessen.

Arrowtown ist eine historisch wieder aufgebaute Goldgräber Stadt, was einen besonderen Charme hat und viele Touristen anlockt.

Zum Abendessen waren wir in einem spanischen Restaurant und haben uns Tapas schmecken lassen. Aller erste Qualität. Sehr lecker.

Ein interessanter Wandertag, der schöne Aussichten und eine fantastische Schlucht, starken Regen aber auch sehr viel Sonnenschein zu bieten hatte. Sehr cool.

Von der Fern Burn Hut km 2644 bis zur Roses Hut km 2660 – Wandertag 98, 16 km – 16.02.18

Die Nacht war ruhig und wir haben gut geschlafen. Beim Toilettengang in der Nacht konnte man den Sternenhimmel bewundern. Es ist grandios was man ohne störende Lichtquellen, wie Straßenlaternen, alles sehen kann.

Nach dem ersten Aufwachen haben wir uns nochmal umgedreht. Um kurz vor 7 Uhr sind wir dann los. Heute stand auf dem Plan zur übernächsten Hütte, der Roses Hut, zu gehen. Da die Beschreibungen von dem fordernsten und anspruchsvollsten Abschnitt sprachen und die Zeitangabe 10-11 Stunden war, wollten wir früh starten.

Gleich zum Start ging es einen sehr steilen Anstieg hoch, und wir kamen trotz der frühen Stunde schnell ins schwitzen. Der Weg war gut markiert und ausgetreten, so dass man diesen nicht verfehlen konnte.

Es ging stetig bergan. Von der Fern Burn Hut (740m) bis zum Jack Hall’s Saddle (1275m). Der Weg führte mal durch Tussock-Gras, mal durch Büsche und mal über felsigen Untergrund. Die Wanderung war abwechslungsreich und anstrengend.

Vom Jack Hall’s Saddle ging es dann wieder bergab. Er führte uns auf steilen Pfaden aber technisch einfachen Wegen zur nächsten Hütte, der Highland Creek Hut (850m). Dort haben wir eine kurze Rast für einen Müsliriegel und Nüsse eingelegt.

Von der Highland Creek Hut ging es wieder stetig und steil bergauf bis wir bei rd. 1240m waren. Auf dieser Anhöhe hätte man sehr schöne Blicke, vor allem auf den noch vor uns liegenden Weg. Der uns wieder steil bergab führte, um einen kleinen Bach ohne Namen auf 790m zu queren.

An diesem haben wir nochmal eine kurze Pause gemacht, unsere Wasservorräte aufgefüllt und noch einen Müsliriegel gegessen, bevor wir uns an den letzten Aufstieg für heute machten.

Auch dieser Aufstieg ging durch hohes Tussock-Gras, Büsche, normales Gras, Felsen, etc. Oben angekommen, was auf ca. 1200m war, hatte man einen fantastischen Blick zurück auf den Lake Wanaka. Solche Ausblicke lassen einen die vielen Schweißperlen und die Muskelkrämpfe nachts vergessen.

Nach ein paar hundert Metern weiter auf dem Track konnte man in der Ferne bereits die Roses Hut sehen. Bis zur Hütte trennten uns nur rd. 3 km und 450 Höhenmeter.

Bevor wir zur Hütte kamen mussten wir noch einen Bach queren, was wir ohne nasse Füße zu bekommen geschafft haben und ein paar Schafe vertreiben.

In der Hütte waren wir erst mal alleine und konnten unsere Shirts usw. auswaschen und zum trocknen ausbreiten.

Da wir bereits nach ca. 7h, gegen 14:20 Uhr, angekommen sind haben wir noch unser Mittagessen gegessen und es uns bequem gemacht.

Ein schöner Tag mit Sonne-Wolken-Mix und viel Wind. Grandiose Aussichten und technisch einfache Wege aber keine Schotterstraßen. So lässt sich das Wanderleben genießen.

Von Wanaka km 2620 zur Fern Burn Hut km 2644 – Wandertag 97, 24 km – 15.02.18

Nach zwei Ruhetagen sollte es heute wieder auf den Trail gehen, aber zuvor hatten wir noch ein leckeres Frühstück mit Porridge, Toast, Kaffee und Milch.

Um 8:00 Uhr konnten wir uns dann einigermaßen motivieren los zu laufen.

Die ersten 14 km ging es entlang des Ufers des Lake Wanaka. Der Weg war ein Rad- und Fußweg. Sehr schön angelegt und einfach zu gehen.

Je weiter wir uns von Wanaka in westlicher Richtung entfernt haben desto rauer wurde die Uferlinie. Aber der Weg war durchgängig gut gepflegt und einfach zu gehen. Zu Beginn des Weges haben wir noch viele Läufer gesehen, die für die Wanaka Challenge, einen Triathlon am 17.02.18, trainierten. Später trafen wir nur noch ganz vereinzelt jemanden auf dem Weg.

Das Wetter war sonnig aber mit böigem Wind. Nach rund 14 km haben wir den Campingplatz Glendhu Bay erreicht. Von hier aus ging es 2,5 km auf einer Schotterstraße zu einem Parkplatz und damit auch zum Anfang des nächsten Tracks, dem Motatapu Alpine Track.

Auf dem Weg dort hin, haben wir noch eine Pause eingelegt und zu Mittag gegessen. Während wir Pause machten lief Chris, ebenfalls TA Hiker, vorbei.

Der Track starte mit Farmland, was nicht allzu spannend war, wurde aber direkt nach Verlassen des Farmlands ein sehr schöner Track. Es ging durch den Wald und entlang eines Baches, dem Fern Burn.

Dort trafen wir Chris bei einer Pause wieder und einen älteren Herrn mit seinem Sohn und dessen Freundin. Mit denen haben wir uns ein wenig unterhalten, zumeist auf Deutsch, da der Herr sehr gut Deutsch sprach.

Der weitere Weg war dann deutlich anspruchsvoller, sowohl technisch als auch von den Aufstiegen, als wir uns das vorgestellt hatten. Uns war klar, das wir noch 400 Höhenmeter auf rd. 7 km Strecke zu machen hatten, aber dass der Weg kreuz und quer, steil hoch und runter ging, dass hatten wir nicht gedacht. Dennoch war der Weg und die Umgebung sehr schön.

So überrascht kamen wir dennoch recht gut voran und waren um 14:30 Uhr an unserem heutigen Ziel der Fern Burn Hut angekommen. Chris war schon da, ist später aber zur nächsten Hütte weiter gegangen.

In der Hütte habe ich dann, wie so oft erst Mal alles gefegt und ein wenig sauber gemacht. Markus hat gleich Wasser gefiltert und dann sind wir zum gemütlichen Teil über gegangen.

Um ca. 16 Uhr sind noch ein Vater mit seiner Tochter aus Christchurch angekommen und um rd. 17 Uhr kamen nochmal zwei hier an.

Wir haben unsere Chips, die wir in Wanaka nicht gegessen hatten, gegessen und auf der Veranda der Hütte in der Sonne gesessen. Natürlich darauf wartend dass es endlich Zeit für das Abendessen wird und wir wieder essen dürfen.

Ein schöner Wandertag, der mit wenig Motivation begann aber mit schönen wegen und toller Landschaft überzeugt hat.

Wanaka – Ruhetag 2 – 14.02.18

Wir haben ausgeschlafen und haben es genossen heute nicht laufen zu müssen. Dennoch wollte ich mich bewegen und bin daher eine kleine Runde joggen gegangen.

Auf der Joggingrunde kamen mir ein deutscher Hiker (Name habe ich leider vergessen) und Dora entgegen, die sich wieder auf den Trail begeben haben.

Nach 45 min. war ich wieder zurück. Es hat sehr gut getan Mal wieder zu joggen, das ist ganz anders als wandern. Und entlang des Seeufers war es sehr schön.

Nach einer ausgiebigen Dusche gab es Frühstück mit Brot und danach noch eine Portion Porridge.

Für den nächsten und damit fast letzten Abschnitt haben wir unsere Rucksäcke und die Bouncebox sortiert und gepackt, um die Bouncebox dann im Ort zur Post zu bringen und nach Invercargill zu senden. Das wird auch die letzte Station der Bouncebox sein.

Von der Post ging es wieder durch den Ort zur bekannten Choclaterie, Patagonia choclates. Hier gab es süße Köstlichkeiten und danach noch sehr leckeres Eis, welches wir auf dem Rückweg zur Unterkunft gegessen haben.

In der Unterkunft haben wir dann begonnen zu planen was wir nach der Wanderung machen. Sehr seltsames Gefühl. Aber so langsam geht es auf das Ende der Wanderung zu.

Zum Abendessen gab es heute gegrilltes Lamm mit Ofen-Kartoffeln, Sourcream und Knoblauchbrot. Und zum Nachtisch nochmal Obstsalat mit Joghurt.

Auch den zweiten Ruhetag haben wir bei viel Sonne sehr genossen. Sowohl kulinarisch wie auch körperlich. In den zwei Tagen haben wir Wanaka zu schätzen gelernt. Ein sehr schöner Ort mit viel toller Landschaft aber auch mit viel kulinarischen Highlights.

Wanaka – Ruhetag 1 – 13.02.18

Ich konnte trotz des großen Bettes nicht schlafen und so habe ich mir die Zeit mit dem Handy vertrieben. Irgend wann habe ich dann doch noch geschlafen.

Wir haben auf jeden Fall ausgeschlafen und den Vormittag damit verbracht unsere Sachen zusammen zu packen um von dem Schlafzimmer in das Apartment umziehen.

Zum Frühstücken sind wir wieder in den Ort und haben es uns gut gehen lassen. Da das Frühstück nicht so viel Zeit in Anspruch nahm, dafür aber sehr lecker und zum Teil auch gesund war (Kurkuma Latte und Chia Müsli), sind wir noch ein wenig im Ort gebummelt und ich habe ein Kleid aus Merino Wolle bekommen.

Um 10:30 Uhr hat uns dann ein Taxi zum Flughafen von Wanaka gebracht, von wo aus ich einen Rundfug mit akrobatischen Einlagen erleben und dann auch selber fliegen durfte. Was für ein Wahnsinns Erlebnis. Looping, Rolle und Trudeln war dabei, das war der Hammer. Und das auch noch bei bestem Wetter. Nur leider viel zu kurz. Dafür wurde das als Film aufgenommen. Sehr cool.

Vom Flughafen ging es mit dem Taxi dann wieder zurück in den Ortskern, wo Markus sich beim Barber den Bart stutzen ließ, so dass die Lippen wieder frei sind, viel besser und hygienischer.

Im Ortskern haben wir in einem Kaffee zwei Kleinigkeiten (einen Burrito und einen Pie mit Kürbis und Linsen) geholt und am Strand des Sees gegessen. Ich habe mein neues Kleid angezogen und wir haben den Treiben auf und am See zugesehen. Zum Nachtisch gab es noch ein Eis. So lässt sich der Ruhetag in vollen Zügen genießen.

Bevor wir wieder zur Unterkunft liefen waren wir noch fürs Abendessen und für den nächsten Wander-Abschnitt einkaufen. Im Supermarkt war die Hölle los. Da wird einem erstmal wieder bewusst wie hektisch der Alltag sein kann.

Zum Abendessen haben wir uns eine große Schüssel Salat mit Feta und Knoblauchbrot gemacht. Das frische Gemüse war ein echter Leckerbissen. Und danach gab es noch einen Obstsalat mit Joghurt.

Ganz ungewöhnlich war, dass wir lange wach waren und ein wenig Fern gesehen haben. Wir sind seit langem mal wieder ins Bett nachdem es bereits draußen dunkel war.

Auf jeden Fall ein super Tag, mit genialem Erlebnissen, perfektem Wetter und leckerem Essen.

Von Hawea km 2595 bis nach Wanaka km 2620 – Wandertag 96, 25 km (12 km gelaufen, für den Rest hatten wir eine Mitfahrgelegenheit) – 12.02.18

Die Nacht war gut, bis ein paar Betrunkene, die gröhlend auf dem Campingplatz herum liefen. Dennoch haben wir ausgeschlafen und sind um 8:00 Uhr von Hawea auf den Hawea River Track gestartet.

Der Track ist ein einfacher Wander- und Fahrrad-Weg. Die meiste Zeit war der Weg geschottert und entlang einem Kanal. Der Weg war sehr schön und abwechslungsreich in dem Sinne, das es Mal unter hohen Bäumen hindurch ging, mal die Berge zu sehen waren und gelegtlich entlang von Sträuchern verlief.

Entlang des Weges gab es auch eine künstlich angelegte Wildwasser-Stelle wo man surfen/kajaken kann. Leider war niemand da, der surfte und so gab es hier nur einen Toiletten-Stopp.

Einige Radfahrer haben uns überholt und Jogger sind uns entgegen gekommen, ziemlich viel Verkehr für uns.

Der Hawea River Track endete an einer ziemlich neuen Hängebrücke. Auf der anderen Seite der Brücke war ein Campingplatz und viele Camper. Hinter dem Campingplatz ist der kleine Ort Alberttown, wo wir geplant hatten ein zweites Frühstück zu essen. Aber auf dem Weg in den Ort, hielt neben uns ein kleiner Campervan. Die junge Frau lud uns ein, und nach Wanaka mit zu nehmen. Da konnten wir nicht nein sagen.

Nach 10 min. Autofahrt waren wir in Wanaka angekommen. Sie hat uns direkt vor einem Cafe raus gelassen und das haben wir auch gleich genutzt um einen leckeren Café zu trinken.

Markus hat den Gastgeber unserer Unterkunft angerufen und mit ihm vereinbart, das wir um 13 Uhr das Zimmer beziehen können, somit hätten wir noch ein wenig Zeit unsere Bouncebox bei der Post abzuholen und noch was zu trinken zu kaufen. Sogar zum Bummeln in den Laden der Stadt hat es noch gereicht, wobei ich hier leider ein wenig überzogen habe.

Um kurz nach 13 Uhr waren wir dann an der Unterkunft. Diese lag etwas außerhalb des Ortskerns (ca. 2km). In einem sehr schönen Haus. Hier konnten wir Duschen und unsere Wäsche waschen und planen wie die nächsten Abschnitte aussehen werden und wie viel wir Einkaufen müssen.

Am Abend haben wir dann unseren Gastgeber kennengelernt und uns eine ganze Weile unterhalten. Und dann sind wir zum Essen in den Ort gelaufen. Wir sind im KIKA eingekehrt. Das wohl beste Restaurant in Wanaka.

Das Essen war genial. Wir haben viel zu viel gegessen, aber alles war so lecker. Es hat nur sehr lange gedauert.

Kugelrund sind wir dann gegen 21:30 Uhr Richtung Unterkunft gelaufen und sind direkt ins Bett gefallen.

Ein schöner Tag mit leichter und kürzerer Wanderung als gedacht. Bei schönem Wetter und genialem Essen. Traumhaft.

Von der Pakituhi Hut km 2584 nach Hawea km 2595 – Wandertag 95, 11km – 11.02.18

Die Wettervorhersage für heute war nicht so super, so dass wir uns gestern Abend noch entschieden haben heute den längeren aber dafür nicht so steilen Abstieg nach Hawea zu nehmen. Was im Regen vermutlich die bessere Variante ist.

Die Nacht war komisch und ich habe nicht so toll geschlafen, so dass wir erst gegen 7:30 Uhr los gegangen sind. Tanja, Sam und Dora wollten ebenfalls die längere Route nehmen, sind aber nach uns los.

Wie geplant sind wir von der Hütte auf den längeren Track abgestiegen und auf dem 4-Wheel-Drive-Track bis zum Abzweig gegangen. Leider war dort, sowohl von Eigentümer wie auch vom DOC (Department of Conservation) ein Schild, das der Weg nicht passiert werden darf.

Also sind wir wieder zurück gelaufen, haben unterwegs die drei informiert und sind dann auf dem kürzeren, aber steilen Pfad den Berg hinunter gegangen.

Es regnete leicht und so war auch die Aussicht leider nicht so besonders. Der Pfad an sich ging an der Ridgeline (den Grat) entlang und hätte bei gutem Wetter sicher tolle Ausblicke zu bieten gehabt. So war es einfach ein steiler Pfad nach unten.

Zuerst ging es auf felsigem Untergrund voran um dann nach und nach in erdigen Untergrund mit Dornen-Büschen über zu gehen.

Als wir zum Zickzack-Weg kamen war es ein einfacher Pfad zwischen Sträuchern bergab. Es dauerte nicht sehr lange und wir hatten das Tal erreicht.

Von hier aus waren es noch rund 5 km bis in den Ort. Markus hat gecheckt, ob es Empfang gibt und hat im Hotel in Hawea angerufen. Wir haben noch etwas bekommen, einen Carvan/Wohnwagen in dem wir heute übernachten können.

Nach rd. einer Stunde haben wir den Ort, der im Wesentlichen aus einem Laden, einem Hotel und einigen Wohnhäusern besteht, erreicht. Wir sind direkt zum Hotel gelaufen. Leider war das Zimmer bzw. der Caravan nicht fertig, so dass wir an der Bar gewartet und einen Kaffee bzw. heiße Schokolade getrunken haben.

Währendessen kam ein anderer deutscher Wanderer vorbei, hat sich zu uns gesetzt und wollte mit uns reden. Wir waren aber nicht so richtig in Stimmung und haben wohl nicht so ausführlich geantwortet, wie gewünscht, und so war das Gespräch recht kurz.

Um kurz nach 12 Uhr haben wir dann den Schlüssel für den Wohnwagen bekommen, so dass wir uns durch den Regen auf dem Weg dort hin gemacht haben.

Dort angekommen haben wir uns erst mal trockene Klamotten angezogen, unsere Wraps zu Mittag gegessen und gelesen. Keiner von uns wollte durch den Regen zu den Duschen laufen. Das haben wir gemacht, als es aufgehört hatte zu regnen bzw. wir auf die Toilette mussten.

Wieder sauber und trocken haben wir uns ausgeruht und den Tag mit lesen usw. verbracht.

Am Abend haben wir das Sonderangebot des Hotels genutzt und einen Burger bzw. Fish’n Chips gegessen und ein Bier getrunken. Nicht gut aber hat satt gemacht. Inzwischen ist auch die Sonne wieder raus gekommen.

Danach ging es ins Bett, damit wir morgen den langen Tag mit rd. 30 km bis Wanaka gelaufen bekommen.

Der Abstieg, und damit die heutige Wanderung war gut und nicht so extrem steil und rutschig wie gedacht. Natürlich wäre ich lieber im Sonnenschein gelaufen, aber Regen muss auch sein. Auf jeden Fall war es ein guter und recht kurzer Wandertag.

Von der Top Timaru Hut km 2560 bis zur Pakituhi Hut km 2584 – Wandertag 94, 24 km – 10.02.18

Trotz der vollen Hütte war es eine ruhige und gute Nacht. Es war kein Schnarcher dabei. Aber einige Frühaufsteher. Beim ersten klingelte der Wecker um 5:30 Uhr. Das haben wir ebenfalls genutzt und sind um 6:30 Uhr gestartet.

Der Weg führte die ersten Minuten noch auf dem 4-Wheel-Drive-Track. Dann ging er in einem schönen Pfad über. Der Pfad schlängelte sich durch Wald, entlang des Timaru Flusses und durch Tussock-Gras über der Baumgrenze.

Es ging immer wieder durch den Fluss und auf der anderen Seite hoch und wieder runter zur nächsten Querung des Flusses. Solche Wege gefallen mir besonders gut, man ist zwar nicht so schnell aber dafür ist der Weg und die Aussicht sehr schön.

Nach ca. 10 km kamen wir an eine Kreuzung. Von hier ging es sehr steil ca. 600 Höhenmeter zur ersten Hütte bergan. Hier trafen wir Tanja wieder. Der Aufstieg war sehr anstrengend und die Pause an der Stodys Hut war wohl verdient und dringend notwendig.

An der Hütte trafen wir Sam der gerade ankam als wir uns gerade fertig machten um weiter zu gehen

Nach einer halben Stunde Pause haben wir den zweiten Teil der Strecke in Angriff genommen. Leider ging der Weg nicht so schön aber sehr viel einfacher weiter und es waren nochmal rund 600 Höhenmeter anzusteigen. Da es wieder ein 4-Wheel-Drive-Track war kamen wir recht schnell voran.

Der letzte Anstieg ging auf den Breast Hill. Ich hatte kurz überlegt die flachere und 500 Meter kürzere Strecke zu gehen, wollte dann aber doch unbedingt die Aussicht sehen. Vom Breast Hill hatte man eine grandiose Aussicht auf den Lake Hawea und auf den Lake Wanaka. Zum Glück war das Wetter sehr gut (sonnig und leicht bewölkt, so dass wir die Aussicht auch genießen konnten. Was wir auch taten.

Von dort ging es auf einen schmalen Pfad zum heutigen Ziel, der Paketuhi Hut. Eine sehr nette Hütte mit 8 Betten. Als wir ankamen war nur ein neuseeländisches Pärchen da.

Später kamen noch Tanja, Sam, Cecil, Silva und Dora.

Ein grandioser Wandertag, der sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn er sehr anstrengend war. Dafür gab es fantastischen Aussichten und schöne Wege. Das Wetter war sonnig mit Wolken und daher auch nicht zu heiß. Einfach perfekt.

Vom Wild-Campen bei km 2538 bis zur Top Timaru Hut km 2560 – Wandertag 93, 22 km – 09.02.19

Heute wollten wir früh raus, weil wir nicht länger als nötig unser Zelt stehen lassen wollten. Aber wir waren wohl doch ziemlich erledigt von Vortrag. Um 7 Uhr waren wir unterwegs.

Zuerst ging es über Farmland an einem kleinen Bach entlang und dann ging es auf einem 4-Wheel-Drive-Track. Es war ein einfacher Weg. Die ersten 10 km ging es auf und ab, aber grundsätzlich bergan bis zu einer privaten Hütte. Es schien zwar die Sonne aber es war morgens noch sehr kühl, so dass wir beide im Langarmhemd starteten.

An der Hütte haben wir Sam wieder getroffen. Wir haben einen Frühstücks-Wrap gegessen und sind dann auch weiter gegangen damit uns wieder warm wird. Von der Hütte waren es noch rund 4 km und ca. 1000 Höhenmeter Anstieg bis zum Sattel und den heutigen höchsten Punkt. Immer auf den bequemen Weg. Es ging recht schnell war aber dennoch sehr anstrengend. Auf dem Sattel gab es ein paar Nüsse und dann ging es wieder den Berg hinunter.

Von oben konnten wir schon sehen dass weiter unten noch eine Wanderin läuft. Als wir sie einholten erkannten wir sie wieder, es war Tanja, sie hatten wir in Tekapo auf dem Campingplatz, kennengelernt.

Um ca. 13:15 Uhr waren wir an der Top Timaru Hut angekommen. Außer uns war noch ein Schweizer, John, da. Die Deutsche wanderte weiter aber es kamen noch Sam, Cecil, Silva, ein weiterer Franzose, ein Ami und noch zwei kiwi’s. Damit war die 6-Bett-Hütte voll und vier Zelte waren davor.

An der Hütte angekommen haben wir das Zelt getrocknet, uns im Bach gewaschen und den Schatten und den Schutz der Hütte genutzt um den Sandflies zu entkommen.

Der Tag war schön auch wenn der Weg einfach zu gehen war. Die Aussichten waren gut und es war nicht zu heiß. Ein schöner Wandertag.